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Christliche Leichenrede über die Worte Hiob 5, 26 : bey dem Leichenbegängniß der ... Maria Charlotta Burkard, des ... Hanns Rudolf Merians, gewesenen treueiferigen Pfarrers im Münster, und Hochverdienten Antistitis der hiesigen Kirche, hinterlassener Frau Wittwe, den 2ten Brachmonats 1793. in der Münsterkirche vorgetragen / von Emanuel Merian, Pfarrer im Münster
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Zu dem Ende wollen wir,

Erstlich, sehen, was unter dem Namen einesglücklichen hohen Alters zu verstehen sey.

Und demnach, wie die Gottesfurcht dasbewährteste Mittel sey, zu einem solchenglücklichen Alter zu gelangen.

Herr, unser Gott! Du bleibest, wie Dubist, und Deine Jahre nehmen kein Ende (6).Aber unsre Lebenstage fahren schnell dahin,rnd wir mit ihnen, als flögen wir davon (e).Unsre Zeit steht in Deinen Handen (k): dessengetrosten und freuen wir uns, und übergebenuns mit allen unsern Lebenstagen und unsernSchicksalen Deinen Vaterhanden in kindlichemVertrauen. Gieb, daß wir nicht früher undlicht spater zu sterben wünschen, als es DirgMt. Laß uns die uns von Dir bestimmteLassbahn in Deiner Furcht und mit Zufrieden-heit durchwandern. Und wenn das Ende der-selben herannahet, so gieb, daß wir im Glau-ben an Jesum, und in der Hoffnung eines bes-sern, ewrgen Lebens unsrer Auflösung und Vol-lendung ruhig und freudig entgegen sehen.Segne zu diesem Ende auch die Betrachtungen,die wir jetzt anstellen wollen, um Deiner ewi-gen Liebe willen.' Amen.

(6) Ps. lor, 28. (e) Ps. Y°, lo. (k) Ps. ;i, 16.