Band 
[Erster Jahrgang] Erstes Vierteljahr. 1781
Entstehung
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nur in solchen Krankheiten, die durch Anstecken von frem-de» Völkern zu uns gekommen, sich fremder Mittel zubedienen nöthig hat. Den im heissesten Himmelsstrichewohnenden, und also um der grossen Hitze willen zurFäulung ihrer Säfte stets geneigten Jndiern und Bewoh-nern der Moluckischen und andrer da herumliegenden -Inseln, sind die starken Gewürze des Pfeffers, der Nel-ken, Lardamomen, der sogenannten Muskatblumenund bergt, geschenkt, welche sie als einen Balsam, ihrfaulendes Blut zu balsamiren, nöthig haben. Nachdemaber diese Gewürze durch die Handlung so häufig und so«berflüßig in unser gemäßigtes und teils kaltes Europa gebracht, und von allen und jeden, sonderlich reichenPersonen, als etwas neues und theures , auch weil es denGeschmack kitzelt, den Apetit reizt, und die Leidenschaftenerregt, beliebet worden; die Gewürze aber die Galle ver-mehren, die Safte scharfen, Hitze machen, Durst erregen rso seh ich dies als einen zweiten Grund an, warum heut zuLage überhaupt mehr getrunken werden muß, als beiunsern Vorfahren, und bei denen noch jetzo lebenden Deut-schen , die wegen Entlegenheit der Oerter nicht viel Indi-sche Gewürze besitzen. Denn es ist gewiß, daß nach mei-nem ersten Satze (i), der Mensch hier in Deutschland ,wenn er sich selbst nicht verdirbt, nicht nöthig habe, soviel zu trinken, und wie eine Gans den Schnabel stets imWasser zu haben: weil wir die nöthigen Säfte zurVerdauung der Speisen innerhalb in uns und mit unsführen.

4. Unter die Veränderungen der Diät von Europa gehöret auch der Zucker. Nachdem die Cananschen