Band 
Zweyter Jahrgang. Zweytes Vierteljahr. 1782
Entstehung
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seinen Helden verhüllet, auf Warzen und Poken-rubenhindurch dringen kann ? — Lieber wird der gemeine Er-densohn das Fernglas an's Auge sezen, wo sein Blick nichthinreicht, um irgend eine Makel / oder einen Sommerflekauszuspähen / die seine Bosheit und Eigenliebe kizeln—-Lieber wird er mit jenen Nazarenern ausrufen! „ Ist dieser„ nicht des Zimmermanns Sohn— wohnen nicht seine„ Mutter/ und Bruder und Schwestern hier bey uns/„ woher kömmt diesem solche Weisheit ?" Als vor demglänzenden Urbild sich niederwerfen, und es verehren?—>Wird er nicht diese Ceder / innen Wip'el sein stumpfer Bliknicht erklimmen mag mit boshafter Freude beschneiden /zerstücken, zerstümmclN/ sogar fällen, damit sie nicht überihn / niedriges Farrenkraut emporrage;

Freylich — um der Hurtigkeit unsers Herzens/um des Verfalls unsrer Sitten willen, müssen wir Wun-der und Zeichen/ das ist, Modelle zur Nachahmung/zur Wetteiferung haben — Allein diese Modelle müssensie ohne Tadel und Mängel — rein / wie die Engel Got-tes — mit Sonnenstralen umgläuzt / wie Cherubs undSeraphs seyn r Entflammen solche Modelle unsre Eigen-liebe / (den Grundtrieb unsrer Handlungen:) uns überuns selber empor zu schwingen? Geben sie uns zugleichFlügel sie in ihrem Adlersfluge zu erreichen? Herunter /herunter / mit euern göttlichen Idealen / erhabene Schrift-steller ! Wem rühmt ihr die Tugend / die niemals befieltworden ist, weist uns lieber den Weg / die einmal Ver-lorne wieder zu erhäschen! Und wenn ihr denn durchausModelle und Urbilder haben müßt / warum nicht liebersolche wählen worauf euch die Muse der Geschichte mit dem