_ Frantzösische Geschichten.
bis Abends ums.Uhr, und des andern Tags früh von 7. bis gegen H Ln. 17,7.Uhr Vormittag. Alan durchsuchte alle in der Nachbarscbafft gelegeneHäuser, Gärten , Kirchen / Gewölbe und Winckel, man fände abernichts/ unerachtet das Werffen immer fortwähret,.'/ und zwar so gewiß/daß auch nicht ein Wurfdas Hauß fehlete/unerachtet dasselbe sehr schmalwar. Hierauf wurde von Obrigkeits wegen / kund gemacht, da dieserUnfug nothwendig von Personen/ die sich unter dem Gewölbe der Kir-che St. Medard oder an andern Orten versteckt gehabt, mäste verm-tworden seyn/ so solten alle / die etwas davon wüsten / solches gebührendanzeigen/ man konte aber nichts davon entdecken. Derso. jährige Bi- Dieselbeschoff von Senez vertheidigte die Wunder des Abts Paris auf alle Wei- werden vcr.se/ttnd Basilius Carre von Montgeron / Parlaments - Rath/ gab ein thewrget.aantzes Buch heraus unter dem Titel: Beweiß der durch Vorbitte desAbts Paris gewürckten Wunder-Wercke / in 4. welches er dem Königdedicirte. Er legte den Wundern des Abts seine Bekehrung bey/ irr 20.saubern Kupfern, nebst dem Bildniß des Abts erscheinen die Wunder-Wercke ; er hatte dabey die Kühnheit/ es dem König zu Versailles / demHertzoq von Orleans und andern vornehmen Personen / persönlich zuüberreichen; allein den folgenden Tag muste er in die Bastille wandern/und darauf sich etliche Meilen von dem Königlichen Hof entfernen.
Am 22.N0V. glückte es dem wachsamen Polirey-Meister Herault / beyder Marquisin von Vieux-Pont / eine Versammlung von den Convul-swnarien aufzubeben.
Am 26. Jul. starb der Cardinal Heinrich Pons von Tiard von Der Car-Bußi / durch seinen Tod wurde nicht nur der sechste Cardinals - Hut, Büß»sondern auch die reiche Abtey zu St.Germain ledig / welche jährlichi6oOoo.Livres einträgt/ und die nachaehends der GrafClermont / einPrintz vom Geblüt/ bekam. Er war Cardinal Priester unter dem Titeldes H.Quirini, und der H. Julietta. Der Papst Clemens XI. hatteihn zu dieser Würde erhoben/ als er Bischoff zu Toul war. Er wurdeaber hernach Bischoff von Meaux , Commandeur des H. Geist-Ordens/
Abt von verschiedenen Abteyen / und endlich auch Gewissens - Rath.
Sein Alter brachte er auf 82. Jahr.
Der Allerchriftlichste König ließ auch seine erhabene Neigung zur Vermeh-Gelehrsamkeit in diesen! Jahr darinnen sehen,daß er die unvergleichliche M-.,Königliche Bibliotheck ansehnlich vermehrte/ indem er die Manuscripta bMheck.aus des verstorbenen Colberts Bibliotheck, welche anf loooov. Thalerzu stehen kamen, dazu kauffen ließ. Zu gleicher Zeit arbeitete man aneinem Catalogo dieser Bibliotheck, welcher aus 22. Folranten bestehensoll; 11. davon kamen diß Jahr aus der Presse, es wurden aber sehrwenig Exemplarim gedruckt. ^
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