verdrängen. Hei, war das eine Lust, den ganzen Tagmit Lasso und Büchse hinter den Viehherden über diegroßen Ebenen zu reiten, auf den flinken, guten Pferd-chen Hirsch und Strauß zu jagen! Aber so schön auchalles war, und so gut es mir gefiel, es zog mich doch wie-der in mein Heimatland zurück, und ich schiffte mich ein.
An einem strahlenden Morgen schaute ich über dieblauen Wogen des Weltmeeres. Da glitt von der Höheeiner Welle ein Silberstreifen in die Luft: zwei kleineFlügel von der Sonne beschienen. Ein fliegender Fisch!
Jetzt war mein Entschluß gefaßt: sobald ich einen Fußaus Land setze, will ich eine Fliegerschule besuchen."
„Waren Ihre Eltern nicht dagegen?" fragte Bernhardleise.
„Die konnte ich nicht mehr fragen." Bider hielt einenAugenblick inne.
„Auf Widerstand stieß ich, und zwei Stimmen kämpf-ten in mir. Die eine: du darfst nicht fliegen; die andere:du mußt fliegen. Ich gehorchte der letzteren.
In Paris unterschrieb ich einen Vertrag mit derFirma Bleriot für die Fliegerschule in Pau. — So,Buben, ich kann aufhören, denn von da an kennt ihr jamein Leben besser als ich selbst!"
Mit hochroten Wangen und flammenden Augen sagteBernhard, als er Bider hinausbegleitete: „Nun handeltsich's nur noch darum, welche Fliegerschule in Frank-reich ich wähle. Ich denke, wie Sie, Pau!"
64