Band 
[Zugabe zu dem Helvetischen Patrioten. 1757.]
Entstehung
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BE) 0 34 9

chen, und Brüder annehmen, welche uns einen groſſen Theildavon wegkappern? Nun ſeyn wir die Angeſehenſten, undgleichſam katricien allhier; wäre es nicht thöricht, unſer Ansſehen mit andern zu theilen, und um ſo viel weniger zu gel-ten, als ſie etwann neben uns auch gelten moͤchten? EinFremder hat manchmal Hofmanieren, Wiſſenſchaft, Großmuth, und iſt belebt, lauter Eigenſchaften, welche den Un-ſrigen koͤnnten einen Stoß geben, und ſich auf unſern Platnicht ſchicken. Darum, da wir wiſſen, was fuͤr Vortheile un-fer pures Geld, uns bisdahin gebracht hat, ſollten wir versmeinen, ein neuangenommener Reichling, würde es nicht fowohl als wir, zu feinen Nutzen wiſſen? Können wir alſo,luger weiſe, andere eben wie wir, und gewiſſer maſſen beßfer Bewafnete, einnehmen, damit fie alſo über uns kom-men?=

Ich weiß nicht, Hochgeachter Herr, ob dieſe Gruͤnde,nicht allein ſtark genug find, Sie zu beſtimmen, ihre Besredſamkeit ein andermal, nicht ſo oͤde zu laſſen, und unſernNutzen zu befördern, und Schaden zu wenden? Sie wer-den ja nicht ſo unpolitiſch gedenken, und hier der gemeinenBeſtie(6) Rechnung tragen wollen. Dieß wäre ein Hirns-geſpinſt. Und endlich, find wir denn nicht der beträchtlicheſte Theil der Gemeinde? Warum ſollen wir eben das Wohldes gemeinen Weſens, nach dem Wohl des Poͤhels abmeſ=fen? Durch uns bluͤhet der Stand wir, wir, machen dem-

Ez ſelben

————Ein pö fter Spottnamen, das gemeine Beſte zu nennen. Uid doch.. n,, mancher vermeindlich kluger Politicus bedienet gdem das Wohlſeyn des Vaterlandes ſo ſehr angelegen iſt. als er es da,durch ehrbar berittelt. Ich geſtehe es. Ich ſchäme mich immer für dender dieß Wort im Munde führet. Nur einem aus der unterſten Druſedes Volkes, iſt dieſer Ausdruck angemeſſen.

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