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hatte. Unter den Gelehrten, die Ehriſtina nach Schwedenrief, war auch er, und er ſtund mehrere Jahre als Profeſ-for und Schwediſcher Rath zu Upſala, mit 2000 ThalerGehalt. Da aber die Nordiſche Luft ihm nicht behagte,gieng er nach Teutſchland zuruͤcke, und wurde nach Heidel-berg gerufen, wo er ſtarb.
Bekannt iſts, wie ſehr er ſich um die beiden Geſchichts-ſchreiber, Livius und Kurtius, verdient gemacht hat, in-dem er die Luͤcken derſelben ausfüͤnte, und ſie durch Anmer⸗=kungen erlaͤuterte. Auch dem Florus und andern Theilendes Alterthums hat er gute Dienſte gethan.
Der ſiebzehnte November.409.+ Wimpheling. 1528.
Leichenſteine ſind ſonſt eben nicht die wahrſten Herolde.Wenn aber das Denkmal, das unſerm Wimpheling in derKirche zu Schletſtadt, ſeinem Geburtsorte, errichtet wor-den iſt, ihn„einen vortreſlichen Theologen nennt, derdie Jugend zu beßern Kenntniße, die Mönche zu einem hei-lizern Leben und die Staaten zu den betãzten Geſuͤzen und Ein-richtungen ermunterte:“ fo ſagt es gewiſ nicht zu viel.Unter den vielen Schriften, durch die er ſein Zeitalter eteleuchtet hat, nennen wir beſonders ſeine Rhetorik, die imJ. 1493 zum erſtenmale erſchienen, und vielleicht das erſterhetoriſche Lehrb:ich in Trurſchland iſt.— Er bat zu Frei-burg, Straßburg, Erfurt:c. ſiudiert, wurde zuerſt Priceſter zu Speier, dann Lehrer zu Heidelberg, und kehrte zu ·lezt in ſeine Vaterſtadt zurücke, wo er ſtarb.
Der edle von Niegger, ehemals eine Zierde von Freiburg,