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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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)dere sonst gewöhnliche arten und ablichten geschehen müssen l dieses aber nicht von allen und jeden nach gebühr gedeutet'und auffgenommcn werden möchte; so wäre vielleicht zu^ Verhütung aller Ungerechtigkeit und unruhe der gemüther /_ dieses wenige vorhero / nächst dem/ was von den katzerge-

schitchenabsonderlichfolgensoll/wolmeinend zu erinnern-

2. Und damit ich so gleich von denen ursachenund ablichten sübst anfange;so mag ich wol öffentlich vor GOtt dem allgemeinen Richter bezeugen/ daß mein

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derlichs um eitler ehre / (deren gegentheil dem verderbten menschlichen sinnhöchstuöthigist /) oderum eines andern Vortheils willen aussdiebahn zubrin-gen- Noch weniger ist es geschehen/ jemanden mit einigen ihm etwan unanstan»dtgen bericht zukrancken/oderbasgeringstevergnügeninanderer leute Unwillen

und schaden^zu suchcn^^^^^ es GStt und allen wahren Christen gefällig

styn/ws jemand meyme/ es wäre ihm nunhiemit anlaß gegeben/ ein gezanckxanzufangen/und an statt des wahren gehorsams gegen GOtt und dessen ewigewarbeitcn sich um die schale der bloffenwissenschafft und Historie herum zu bess-sen-' Nachdem mit dindansetzung solcher verkehrten wolandere heilsame artenbey der Hand sind/wodurch die warhett beybehalten / und derftlben feinde be-schämet oder überzeuget werden mögen-

4. So ist auch durch diese Historie keines weges denen unnützen schwa-tzern/Heuchlern oder pralern erue thure aussgethan/dieses und jenes daraus insgehtrnzufaffen/daraumit auslassungdes wahren zwecks bloß ihre ergötzungzuhaben/einen M5cour.8 davon zu tormiren/einen zauckapsselzum mstumen auff-zuwerssen /oderfonstsich damit oder dawider vor andern sehen zu lassen.

$. Sondern gleichwie wir alle vor GOtt von unserm thun/ so wol hiernochimgewlssenalsnach demtoderechenschasst gebenmüffcm alsohatmirauchdtßfalsvordenaugenmeiuesgemüthsallezeitdicserhauptzweckgeschwebet/daßich überall glauben und gut gewissen behalten möchte- Zn welchem redlichenVorsatz mrr es alleinund einig um die bloss > lautere warhett zu thun war/ als nachwelcher ich solallge jähr eissrtgst und von gantzem hertzen geforschet/ die ich auchausGOttesewtger crbarmung gefunden gehabt- Und als mrr diese einmal sogarsüsseund selig worden/ konie ich freylich nicht anders/als derselben warhett/

aller vorgefaßten Meynungen/ menschlichen ansehen und teuschereyen/väterli-chen wessen /und wassonstendiests helle licht vcrdunckeln/ oder entnehmen /undalso der heilsamen lehre zuwider seynkan.

s. Da ich nun mitten lnvieser Untersuchung auch unter andern uberdieHi-storie gerieth/und mir darin ein so grosser vorrath von merckwürdrgen undun-bekanten dingen auffstieß: selbige auch nicht in blossen abstrafe« betrachtun-aen/sonderninwürcklicherconrinuirlicherprsxiunderfahrungbestundemsowur-W ich auch durch andere veranlasset/mehr zeit und mühe daran zu wenden- Daßich also zuförderstund tmansang/ denen ersten uraltesten fußstapssen derallerer-MCHristennachspürte/undthreergeueurkuudcuselbstvordiehantznahm: zu-malen ich sahe / wie bey denen folgenden und neuen Sentenz und Kirchenge-schichren/so garwenigder alten Unschuld und warhett zn finden wäre.

7-Ange-