Band 
[Sechster Theil]
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Erster ?eriollu8. I. Capitel.

La. !?; 6 . nicht nur an die nöthige Vermehrung der Beysitzer nicht qedenckendörfte, sondern hey nahe gezwungen wäre, einige Stellen zu verlassen.Ferner zeigte es durch eine beygelegte Specifikation, daß die Summader rückständigen Besoldung bis zum Ende des Decembers i? 3 s. DieSumma voll dem, was im Jahr 1735. an Cammer-Zielern eingegan-gen, weit übersteige.

Die verschiedene Religions-Beschwerden, welche auf dem Reiche-Tag in diesem Jahr angebracht worden sind; wollen wir bey der Hi-storie der vornehmsten Teutschen Stände, die wir jetzo anfangen, amDes Chur - gehörigen Ort einrücken. Wie eifrig und patriotisch der Churfürst vonsurften von Maytttz vor das allgemeine Beste des Teutschen Reichs besorgt war,

Lande

Wohl.

Chur -Cöln

Kayser,ausgesöh-net.

Teutschen

Ordens.

Die Capn-ciner hal-

s-ifer vor bezeigt die oben angeführte Antwort, welche er dem Papst ertheilte,des Reichs als derselbe die Abschaffung der Ryßwickischen Friedens-Clausel zu hin-und seiner tertreibell suchte. Aber eben so eifrig bezeigte sich auch dieser Churfürstbesonders in seinen Landen, die angerissene Mißbrauche abzuschaffen.Unter diesen war sonderlich das kostbare und übermäßige Trauer-Anle-gen bey dem Absterben der nächsten Freunde. Der Churfürst ließ alsoden 24. Octobr. dieses Jahrs eine Verordnung in seinem Land erge-hen, darinnen er vorschrieb, wie sich eilt jeder bey vorfallenden grossenTrauer-Fällen Stands-mäßig zu verhalten habe, bey Strafe für dieUbertretter der Confiscation der Trauer und >00. Gulden am Geld.Der Churfürst von Cöln hatte in diesem Jahr das Vergnügen, sichwird völlig mit dem Kayser wieder völlig ausgesöhnt zu sehen. Denn nachdem erm,t dem Yen 22. Decembr. 173 5. an seilten Gesandten zu Regenspurg ein Re-seript ergehen lassen, darinnen er bezeigte, daß er niemals den Willengehabt, Ihr» Kayserl. Majest. nur im geringsten zu beleidigen; nach-dem auch über dieses der Geueral Horst die ihm ausgelegte Erklärungan den Grafen von Plettcnberg gethan; so bezeigte der Kayser im Oct.dieses 1736. Jahrs, daß er durch die geschehene Erklärung beruhigetwäre, und tönten nun die Chur -Cölnische Rath, dem Kayserl. Hof undDer Chur - Ministerio in das künftige wieder beywohnen. Im Monat Augustdieses Jahrs, reißte der Churfürst von Cöln nachMergentheim, umrm Cam- daselbst ein Capitel des Teutschen Ordens zu halten. Es nahm abertel des derselbe seine Reise zueilt nach Mannheim zu, llltl sich daselbst mitdem Churfürsten von derPfaltzzu unterreden. Am n.Sept. wurdedas Ordens-Capitel eröfnet, welches bis den z. Oct. datierte. Die Ei-nigkeit, welche sich zwischen dem Ordens-Meifter, und denLand-Com-menturen zeigte, machte, daß dasselbe mit grossem Vergnügen befcblos-sen wurde. In der Zeit des Ordens-Cavitels hielten die Capueiner da-nn ein F,. selbst vom i6.Sept.an ein achttägiges Jubiläum,wegen ihrer loo.Jahrbitäum. lang stehenden Ktrch und Klosters; der grossen Proceßion,welche zu An-fang