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Der achtzehnte December.
. 440.Stahrenbergs Uebergang uͤber den Secchia. 1703.
-Gavoi:n hatte ſich zwar für den Kaiſer erklaͤrt, allein derHerzog war rings von Franzoſen umgeben, und die Kai—ſerlichen Fonuten ihm wegen Ueberlegenheit des Feindesund der Beſetznug der Paͤße nicht zu Huͤlfe kommen. Eu-gen war nach Wien zurückgegangen, und der Graf vonStahrenbꝛrg fuhrte die ſchwache kaiſerliche Armee an. Hierwars, wo er den kuͤhnen Zug über den Fluß Seechia un=ternahm, den Graf Albergotti, der ihn verwehren wollte,fit fix, und ſich den Paß zum Herzoge von Savoien gluͤk—lich uͤff nete.
Immer iſts ein Meiſterſt ck eines Feldherrn, im Unegeſichte des Feindes ſich zuruͤcke zu ziehen, oder uͤber einenFluß zu gehen. Daher Baniers und Schulen durgs Ruͤck—-zug uber die Oder, des Kronprinzen von Preußen auf dasRieſenaebuͤrge, Alexanders übergang aber den Hydaſpes,Caͤſars fiber den Liger,(die Loire) des Arinzen von Ora-nien über die Maas: c. eben fo beruͤhmt find, als gewon-nene Schlachten.
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Der neunzehnte December..FlUrban der 5. 1370.Der lejte Pabſt, der iu Avignon unter der Souveranistaͤt von Frankreich flurd. Von ſeiner achtjaͤbrigen Regisrung find folgende Umſtaͤnde merkwuͤrdig. Erſtlich erhöhteer die bisher nur zweifache paͤbſtliche Krone zu einerdreifachen. Zweitens iſt er der Erfinder der ſogenanntenAgnus Dei, denen er eine eben fo groſſe Wirkung, als dem