18
meine Tage, mein Gluͤck und meine plage,eh ich die Welt noch ſah. Eh ich mich ſelbtnoch kannte, eh ich Ihn Vater nannte, warEr mir ſchon mit uͤlfe nah. So ſorgte Gott fur mich mein ganzes bisheriges Leben hindurch.Und nun ſollte er mich verlaſſen, feine Hand ronmir abziehen, ſeine Gute von mir wenden“ Nein!Ehe können Berge weichen, und Huͤgel hinfallen,ehe Gottes Gnade von mir weichen, und derBund ſeines Friedens hinfallen ſollte 2. Oderiſt Gott nicht mehr ſo maͤchtig, ſo weiſe, ſo guͤtig,als er damals war, da er dieſen Leib bildete, dieſtSeele mit Verſtand und Erkenntniß ausſchmuͤckte,und mich in der Jugend fuͤhrte? O ia, Seele,Gott lebet noch, Gott denket noch an dich; Gottforget noch für dich! Warum betruͤbſt du dichdenn, meine Seele, und biſt ſo unruhig in mir?!
Harte auf Gott; denn ich werde Ihm noch
danken, daß Er meines Angeſichts Hülfe undmein Gott iſt(b). Wirf alle dein Anliegen auf
ta. Jeſ. 5, 10. v, Pf. 42, 6. 12.