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Rechnung dem König überreicht / von Herrn Necker, General-Directeur der Finanzen ; Gedruckt auf Befehl Seiner Majestät
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(ar)gaben um zehn Millionen zweimal hundert tauſend Liversüberwiegen.

Je mehr ein Reſultat von der Art uͤberraſchen kann,um fo viel wichtiger iſt's, es zu rechtfertigen und die Belegehandgreiflich zu machen: und dieſes hab ich durch den Abriß,welchen ich Ihrer Majeſtaͤt uͤberreiche, und durch die Beilagen,welche die Beweiſe enthalten, zu bewerkſtelligen geſucht.

Es giebt zwei Arten von Finanzen Rechnung zu thun.

Die eine Art, die auf dem erſten Anblick vorzuͤglich ſchei-nen moͤgte, beſtuͤnde darinn, daß man die ordentlichen Ein-kuͤnfte und eben fo die ordentlichen Ausgaben, wie fie nem,lich auſſer den Kriegszeiten ſeyn würden, im Allgemeinenvorgelegt; eine ſolche Bilanz aber würde gar leicht Irthüm-mern ausgeſetzt ſeyn, und es wuͤrden ſich groſſe Schwierig-keiten finden, alle Artikel einer ſolchen Bilanz zu belegen.Dieſe Rechnung wuͤrde alle Gegenſtaͤnde von einerlei Naturunter eine einzige Benennung bringen muͤſſen, aber, da dieAuszahlung ſowohl in Paris als in den Provinzen unter versſchiedenen Schatzkammern vertheilt iſt, fo würde niemandvon der Genauigkeit jeder Berechnung, wenigſtens nur nacherſtaunlicher Arbeit urtheilen können.

Ich hab alſo geglaubt, daß ich eine einfachere und deut-lichere Form brauchen muͤßte, und hab in dem Capitel vonden Einkuͤnften nur die Summen gebracht, welche von denverſchiednen Caſſen, nach Abzug der Summen, welche auffie haften und die ſie abtragen muͤſſen, an die koͤniglicheKammer ausgeliefert werden; und hab auf eben die Art indie Liſte der Ausgaben nur die Summen, die die koͤniglicheKammer auszahlt, gebracht.