An.
Erbauliche
Leichen-
Begäng-
riiß.
HertzogFerdinandAlbrechttritt dieRegierungauf daslöblichste«n.
Begehetauf dasprächtigste
sr
Erster?erioäu8. I. Capitel.
Ordens diß Zeitliche gesegnet. Er war von der Linie zu Culmbach,und den 19. Juliian. i688.gebohren , erfolgte seinem Herrn Vet-tern Georg Wilhelm / in der Regierung im Jahr 1726. den i8.De-cenrbr. Der Erb - Printz Friederieus, Ritter des Elephanten undPreußischen Adler-Ordens, gebohren den 10. May 1711. und vermäh-let den 20. Novembr. 17z 1. mit der ältesten Königl. Preußischen Prin-tzeßin, Frideriea Wilhelmina Sophia, trat nach dem Hintritt seinesHochsel. Herrn Vatters die Regierung an. Den 26. May Abends umiO. Uhr wurde die Hochfürstl. Leiche, unter dreymaliger Lösung derCanonen von Bayreuth nach Himmelkron abgeführet, und den 27.Abends darauf in dasiger Stifts-Kirche, in diejenige Gruft, welche sichJhro Durch!, noch bey Lebzeiten selbst zubereiten laßen, beygesetzet.Jhro Hochfürstl. Durchl. haben vor Dero Absterben alles selbst geord-net, wie es mit solcher Beusetznng gehalten, daß dabey die sonst gewöhn-lichen prächtigen Svlennitaten gäntzlich eingestellet, dagegen eine blosseGedächtnuß-Predigt über den selW-erwehlten Leichen-Text Philip. 1.vers.21. nebst Absingung einiger Sterb-Lieder in gedachter Stifts-Kir-che gehalten werden soll. In der Predigt, welche der Herr Consisto-rial-Rath, Hof-Prediger, und Beicht-Vatter, Silchmüller abgeleget,sind viele merckwürdiqe Umstände von Dero ungemeinen Zubereitungzu Dero seligen erbaulichen Ende enthalten.
Jhro Durchlaucht der Hertzog Ferdinand Albrecht von Braun-schweig, traten den i. Mertz dieses Jahrs Dero Regiemng an, und ha-ben durch besondere löbliche Einrichtung Derselben sich bey Dero Un-terthanen in ausnehmende Hochachtung gesetzet. Vieles, so Denenscl-ben zu einiger Beschwerung gewesen, wurde geändert, wie dann durchdie eintzige Reforme, so Jhro Durchl. bey Dero Eapelle vorgenom-men, dem Staat jährlich in die 50000. Er. erfahret worden, indemnicht mehr, denn 14. der geschicktesten Sänger beybehalten, deren Be-soldung aber bis auf die Helfte herunter gesetzet worden. Es vermeymten zwar Dero getreuen Stände, sich dlwch Anbietung eines freywilli-gen Geschencks von 6000. Er. bey Ihren neuen Lairdes- Herrn beson-ders beliebt zu machen. Alleine Jhro Durchl. bedanckten sich widerVermuthen dafür, und nahmen solche nicht an, sondern riethen viel-mehr an, daß solche zu guter Einrichtung der Policey, und vornemlichzu Anlegung der Nacht-Laternen in denen Städten Braunschweig undLuneburg mochten angewendet werden. Indessen war doch der HofJhro Durchl. prächtig, und Fremde, die Lust haben, etwas merkwürdi-ges zu sehen, fanden allhier genug, worbey sie ihre Neugieriqkcit vergnü-gen konten. Den 28. Aug. wurde zuSaltzthal das Geburts-FestJhroMaieft. der Kayserm tu Galla gefeyret, Abends ein grosses Festin ge-halten,