zur Preißfrage: eine Lob-Rede auf den großen Colbert;unter allen eingelaufenen Abhandlungen fand eine dengrößten Beyfall, und war würdig gekrönet zu werden.Man öfnete das bey jeder Abhandlung befindliche gewöhn»liche Billet, in welchem sich der Verfasser zu erkennengiebt; aber diesmal fand man keinen Namen in selbigemaufgezeichnet. Allein Herr d'Alembcrt, der sich oft mit demHerrn Necker über ColbcrtS Verdienste unterredet hatte,erkannte gar bald den Neckcrischen G ist, und den Charak-ter seiner Schrib Art. Er »ötbiqtc ihn, die goldene Keö-luings-Medaille anzunehmen. Diese Lob°R de wurde alsein Meisterstück des Scharfsinns und der Beredsamkeit,nicht nur in Frankreich , wildern auch in andern Ländernbewundert und angepriesen.
Mit diesem ersten Producte seines Geistes gründeteHerr Necker seinen schriftstellerischen Ruhm, den er balddarauf noch mehr erhöhctc. Nickt lange nach der Lhron-Bestcigung Ludewig des sechzehnten entstund, nach falschenanqenomm cnen Finanz Sätzen, ein a-gemeiner Getreyde-Mangcl, der selbst zu Versailles Empörungen nack sich zog.Bey dieser Gelegenheit gab HerrNeckerjmefür die Mensch-heit wichtige Schrisst: 8ur Is I.egi5lLtio» äes Sriiin, , her-aus. Die Gemablin des Königlichen Bruders des Grafenvon Provence, eineSardinische Prinzeßin, las s-.lbiae mitihrem bekannten scharfsinnigen Gnst, und empfahl sie demHofe, vorzüglich dem Minister MaurepaS. Diese Sckrifftwurde ein Gegenstand der allqcmci cn Unterredung. HerrnNeckerS Einsichten in die V rfaffun., des Staats wurdenerkannt, und geschärt. Die Schnitten aber vcr HerrenPelissicr und Beaudonr, die sich als Gegncr von der Theorie