sonderlich unter Constantino M. kZ7
kennet:». Die welk mit ihren Wollüsten /ccc. y Hochmuth und gertz sey von ihm mir §e-biß », walt damals in diekirche gebräche undeccc. ^geschoben worden, (p) Item : Es habe», aller übermuth und Üppigkeit auff em-„mal unter den Christen überhand ge-„ftommen / daß hernach kein steuren ge--»holffen. (q) Daß diese und andere wahr ge-urtheiler haben / ist aus vielen Urkunden gewiß.Zum wenigsten hat er erstlich in die 6. jähre bißArme> 31A. oderziz.regieret/ehe manvonseir«er Veränderung etwas zu sagen weiß. Undhernach fieng er an die parkhey der Christen zuhalten 1 bloß aus einer politischen staats-maxi-nle> damit er desto besser von dem Reiche Mei-ster werden könte / wie man mit gründ schliesset.Maxcnm (0 Wie auch der tyrann Maxentius selberstchderstcb anfänglich/da er gerne Herr gewesen wäre/an-luag/ siellete/als wolte er ein Christe werden/nur da-
mit er einen eingang in diegemüther der Unter-thanen bekäme / und sie mit söffen Worten ein-schläffern könte / biß er ihnen das seil über dieimRici. Homer gezogen hatte. («) Ia Licinius selberdu. machte den Christen zu gut üvorable Verord-nungen/ und verdiente/daßihndieChristen ei-nen Urheber des friedens und der gottseligkeitnenneten. (t) Indessen blieben sie doch beydenach wie vor tyrannen und ungläubige leute /und sind deßwegen nicht vor Christen zu halten»
Benedictus Presbyter ap. Sandium lib. 11 . H. E. ink,(o) Rittershusius lib. VI. Lest. S, c. 17. (p)Zieglerus prsef. dc Epise. (q) Spanncmius ln-trod.H. E.Sec- IV.p. ioj, Consentit Per. Cuna-US pkef. ad Julian, Cacs, (r) Scaliger. 5 pan-hemius I, c. p. 35}, Leydeckerus Hist» Eccl. C.XVII.p.jiI. (s) Euscbiusl IX.c.26. (t) lbid.C. 29. IX. c. 8.
4» Was bieScribentm insgemein zum be-weist desChristenthums von Constantino auff-Seiüe weisen/ ist sehr mißlich. Die fabel von seinerkaujft. taufte im ansang der regierung findet nicht ein-
mal mehr bey ihren vorigen erfindernglauben/da man den leutenweiß machen wollen /Con stantinus habe den aussah gehabt/und sey vondem Römischen Bischoss Sylvestro wunder-barer weise grheilet/ auch darauff gläubig undgetaufft worden. Daß auch sein vater Con stantius nichts weniger als ein Christegewesen/und dieser deßwegen von ihm nicht dazu sey an-geführet worden/ist im vorigen capitelausge-machetworden. WiewolEustbius Constan-tim Christenthum daher beweisen will/weilerseines vaters gottseligkeit nachgeeifert hätte/aber keinen tüchtigen gründ davon auffweisenMisten, kan. Von der mutter wird abermal alles mitIhum der fabrlnvermenget/und ist wol ein elender gründü'icn*. jhyes Christenthums/den gleichwol alte btitto-rici vorbringen /als wennsie nemlich durch eineelisputakion, die gedachter Sylvester mit einemJuden gehalten hätte / wäre bekehrt und dar-auffgetaufft worden. 0) Wovon aber/ wieauch von Constantini eigener wahrer bekehr»rung die andern Autors stillschweigen/ ob siewolsonstalleszu seiner erhebung hemorsuchen.Vielmehr ist aus Eulebu ordentlichem berichtzu sehen/daß stenach langer zeit in ihrem hohenallererst sich vor eineChristin bekant/und da-bero ihren söhn nicht kan dazu angeführet ha-ben.Zumal da er hinzusetzet/wiedieMelenazu-vor eingrundböstsweib gewesen/und Constan.»:nuk sich über ihre Veränderung so erfreuet ha-
be / daß er ihr den titul einer Kayserin gegeben/ ^chrund zugleich freyheit die Käyserlichen einküyffte ccc.nach gefallen zu gebrauchen. Dasie denn her- bißnach wacker drauff gehen lassen/und sthr here-^cc.lich gelebet. (x) Aber dabey kein ander zeichenihres Christenthums den Historicis auffzuwei-drmg der-sen hinterlassen/ als daß sie zwey Tempel mit selben,grossen kosten erbauet hat. (y) Denn was dieneueren von ihrer demuth und freygebigkeit ge-gen die armen und geringen Weibspersonen fe-tzen /wördeEulebius schwerlich bey ihrerlobre-de vergessen haben / wenn es damals sich so ver-halten hatte. ( z ) Welches auch von ihrer vor-Mirtze»gegebenen Creutzerfindung allerdings bey dmfindung.verständigen und gelehrten statt hat/ davon dieältesten Äutores nichts wissen wollen/ die an-dern aber destomehr davon erdencken undschwatzen. (a)
(u) NicephorusVII. c.jö. ZonarasTotn. HI, p.
}.6. (EusebiusIII. V.C. c.46. (x) Sozome-
nusll. c. a. (y) Ibidem) (z) Socrates I. c.
13. 18. Sozomenus. (a) Ambrosius Orat, deobitu Theod, Paulinus ep, 9. Theodor. I. IO,Nicephor.lIX. 19. Simeou Metapbrast.in Vit,
Helenae; v. Salmas. epist. de cruce. Baronius,Spondanus.
5 . So wenig nun als aus dem leben der el-tern Constantini etwas von seinem Christen-thum zu nehmen ist/ so wenig könnewdie an-dern muthmaffungen Hiebey die probe aushal-ten. Manwillsagen/erseyaus haß gegen sei-Anbere
Nt semulos, den Maximianum , Maximinum weinUN-und Maxentium zu den Christen übergetreten;^?", -bedencket aber nicht/daß dieses Christenthum »i bekeh.'keinChristenthum/sondemeinschrecklichergreulrung.gewesen wäre/ wenn er den feinden gleichsamzum Verdruß sich als einen Christen angestellethätte. Lusedius aber scheuet sich nicht in seinerlobrede von ihm auszugeben / als hatte er beysichselbstlange angestanden/welche relrgionerannehmenwolte. Alwo andere wiederum ei-nen lächerlichen umstand beyfügen /Sylvesterhatte in seiner gegenwart einen ochsen gleich mitetlichen Worten / die er ihm in dievhren geredet/umgebracht/und wieder lebendig gemachet. (a)
Jener aber fahret fort und saget er/habe endlichseinem vater gefolgt/von dessen elender religi-on wir schon gehöret haben. Und aus diesenHabens nun andere genommen / (b) die zu-AMcgleich zum Hauptgrund seines Christenthums nungdesdieerscheinung des Crmtzessetzen/wovon aber-creutzeS.mal die postillen und andere gemeine bücher vielzu sagen wissen. Von dieser fache / welcheConstantino das gröste ansehen machen könte /ist gleichwol anfänglich bedencklich / daß Euse-bius in der Historie mit keinemwort drangeden-cket/sondern er sagetnur/ wie erin der Machtwider Maxentium zuGOtt und CHristo umhülffegeruffenhätte/und nach dem sieg das zei-chen des creutzeö an sein bild machen laßen.
Wiewol auch die gelehrten anmercken und er-Creutzesweisen/daß auch dieHeyden das zeichm l tm jjjgjgebrauch gehabt/und alle namen damit bedeu-grntz^.tet/welchesichvonX.undl?.angefangen, (c)
(Eusebiusl. V.C.M, c.20.) (a) Nicephorus VH.
c.36. Zonaras Tom. III. Marianus Scoras-,
(b) Nicephorus VII. c. 39. { Eusebiüs IX, 8. }
(c) Casalii.sde Rit. Eccl.
6. In der lebens- beschreibung aber setzetEusebius die fache gar anders / aus dem eshernach ihrer mehr geschrieben haben. (ci)