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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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und imwm m dem andern^chMndert.

ren.

Iabr c. nicht der seelenzugeschrieben. Ob auch gleichd,ß cc. er/ und zum wenigsten seine Jünger / die Meli-Mciitancr. tanci'/ das tausendjährige reich CHristi geglau-bet. (b) Massen sie ihn nebst Tertulliano , derein gleiches gelehret hat/ deswegen nicht vor ei-nen kätzer halten / weil er vielleicht durch denleib die natur und das wesen GOttes möchteverstanden haben; (c) durch welchegütigeartdie Meinungen zu erklären/mancher könteausder rolle derselben heraus genommen werden/wenn sie nach Christlicher Pflicht gebrauchetTatianui, würde. Allein Tatianus, der sich durch seinearbeit um die Christenheit nicht weniger alsdeliro verdient gemacht/hat ein ander urtheilleiden müssen. Zwarsolangc eiJuttinc» Vlar.r)-ri in allem gefolget hat / rühmet ihn jeder-man garsehr/da er auch nichts dergleichen vor-gebracht/ (d) nach dessen tod aber soll er sichvon den andern abgezogen / und andere Mei-nungen bekant gemachet haben. Welchesman denn seiner hossarr zuschreiben will O'»'-juxt, ab) daß er sich eingebildet/entwe-der/ daß er nun auch ein sonderbarer lehrer müs-se heissen/ oder weil er des berühmten Juftinischüler gewesen / und also etwas bessers wäreals die andern/ oder auch /weil er imdocirenSeiuelch-geschicktundberevrgewesen. (e) Und daher ha-be er nunsolcheunsichtbareLvnaLgelehret/wieValenti NU5, (F) ob er gleich diesem sonstschwerlich in allen Puncten wird nachgegangenseyn/wie einigewolvorgeben. (g) Zum wenig-sten hat sich kliilaUrius so wol hierinnen/als inder zeit verirret/ da er ihn zu Mardonis Nach-folger / und zwar nach des Decii verfolgung/machet/ober wolin dieso.jahre zuvor/schonunter VI. Aurelio , bekant gewesen ist.

(b) EutebiuslV.r.26. Gennadius dc Dogm, Eccl.Origencs ap, Theodoricum quast. 20. adGen.Augustinus har. 76, (c/ Idem har. 86.&lib X.

de Gen, ad Lic. c. aj, (d) Irenaus üb, I. c.31.(e) Hieronymus Catal. Scr. Eccl. (f) Idem &Eufcbius i V. c. 29. Clemens Alex. ström, 111 . p.4Ö5. Epiphan. har. 4 6 . (g) Appendix Tercul-

liani deprafcr. c.ja. Philastrius har. 46.

59, Die vornehmste anschuldigung wider.. ihn i st diese / daß er die ehe vor eine hurerey undverderbtes wesen gehalten; (-ps-?«") (b)wobey denn mcrckiich gedacht wird/ wie er ei-nen unterscheid gemacht habe/zwischen demalten und neuen menschen. Dahero er folg-lichvonjenemgeredet/undalso die ehe derun-wiedergebornen vor sündlich geachtet hat.Epiphauius kan ihn hicrinnen mit nichts an-ders widerlegen/als daßer schleufft: VarianusHabeja selber selig werden wollen/ ungeacht erauch aus solcher ehe geboren sey. Drumsey jadie ehe nichts verwerffliches. Da er denn auff

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Von derehe.

Vom

Wem.

keine Wiedergeburt und Veränderung der ver-derbnüß siehet/nach welcher allein die wieder-gebornen selig werden/ ungeacht sie aus einerunreinen ehe entsprossen sind. Und so mag esauch mit den andern sahen bewandt gewesenseyn/als da er den Wein vor schädlich undun-zulaßig gehalten /weil er auch so gar im A. T.den Nazareern verboten gewesen seye. Welchekätzerey zum wenigsten noch leidlicher hat seynmögen / als derer / oie bey dem greulichsten miß-brauch aller crearuren/dennoch bey derweltvorrechtgläubige und Christen paffirem (i) Ge-stalt man aus der klage Epiphanii siehet/daß

am .Listen geärgert/ und deswe-Ichr c.

und EncratitM gehalten biß cc.haben /weil sie bey diesen einzüchtig und maßi-ges leben gefundm» Aus welchem allem auch EiLknt.klarwird/ daß Tatisnus stibst nicht aus Hoffart/sondern aus trieb seines gewissens/ diese lehrebekant habe; indem er dabey der Wollust lie-ber entrathen/alsjenes verletzen wollen: auchwol aus andern exempeln gesehen hat/daß diese Unrechtebekantnuß ihm wenig ehre/ sondern vielmehr anklage,schmach und verstossung bringen würde.Weswegen auch die beschuldigung der citelttehre/bey ihm und vielen andern erklärten-tzern sehr mißlich und ungegründet ist / zumalwenn die Smbentm keine sichere kennzeichenvon diesem lasier beybringen / welches aller-dings bey so wichtigen anklagen nöthig undmöglich ist.

(h) Epiphaniushar. 46. Irenaus ap.EuIebium IV.c.29. Clemens III. ström. p f 335. (i> Hiero*nymusComm.ad AmoslI. 12. Epiphanius l«c»

4 °. Sonst wird ihm auch diese particulil'r°xinwn zugeschrieben / als wenn Adam nichthatte können selig werden: (k) worinne dochauch andere mit ihm eingestimmet haben. Inder vorgedachten lehre und praxi aber/habenihm dieEncrari ten oder enthaltende) Encrarirell

fleißig nachgefolget/ von welcher parthey dieses cnr W'zuförderst merckwürdig ist/ daß sie nicht auff^»blossen speculationen und leeren Meinungen be-ruhet hat/worinnen sonst die katzereyen bestehensollen/sondern ihrelehre mit der that bewiesen.

Also daß man bey den8cribentenso leichtlichkeinen vorwurff findet / als ob sie nicht wircklichsich von denen dingen enthalten hakten / die sieeinmal vor unzulaßig angegeben. D enn wiesiediekeuschheitund den ledigen stand/als gut Keusch ,undlöblich gerühmet/alsö haben sie auch wirck- kett.lich darinnegelebet/ und sich der ehe enthalten/wie ihnen ihre wiederstrcher zeugnüßgeben. ( 1 )

Ob sie gleich dabey setzen / ( doch ohne beweist)siehättens nichtgerhanausliebezur Mäßigkeit/sondem aus furcht vor der verdammnüß.Jmgleichen/sie hätten den teuffel zum Urheberder Hochzeiten gemacht/da siegewißlichnur dieböse lust und verderbnüß/ die darinne bey denunwiedergebomen herrschet / werden gemeinethaben / nicht aber die Hochzeiten oder ehen ansich selbst. Welches eben auch bey ihrer ent-haltung von dem fleisch der thierezu mercken ist/ ZWob sie gleich dißsals der fachen zuvielgechanha-^"'^°den möchten.^ Dahero denn alle beschuldi-gung hinweg fällt/als ob sie die creatur/ (wo-von sie vielleicht auch Lreanren heissen) C m ) an Crearictn«,sich selbstund in ihrem wssen vor böß oder teuf-lisch gehalten/und denSchöpsser damit gelä-stert hätten. In betmchtung/ ja gar leicht un-ter dem wortftreit und wiedeispruch einige an-stößige reden gefallen seyn mögen/ die man her-nach auffgefasset/ und vermehret/ wie es ins-gemein in solchen fallen geschiehet.

(k) Irenausl.c 3 i. Tercullianusl c. c.f}. Euleb.

1 . c. Epiphan. 1 . e. Philastrius har. 4?. ( 1 )

Epiphan. har.40.47. (m) Honorius Augusto-

dunensis har. 40.

41, Aus der Meinung aber/ daß der we-n^ass^unzulässig sey / ist erfolget / daß diese leute im im Abend-Abendmal an statt desselben wasser gebrau-mol.chet/ daher sie auch Hydroparastatse und A-Hydropa.quarii zugenamet werden. (n) Und mag wol7»m-

selbst slrthprp fwm A< l u * rlf

vicle sich in folgenden zeiten an dem bösen leben' seyn/ daß da Tatianus selbst oder andere bey