Band 
[Sechster Theil]
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_En glische Gesch ichten._407

Englischen Ministers lange Zeit trug, der auf die Frag: Was Engel- ün. ,land bey diesem Krieg thun werde? frey versetzte: Wir werden uns indie Händel nicht mengen, wenn auch schon die Kayserlichen Soldatennach Paris, oder die Frantzosen nach Wien gierigen. Übrigens setzte es Streit we-her) diesem Parlament noch einen heftigen Streit wegen der Wahl der16. Schottischen Pairs, welche in dem Ober-Hauß, seit der glücklichen dA»Vereinigung des Königreichs Schottland mit Engelland, seit an. 1207. Pairs.

Sitz und Stimme haben. Es beschwerten sich nemlich s.SchottländischeLords/über einige bey beschchener Wahl unerlaubte Mittel, und liessendannenhero den 24.Febr.eine Requette durch den Hertzog von Bedford,dem Ober-Parlamerrt deswegen überreichen. Als man hierauf das Ur-theil abfaßte,daß man diejenigen mitNamen benennen svlte,welche durchunerlaubte Wetze die Wahl befördert; so wolle sich die klagende Parteyin solche Weitlauftigkeit nicht einlassen,sondern suchte nur durch ein Ge-setz, welches sie heraus bringen wolle, allen künftigen Mißbrauchenkräftig vorzubeugen. Alleine die Requette wurde nach vorgenommenerÜberlegung mit ^.Stimmen gegen s2.verworffen,und dieKläger wur-den gäntzlich abgewiesen.Sonstm sind beyGelegenheit dieses Parlaments Noch an-noch verschiedene Unruheir entstanden. Es machte nicht wenig Aufsehen, dere i,nals Mvlord Scarborough sein Amt als Königl.Ober-Stallmeifter nie- -^standenederlegte, welches er weder aus Königl. Ungnade, noch eigenem Verdruß Bewcgun.über den Hof thäte. Es wurde in dem Parlament über eine gewisse gen.Sache, wegen der Abdanckung der Officiers, und ob man solches demHof nach eigenem Belieben solte anheim stellen, votiret; als nun My-lord Scarborough die Hof - Partey hielte, warf ihm der Mylord Che-stcrfield auf eine beissende Art vor,er habe es gethan, damit er feine Pen-sion nicht verlieren möchte, wenn auch gleich das Vatterland darüber zuGrund gehen solte. Hierauf legte Mylord Scarborough ein merk-würdiges Exempel seiner Standhafftigkeit und Großmuth ab,indem er,seines geringen Vermögens ohngeachtet, seine jährliche 10000. PfundSterlings eintragende wichtige Bedienung frenwillig niederlegte, unddem Grafen von Chefterfield rund erklärte, daß er allezeit dessen Parteyin billichen Dingen halten; hingegen aber auch den Hof niemals able-gen würde, wenn er völlig überzeugt sey, daß derselbe das Recht vorsich habe.

Der 22. April war der Tag, da vor dem Jahr das Project von UnruheEinführung gewisser Accise aufWein,Tabae und dergleichen mehr in des Eng«,dem Parlament verworffen wurde,an diesem erneuerte der Pöbel in En- üb/» M«gelland seinen Eifer vor feine vermeynte Freyheit. Vom frühen Mor- -

gen an lief das Volck häusitz durch die Stadt, und lermte abscheulich.

Die zur Vorsorge an verschiedenen Orten ausgestellte Wachten wurden

von