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Th.i. B.u. C.n von den Lehrern und ihrenvemchtungen/
Jahr c. jungen Christen und das grosse werck der tkrobiß cc. mst'in: > Dimnncn ai{er()anD fachen untereinan-der erkläret werden, Dasmeijle istzwaraussd>ekatzerangesehen/dieei herumnimmt.^ Umgeachr ihm andere auch vieliwrhümer überse-hen nmssen/da er sonst endlich von vielen nöti-ger^ siückenNachricht giebt.
(u) tuacbiu,-. V. c y lü. Vi. c.z.ir. lticron^musJ.c. (e f Eulsbuis VI.-c. 11.
Fehler dcr 6. Dennvondicsen und den übrigen LehrernLehrer- ist wol zu mercken / wie sie gleichwol offc so an-stößig UNdUngleich V0N 'I deologischen materi-cn reden/als kaum manchmal diejenigen ge-than haben/welchemannachgehendsvor katzererkläret hat. Das nrachre/man sahe noch da-mals bey der übrigen crsieneinfalrmehrauff diesachen/aufdie ausübung und den sin der lehren/alsauf den blossen äusserlichen ausdruck/wie erEinfalt in Worten geschahe. Manliefse sichviellieberder lehre- und sicherer der regierung GOttes über in be-schreibungGöttlicher dinge/als daß man sichnach dieses oder jenes Lehrers einseiriger vor-schnfft gerichrer harte. So wüste man auchvon keinem gewissenszwang in religion-undglaubenssachen / von keinen vorgeschriebenenFormeln/ bckanmüffen/llyillemalibus und der-gleichen ; sondern die regierung des H. Gei-stes war ihre regei/und die schrifftc der Prophe-Bcschri» ren und Apostel waren ihre anführer. Unddenheitze-weil die wahre liebe noch unter den Christen
keodcll lX " dassceprer führete / so hörete man noch nicht sorrüvk»' von urtheilen oder verdammen dessen/deretwa in einem oder anderm wort gesichtet hatte.Zumal da man mit den offenbaren Widerspre-chern und gottlosen/wie auch mit anderer nö-thigerer arbeit schon zu thun gnug fand. Sum-ma, man folgere dem exempel G-Ottes selbernach/der so viel schwachheilen und irtthümeran den seinigen überstehet und abthut. Des-wegen ließ man es bloß auff eine liebreiche brü-derliche ermahnung nach derselben stuffen an-kommen/wenn ja einer über dem andern lcruxclbekam. Welches denn aus den übrigmschriff-ren der ersten Apostolischen zeit klar ist / da im-mer einer des andern gaben rühmet/ keinen aberwegen bedencklicher reden odermeinungenver-wirffr / sondern in betrachtung seiner eigenenschwachheit/ und / daß andere mit ihm auch ge-dulr haben müssen / vielmehr auff die zeichen ei-nes lebendigen glaubens gesehen und gcdrumgen hat.
Ungewisse 7. Beydenzweiffeihafftenunduntergejcho-schnfften. sxncn büchern dieses seculi ist nicht der mühewerth sich auffzuhalten / indem der wahre be-DttRb- vichr davon fast unstreitig mehr ist. Die er-Ä* dichteten brieft der Römischen Bischöffe ver-ne. sich bey einem gescheiden Leser alsbaldselber mit ihren gauckeleyen. Wie sie dennnoch zuletztneben andern der berührmeLIoncic!ausss aLcurareste durchgenommen hat/so daßnichts auffrichtiges imD glaubwürdiges mehrdaran blieben ist/ und ihre liebhabcr selbst diefacheverlohrengebm- Was die altm/sonder-lichL!emen§/tlex3ncl'.inu5,von den überbliebe-ncnschrifften der Patriarchen/ Propheten undApostel anfuhren/halt zwar meistens viel gu-tes undnachdenckliches in sich/ist aber hier zuweitlauffkig zu untersuchen. Von den 8. bü-Gkbylle». cheen der verse / wie sie denen Sibyllen zuge-schrieben werden/ist bißherpro und contra fast
überstüßigciisxuriret worden. Gewiß ists/Ighr 0.daß sie in diesemleculo bekam und meistens be- i>tp cc*liebtgeweftn/weil ihrer schon juftinus. i renx-us , i heophilus Antiochenus » UNd htMachLlemens Alexandrinus si) deutlich gedeuckm/der folgenden/als haLgntii.Lukehii und ande-rer/nicht zu gedencken. Welche manner dennsich nichr dran gekehret haben / daß diese verseund werffagungen insgemein von einem weibeherrühren sollen/ oderdaß sie so gar deutlich vonCHristo reden. Masten ihnen wol bewustwar/wicsiedencn klügsten undgelehrtestenvorCHristi geburt/und also vor der erfüllung mehrals zuounckel vorkommen/ als man bcymO-cerone anmercken kan/ der zugleich viele kenn-zeichen davon an tag leger / die noch indemübrigen eintreffen. Und har man eben keinengründ entwcderaus deithijiorien oder aus demsinn der gedachten aussnchtige ersten kirchen-lehrer zu argwohnen/daß sie dieselben denen yey-den durch einen piamkraudern oder gute a bsichrharren erdichtet und also vorgeleget. Indemsie viel zu vorsichtig waren/als daß sie bey enr-deckung solches berrugs die lautere warheit / diekeiner list brvarff/alsoproMruiren und inge-fahr setzen sollen. Zumal da man insgememklaget / wieviel ungereimte/ anstößige/ za irrigedmge darinnen stehen / welches vielleicht ebendie Ursache seyn kan/ warum man sie nicht voralt gnug erkennen will.
8. So viel sey vondenbekanresten Lehrern Derkehmselbst zur nothdlirfft gesaget / deren erkanmüß vccchaf.uns von dem stande der Gemeinen selbst viel siM- ■weisen kan. Aus dem demüthigen und sanff-
ten Wesen des ignatii.Polyctipiugö andererauffrichtigen Jünger der Apostel lasst sichs si-cher schliessen/daß sie keine herrschaffc überdasvolck begehret. Noch vielwmiger haben sie Demuth»sich über ihre Mitarbeiter erheben können/dadieser Hochmuth allen ihren dienst am Wort be-flecket und gehindert hätte. Well also derApostolische und lauteregeist noch in vielen seinwerck harre /so gieng es nretstens nach dessen re-gierung m den Gemeinen zu. Da gab es noch Wunder,allerhand wundergaben / so daß auch noch gaben.
Quadratus , Ammias UNd andere als rechte
Propheceund Weissager in diesemteculogerüb-mtt werden/ (5) mit denen es gegangen/wieim vorigen buch erwehnet ist. So liessen sichauch damals noch solche Evangelisten und aus- Evaugeli«serordenrlichelehrervonGDltaussenden/wel-d)t die lander der heyden besuchten / und CHri-stum allda bekanr machten. Also daß auchgegen das ende dieses andern seculi noch der-gleichen gewöhnlich war / als wir schon von^ant-eno vernommen haben, (h) Diese mach-rensaber/ wiedieApostel/daßsie dmenneube-
kehmnGemeinengewisseLehrerfttzten/undsie
aljo drmHErmvor ihrer abreise empfohlen.
C) ^?oiUnaiius ap. Eusebium V, c.i^ (h) Ibidbc, 9 -
9. D iejcnigen welche ordentlich zu einer Gt- DeMmmeine bestellet waren / behielten nun meisten- orMog.theils die erste heilsame weise/ daß nemlicherlicheAeltestenvorstunden. Und zwarmsol-cher anzahl nachdem der zuhörer viel oder we-nig warm. Die Christen waren selbst mit deremfalrigsten art in allem gerne zusi ieden/ und
die statige unficherheit ließ ihnen keine gedan-cken von einem aufferlichen ,iaar zu. Die