Th.i-B. i. C. v. von denvomehmsien lehr-punctcn
LHristi
eigene
Worte.
-rai>r i. wie er hernach auffkam / in den ersten zeiten das*i§c. geringste bekant gewesen ist / da dennoch diewahre und unbetrügliche krafft des H. Geistesselber denen Gläubigen zum Canone und zur re-get diente/und gnugwar/ohne beysorge der Irr-thümer oder streitigkeiten.
6. Jmminelst ermahneten doch auch dieApostolischen mäner diese schrifftenfleißig zu le-sen und zu betrachten. Davon zu sehen Clemensp. f 8.6 1. Jgnatiusp.8.i8.UttDPolycarpus inSeöleMoyne edition p. f 8. 6i. Ignatiusp.8.
9. Wozusiedermauch die hülste des H.Geisieserforderten /daß die gebore des HErrn inihre hertzen geschrieben / und in der furchtund rvarherr angenommen würden/nachdem sieeieffhinem gesthauetgehabk/wie Clemens von allen Worten GDttes/ steseyen geschrieben oder nicht/redet p. 4. 27. 68.Gleichwie kolycarpus saget / derjenige seyder Antichrist/ welcher dre worre GÖt-xes verdrehe auss ferne eigene löste. In-sonderheit aber empfohlen die ersten Lehrer denEvangcli- ihrigen p. 8. das Evangelium / und zwarum. abermal nicht die äufferliche bucher und buch-staben / sondern sie nennten das Evangelium
mit ignatio die Vollkommenheit der Un-sterblichkeit/ welches etwas fürtrestlr-ches vermöge / nemlich die zukunfft/ lei-den und aufferstehun« CHristi . Daherodrangen nicht allein die Apostel so sehrauff dieeigene worre/ lehre und gebore LHrrstr:Ap.Gesth. xx.zs.Lpb. iv. 14. Col.iv. 16.-.Epist. Ioh. v. 9. sondern auch ihre Jünger.Clemens saget / ste folten doch am meistengedencken an die worre desHErrnJEfü/welche er gesprochen und gelehrer habe.Und kolycarpus p. 17. und 60. Sie foltengebencken / was der HErr gefager hätte /und ihm dienen mit aller furchr und gur-willlFkeit ' gleich wie er befohlen hat unddie Apostel / die ihnen das Evangeliumverkündiget / wie auch die Propheten.Daß also diese Männer die Schriffr hoch undtheuer hiclren/aber doch/wie aus andern Mit-teln ihresheyls/also auch aus diesem nicht mehrmachten / als sie in der that von GOtt geordnetwaren. Dahero nur auffdie krafft und denGeist sahen / und sich nicht mit dem blossenbuchstaben von dem wahren wesen im gering-sten auffhielten/oder mit häuffung/amiehungund vernunfftmaßiger erklärung vieler spräche/redensarten und Worten die krafft selber hinder-ten. Wie die gottlosen und Heuchler thun/diedas wahre wort GOttes nicht haben.
Wachs- 7- Im übrigen kirnten sie bey solchem ver-thun, der haltmnicht allein in der erkantnüßGOttes underkantvüß.CHrM wachsen/sondem auch fest und unbe-weglich seyn. ignarius schreibet von der artinsgemein : wer das worr LHrrstl besi-tzet/ der kau auch warhafstrg srine stimmehören / damit er vollkommen sey. Undvon sich selbst saget er: Er sey nicht in allenstücken gebunden/und wisse die himmli-sche dinge und die englische ordnungenund die gefetzten herrfchassten des sicht-baren und unsichtbaren. Clemens fordertvon den Christen / daß sie IN die tiefster derGöttlichen erkätttnöß hinein schauen sol-len. Lobet auch von ihnen dievollkomme-neuttdimbemegliche erkäntuüß/ welche
an ihnen selig gepriesen worden. Und^hxIgnarius sagt von der gewißhrir desglaubens- bi^c.grundes / wie er in den C hriftenlag / sie ließen Gcwis.sich nicht bekriegen/denn sie waren gantz^"GOttes eigen- Von sich selbst gedencket ergleichfals / sein geist lasse sich nichkverfüh-ren/denn er habe ihn von G Ott empfan-gen- Dieser wisse/ von wannen er kom-me/ und wohin er fahre/und straffe dasverborgene, irem, er lüge nicht demHErrn / und der HErr lüge ihm nicht/daß er also in seinererkamnüßgcwißsey. Unddeswegenwares müglich/daß sie sich selbstlehren konten / wie sie in 6em gebor desHErrn wandelten als kolycarpus forder-te. Denn diese erkanmüß würckere in ihnen /daß sie auff seinworr sorgfältig achrhac-
seine geböte und bef hle starcketen (weiles nemlich ein lebendiges wort und kein todterbuchstabwar) in fernen worcen ailezertge-horsamlich IU wandeln / Nach Clemenrirausdruck.
8. Sovielvondemgrund UNd principio ih-Ihrelkh,res glaubens. Betreffend die iumma ihrermivoulehre sclbst/soredetenste erstlichvon der Gotk-^"«heit gantz anders / als man hernach aus men-schensatzungen anfieng. Sie nennetendabey/aus Matth.XXUX. 19. den Vater/Sohnund H.Geist (steheClem.p.6o.Ignar.p. zz.
78.) jedoch daß sie/ wiedieApostel/ meistensdes Vaters und Sohns alleine gedach-ten / selten aber des H. Geistes / desten Ur-sache hier nicht zu erörtern ist. ( sthe ignar. p. r.22.2z.28.4-. und77.) VonLHristo inson-derheit richteten sich dieJüngernach der Apo-stel ausdruck/und wüsten nichts von den her-nach eingeführten wörtem der Dreyfalcrg-keit /Person/ Selbständigkeit/-,^-//^,und dergleichen. Vielweniger hatten sie einenunlautern oder gar abgöttischen begriff vondem göttlichen wesen / wie hernach die verdor-benenChristen zu grossem argernüß derJüdenannahmen und ausdruckten. Da die Lehrernichrwustm/wiesie mit ihrer vernunfftund ei-nem Haussen kbilosopbischcn einfallen undkunstwörrern die Gottheit ausmessen / beschrei-ben /und andere ihnen nachzusprechen gnugzwingen wollen. So bekanten nun jene von PonLHristo / daß er warhafftig GOrres Sohn CHrifi».sey/sein ewiges Wort (ignar. p. 2.3 und49 ) der ausschern und das fcepter feinerMajestät/ (Uemens p. 20. 4.) daß er auchvor derzeitderwclt beymVater gewesenund am ende erschienen / ( Ignar. p. 47.)afctv auch nach seiner herffchaffrdas reichGOttund demVaterwiederum übergeden/und ihmselber Unterthan seyn werde/ auff daß GOttalles in allem sey/aus i.Cor.XV. 24.29. Fer-ner nennten sie ihn auch GOtt (ignar. p.30.
39.770 weil in ihm allesülle der Gottheit leib-Hafftigwohnete/Col.n. 9. und derVarer ihngeheiliget und gesandt hatte / wie er sich selbstdiesesnamenswegenvertheidigte/)ob.x.z4.f.Jnzwischmhatten sie doch mit Paulo nur ei-nen GOLL/ nemlich den Vater /und ei-nen HErrn JE sinn Christum/ i. Cor.HX.L.wieerselbstgelehret hatte/ daßder Va-ter allem wahrer GOtt sey/und JEsum
CHriftum