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ob er Tugend ehret, ob er Tugend übet. So langeer nun weder Partheysucht, noch Heimtücke, nochVerfolgungsgeist von sich blicken läßt, so lange blei-ben ftrr mich seine Gedanken frey, und seine Offen,Herzigkeit ein Recht auf meine Achtung.
Wahrheitsliebe macht insonderheit aus dem Mannedes Volks, einen Bürgerfreund, nicht aber einenBürqrrschmeichler. Er liebt sie, weil sie Brüderund Psicgbefohlcne sind , er schmeichelt ihnen nicht,weil Schmeichele» nur verlarvter Betrug ist.
Möchten wir heute jene große Wahrheit tief inuns einprägen , daß standhaftes Beyspiel des Gutenalles erleichtere, vieles überwinde, und eine Pflichtder niedersten Aemter, so wie der höchsten Würden,der geringsten Stufen, so wie der angesehenstenStände, der Untergebenen, so wie der Vorge-setzten sey. Vor vierzehn Tage» gaben Euch EureRegenten das Beyspiel, Ihrer Ehrfurcht gegen Gottund die Gesetze Eurer Vätcr. Ein gleiches Beyspielerwarten Sie von Euch an dem heutigen Tage. Ihrsehet mich daher in Eurer Mitte, im Namen derHochgeachtcn, Hochwohlgebohrnen, Wohledeln, Ge,strengen, Eyrcnftsten, Frommen, Wohlvornehmen,Vorsichtigen, und Weisen Herren, Herren Bürger,meistcr und Rath dieses Freystandes, unsrer allerseitsgnädig-gebietenden Herren , um von dieser Ehren,junft, und deren Angehörigen den gewöhnliche»