56 TH.I.B.N.C.I. von Vermehrung und Verfolgung der Christen
tet hatten. In der letzteren aber ward ihnen"biß cc. der garaus folgern 3 gemacht / nachdem ihr 6N-führerbar Lhochdainiteinerunzchlichenmen-ge auffgeriebenwar. Sie wurden alle aus demgantzcn Jüdischen Lande ausgebannet / unddurch viele und unerträgliche Prelldren üm ih-rer boßheit willen vonGOtt auffs nachdrück-lichste heimgesuchet. Welches denn nicht nurviele etwas besserszusuchen/und bey Christozu finden/antriebe/sondern auch denenChri-sten viel Vortheil gab. Welche aber noch imUnglauben blieben/die bcmüheten sich nicht we-niger ihnforrzusctzen/gleichwie ihre vorfahrenin die gantze weit wider Christum schrissrenausstreueten. Und dahero richteten sie ihreÄhre Schulen auf / sonderlich zu Jafna oder Jamnacjcpwen. unD^uTibciiasaio» dannen sie bald nachBa-bylonien weichen musten. Woselbst sie auchihre satzungen durch R-rbbi Jehudam in denTalmud zusammen tragen/und ein syftema in6 . theilen daraus machen liessen / welches her-Taimud nach in Babylon erst fertig / und mir derOe-caJ ° ni " mara oder erklarung ihrerLehrerversehen ward.Lem'ara. Also verwahrten sich gleichsam die Juden wi-der das Christenthum/daß ihrer vondieserzeitan wenigere als zuvor dazu kamen / nachdemman zumahlen die Jüdischen und gesetzlichendinge/ so bisher um ihrent willen beybehaltenwaren / daraus geschaffet hatte/wie EusebiuslHlt>Sulpitius Severus melden.
(Lib.IV. c.6. &Lib.Il.Hist.S. )
8. Mit den Verfolgungen aber fing es schonaunae» * n diesem seculo wiederum unter Trajano an/der Ldrn wie es im vorigen auffgehöret hatte. Dennftcn man siehet aus dem gedachten Schreiben desimewT»- piinii, daß selbige versolgung aus den ange-lt- regten Ursachen herkommen ist / welche auchhefftig und lange genug war/ob sie wol nachund nach etwas gelinder mag worden seyn/nachdem man die Unschuld der armen leutemit Händen greiffen konre. Zu erst fieng manan vonhoffe aus durch alle Provincim mit denscharffesten befehlen aus die Christen hinein zustürmen. Man verboth alle gesellschaffccn undzusammenkünffte / sonderlich die nächtlichenVersammlungen. Daraus fielen die Presiden-ten in den krovincien aus die armen Christenloß/und suchten alle arten der straffen wider siehervor. (H) Der gemeine mann meinte dabeysreyheit zu haben / wider die zu toben / denensie lange gerne beyzukommen gewünschet hat-ten ; indem sie sich von den Christen hochst-beieidiget hielten/wenn diese etwan ihre freun-de/ verwandten / gäter / ehrenstellen und der-gleichen nicht mehr achteten und etwas bessersbey Christo genossen.
(h) Eulebius III. 32. SuipiciusScver.lib.il. Orosiuslib.VII. e. 12. Hieronym. deScr. inSimoneCanan,
Märtyrer 9. Die bekantesten Personen aber / welcheöiebey üms leben kommen / waren zu Jerusa-Cleopha lern Simeon Gleophas söhn / der unter dem' Lands-Hauptmann in Syrien Attico , da er120. Jahr alt war/gekreutziget wurde / ohnezweiffel nebst vielen andern gemeinen leutcn /die man nicht so genau angemercket hat. (0Im dritten jähr der regierung Trajani wurdeci«ven5. jcfycrt Clemens der Römische Zlussseher hinge-richtet/ von dessen brieff bereits oben Meldunggeschehen ist. (E) Wiewol manebenvonderart seines matter -rodes nichts so gewiß jagen
kan/ daß er nemlich nach einem zweyjahrigen^^^exilio in Chersonneso mit einem aneker / dendißce.man ihm an hals gebunden gehabt / in dieSee geschmissen worden wäre. ( 1 ) Vonlgnatio aber ijts desto gewisser/daß er im ja^v ignatius.Christi 107 von Antiochia aus nach Rom ge-sanglich gebracht /UNd daselbst int Amphithe-atro durch wilde thiere zuriffen worden, (m)
Wie denn seine worre vor der matter in seinembrieff an die Römer sehr herrlich und merck-lich auch in der Teutschen Übersetzung zu lesensind / welche auch viel umstände hiebey erläu-tern/ und deswegen von andern Scribentm sogerne niederholet werden, (n)
(i) Egeiippus ap.Euieb. III. c-32. (k) Eusebius III.
c.34. Hieronymus de Scti. c. i). (l)Mar-tjrologium Roman. & Adonis d.2j.Kov. Gr«-gorius Turonensis dc Glor. Mart. c.35. Nice.phorus lib. 111. c. 18. (n.) Eusebius 111. c. 36.
& in Chron. Ann. X. Traj. Hieronym. de Scr.c. 16 Chrylbitomus hom, 4a. in Ignatium. (n)Eusebius I. c. Irenaus 1. V. c. 28. H.eronym.
1. c.
10. Man will auch über diese von vielensoldaten sagen / die der Käyser üm des Christen-thums willen aus der Armee heraus lesen/understlich nach Armenien relegivm/ hernach beyihrer bestanvigkeit gar niedermachen lasten, (o)Welches aber eben so ungewiß ijt/als was in
dem Römischen Märtyrer-buch von dem A-Unlckm.
nacleto, Rufo , Zohmp, Oneiimo, it. beyM^EN?'Kicephoro von s. Jungfrauen stehet/welche^»zu der zeit sollen verbrannt worden jeyn. Un-terdessen ist gewißlich diese versolgung sehr heff-tig gewesen / obgleich Trajanus die Christennicht alle auffgerieben hat / und da er sonstendie mächtigsten völdker bezwingen können lgleichwol diese arme leute nicht zu tilgen ver-mocht. (x)^Die Veränderung aber seines be-sehls von gantzlicher ausrottung der Christenweiset/wie gleichwol auch dieHeydc sich endlichgescheuet und geschämet/ unschuldige leute bloßüm ungegrünveren Verdachts und anklagenswillen zu krancken. Welches doch wol vonvielen nicht einmal geschiehet/die sich vor bes-ser und klüger halten als Heyden und Unchri-sten.
(0) Baronius A. CIIX.t.a. c Menoiogio Graco.
& ad Martyrolog. Rom. d. 22. Jun. Martyrol.jpsum d. s.Lcpr.is. Eebr. & 13. Jul. Niccphorus.
III. c, 23. ( p) Theodotitus lib. IX. Thera-
pevt.
11. Nachgehends hat nun der Käyser A- Adriantdrianus, wo nicht selber/und überall und durch- Mrfol.gehends / doch hier und dar durch andre dieguog-Christlichen Gemeinen verfolget. Unter ihm
hat der Proconsul in Asien , Arrius An-toninus, sehr gewütet/und da sie sich alle vordem richrplatz zur marrer angebothen / etlicheümbringen lassen/ zu den übrigen aber gespro-chen : <l> il)r elende leute/ wölk ihr ja"sterben/ so habt ihr ja gelegenheit gnug "euch zu rode zu siürtzenoder zu erhcn-"cken. (g) Wie man denn auch zu Rom ei-ne solche grabschriffr gefunden hat von einemMartyrer der unter Adriano fein blut undleben üm Christi willen dahin gegebenhak. (YTTÄM. PRO. CHO. CÜM.SANGVTNE. CONSUMSIT.) (r)Zugeschweigen/daß daselbst Evaristus und A-lexander als aufffther sollen hingerichtet seyn.
Und diese versolgung haben in etwas gelin-
<r
kl!
a
lä:
ck
tjiä
te
lp!o
|iii
Bi
tSe