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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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leute recht bezaubert/ und nicht allein gesagt/

mdwerstenhuMttJ chrm MnLttheit.

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diße

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sondern auch mit vielem gauckelwerck erweisenwollen / daß er etwas grosses wäre / v.$* 11.Welcher Hochmuth ihn auch triebe /den Apo-steln vor die wunder-gaben des H. Geistesgeld anzubieten / nur daß er sich damit wol-le sehen lassen/ v. 18. Und aus diesen umbstan-den mag die ungegründete erzehlung entsprun-gen seyn/als wäre ihm zu Rom auff einer in-sel in der Tiber eine ehren-säule gesetzet wor-den mit diesen Worten :

C T O DEO. Simoni dem heil. Gott » Dennes ist nunmehro bey den Gelehrte ausgemacht/daß es auf dem im jähr 1574-. ausgegra-benem marmernem grundstücke hiesse : 8E-^lOKll. 8^.^(-O» JDEO ElDIO.Wie es noch daselbst in der kirche zu8. Var°»EolomLi zu sehen / und von Erercule deut-lich gnug zuverstehen ist. (')

(d) Eulebius 11» c. i. Cyrillus Hierosolymitanusprocfcm. Catech. Ambrosius lib. II. de pcenit. c. 4.Hieronymus inEzecb. c.t6» (c) Pseudo.CIc-

mens Constir-, Apost. Lib. VI. Euscb. II. c. 13»Jrenaeus lib» I. C. 10. 30. (£) Edictura Theo-

dosii Imp* deNestoriams in Codiee Theodosia-»o. Conf. de Lucheranis Itcigius 1 . e. p. 39.

(g) Vid, Balsamon & Zonaras Scholiis ad c.*9. Apostolicum, & conf. Launojus Lib. de Eccl,Rom . Tr&dit. circa Simoniam öbscrv. j. seqq.

(h) Jrenaeus lib. i. c. zb, Augustinus de Haer.

c, 1. (i) Justinus Martyr . Apol. II» p. 69. 91.

jrenaeus l.c. Tertullianus Apol. c. 13. Eul'ebiusI l. c. »4. Augustinus 1 . c. Conf. Baronius A.XLIV. n. jf. Laelius Bisciola lib. XII. Subsec.fc. 8. Hallorxius Vita Illustr. Or» Ser. To. II.p. ;8i.

5. Wie aber die erzehlung von seiner lehreund Verehrung nicht eben so richtig ist/so vielweniger von etlichem anderm/was man ihmschuld gibt. Es heiffet zwar / er habe einseillWeib ^Elb / Helena genannt/ mir sich herum ge-' ' schleppet /und sie vor das geld / das er Perro.

angeboten / aus einem gemeinen hurhause loßgemufft; allein die zeugnüsse stimmen nichtüberein. (k) Ja andere machen gar einenMannllelenum draus/von dem die Simonia-ner auch Ileleniuner heissen sollen: ( 1 ) vieleWollen lieber eine geheime fache hinter diesendingen suchen/und meinen / Simon habe die-se Helenam vor die materiam primam aller diN-ge ausgegeben/oder auch die erste wrrckuiiF

wo - 7 ^ man gleichwol versichern will/ in ->abri.des^Uplters/diellelena aber Ist Minerva ; ge> WC. stalt angebetet worden, (n)

l T J nu ! haI ^ s ,? C Anima c - ?+ (I) ©eigeneslib.V» adv. Celsum. p. 2 7 i. ( m ) Tertullianus I. e. Augustmus 1. c. Justinus 1. c. Epiphanius, r * r». Hieronymus epist, a d Ctcsiph. adv. Pe-lagium. -

Helena

Helenia»

»er.

(n) TheodoritusÜb.L Hast. Fab. 'c.i.

& Auct. cit.

6 . Mcht gewisser ist/ was man liefet / wie sd er m,ker mit Petro zum ossrern soll difputivet / und Pctw gc»sonst certiret haben / wer diegrösten wunder-llntte».wercke thun könte / ja wettn auch einige Unter-redung zwischen ihnen geschehen wäre / wie

nach den umbstanden/dieEucas darlegk/fastvermuthlich ist; so sind doch die andern din-ge dabey ohne zweissel errichtet. Zum exem-pel: daß sich Petrus Mit ihm in einen streitüber den wunderwercken eingelassen habe:

Daß dieser vorgegeben/er wolle nun in den

Himmel stiegen / auch darauf wircklich in die"lufft gehoben / aber durch der Apostel gebet»herunter gesiürtzet worden. Akassen hierin-"nen gantz keine Harmonie der Scribenten ist/und die ältesten dessen gar nicht erwehnen.

Unter den andern aber schreiben etliche vonbösen geistern / die ihn in die höhe geführet ..harten: andere von einem feurigen wagen. Ei- Seinnige wollen / er sey gleich enrzwey geborstenund auf der stelle blieben; andere/ er habe nurein bein gebrochen / und sey erst hernach ge-storben (o) So kan man auch des 8 veronübericht hieher nicht so füglich ziehen/der einesIcari gedencket / weicher zu veroni; zelten ei-nen solchen stug in die lufft thun wollen/abcralsbald sich zu töde gefallen / und den Käystrselbst mit seinem bim bespritzet habe.

(o) Autor Constit. Apostol. lib VI. c. p. ArnobiüSlib. II. adv. Gent.Cyrillus HierosolymitahusGa-tcch. VI. Ambrosius lib. IV 4 Hexaüin. c. 8. Sul»pitius-SeVer. lib. II. Pteudo EgesippuS lib. III.de Excid. Hserofol. c, 2. Isidorus Chron. p. 268.Svetonius Merun, c. u.

7. Alle diese eezchluNgen lausten doch end-lich dahinaus/ dz oie Scribenten seinen schreck-lichen Hochmuth haben groß machen wollen/weil sie einmal in ocr Ap/st. Geschichten-solche(tUaraLkeres VVN ihm gesunden. Dit ÜbrigtUihm beygemessenen lehren ließet man Nur beyneueren auäonbus, die ihm/weiß nicht mit

Uttdintennonjemesgcmlwhs genennet/wel- was vor gründ / solche satze zuschreiben / wel-

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3-che von ihm/als dem höchsten varcr ausge,3gangen/und in diese umer - weit kommen wa-»re. Sie hätte daraus die engel / als die ur-heber dieser weit erschaffen/ wäre von densel-»bigen gehalten worden / und in allerhandweibliche corper gefahren / auch zur zeit desTrojanischen krieges in der btrühmtenHelenagewesen» Er aberhatteendlich sichvott dermacht der enget frey gemacht / und wäre des-wegen in dieser menschrn-gestalt kommen/da- , .. . .. r

mit er jene desto besser berriegen können» (m) oderzeitrn gedachthaben/die von ihnensollen

cye sie an den folgenden katzem dadurch destoleichter verdammen können. Indem sichdoch die gemüther alsbald davon abschreckenlassen / wenn sie hörten / daß der zauberer underk-kätzer Simon davon Urheber wäre» Alsosetzet man ihn unter diejenigen forme an/wcl-"che von zwey Principiis geredet / die in"Keine»-öJÖtt seyn sollen. Item: er soll den.ur-«bngwsprung dieser welt von den bösen fi'affmv 1 leijrauhergeführet; auch sonst von acht Aüonibus"

welche und dergleichen,abgeschmackte dingemehr mit recht unter Theodore« kätzerischenfabeln Mit paffiren können / weil es doch nichtsanders als fabeln sind. Und gesetzt /daß Si-mon alles also vorgebracht härte / so weiß ichdoch Nicht/ ob ihm ein einiger mensch das ge-ringste davon würde geglauber haben / da erdoch so viel anhänger auch von vornehmenhatte» Am allerwenigsten ist er von vernünff-

bochgehalten/ oder/wie man wol dazu se-tzet /angebetetworden seyn. (?) Nichtweni-"ger soll er ein unendliches wesen und macht"erkannt haben / welche zweyerley wirckun-"gen habe / deren eine man spüren und ft-«hm könne / die andere über verborgen sey."Aus jener waren wiederumb dreyoder verknüpffungm entstanden / das ge-"mürh und seine gedanckm/ die stimme und»

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