Buch 
Rechnung dem König überreicht / von Herrn Necker, General-Directeur der Finanzen ; Gedruckt auf Befehl Seiner Majestät
Entstehung
JPEG-Download
 

lle

C 27 9

Mann kann ja nicht leugnen daß das Geld, das mann alleTage durch die Gaſſen von Paris von einer Caſſe in die andreſchleppt, nicht ein todter und unfruchtbarer Fond ſei; und wahr-lich es bleibt nicht mehr ſo tod, wenn mann Caſſenbillets zuden taͤglichen Abrechnungen zumtheil dafuͤr an die Stelleruͤckt, und unter dieſem Geſichtspunct erkennt man hierinnoch einen Dienſt mehr für die Circulation.

ſtiemand hat Urſach ſich zu beklagen, denn dieſe Bil

lets werden nur ſolchen gegeben, die ſie lieber wollen, und

jeden Augenblick kann mann dafuͤr den Werth an baremGelde bekommen. Das Capital, das ſie vorſtellen, liegtimmer in Münze oder in Wechſeln auf kurze Termine unddie mann leicht zu Geld machen kann in der Caſſe, unduͤber dieſem Capital iſt noch immer der Einſchuß der Actien-innhaber von zwoͤlf Millionen vorhanden und der Theildes Gewinns, den ſie in der Maſſe laſſen.

Jene Caſſe hat der Regierung niemals Vorſchuß gethan: hingegen, da die koͤnigliche Kammer beſiaͤndig ſelbſteinen Fond in der Caſſe hat, ſo ſind mit Erlaubnis IhrerMaieſtat oft einige Millionen zu Billets oder Scheine jenerCaſſe angewandt worden, ſie waren zahlbar nach Willkur,und mann wollte nur einen Theil von dem Fond der koͤniglichen Kammer in Umlauf bringen, der tod in der Caſſelag. Mann ſieht alſo, daß die königliche Kammer nichtunmittelbar Nutzen von jener Caſſe gezogen hat, und dieTheilnehmung der Regierung an dem Fortgang dieſer Anſtalt hat keinen andern Bewegungsgrund als das Veste desHandels, die Intreſſen zu maͤßigen und die Circulation leb-haſter zu machen.