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daß jener keines Weges durch einigen auffsiandihm anlaß dazu gegeben /wie die neueren Anto-res ohne gründ melden / da Euscbius und anderedieses wol würden zur entschuldigung gebrau-chet haben/wo es wahr gewesen wäre. (d) Hin-gegen wenden diese ausdrücklich den blossenargwohn und beysorge vor/ andere aber fügengar bey / wie der arme Licinius Constantinoentgegen kommen/zu fusse gefallen / und ihn vorseinenHerm undKayser öffentlich erkant underkläret / auch gewiß gehoffet / man würde ihmnichts übelsthun/weilConstantinusseiner Ge-mahlin deßwegen einen eid geschworen gehabt.Alleine /er habe alsbald Martinianum hinrich-ten lassen/ bett Licinium aber unter dem schein/als solte er nun sicher seyn/nach Thessalonichgesthicket/aber bald darauff jämmerlich mit ei-nem strick erwürget. Da denn einigezugleicherinnern/wie dergleichen Meineid bey Constan-tino ebennichtsseltsamesgewesen sey: (e) wo-gegen auch die andern/so dieseswiderlegenwol-len/nichtsMchtigesaussbringen können. Hin-gegen ist auch mercklich/daß er gleich nach die-sem Mordzum scenischen Concilio gezogen/welches schon ausgeschrieben war / wie manrechnet/im jähr z-z. Und auff solche weise hatsich Constantinus zum Herm über das gantzeReich gemacht/und seiner Meinung nach seinenthron befestigen wollen. Es werden aber ver-ständige undunpartheyifthebey dieser und an-dern actionm zwischen ihm und den vorigenblutdürstigen Regenten wenig oder keinen un-terscheid finden. Zum wenigsten ist offenbar/daß diese Mordthaten aus blosser begierde alleinHerrund sicher zu seyn/vorgegangen, (f)
/a) Eulebius H, c. 18. & lib. X. Mist. c. ulc. (b)Hieronymus in Cüron. (cj Orolius lib. V li.c.rS. (d) Socrates Üb.I. c.I. Cedrenus. Zo-naras Tom. III. p. 4. (e) Zosimus I I. c. 28.sf) Evagrius III. c. 39 - Spanhemius adjulianiCasares p. 278,
Mordthat 15. Ferner hat er seiner schwester der Con-an Lidnio stantiLsohnLiciniumdenjüngern/einenwacke-Jem juu- rm mstnn / jyjx ev gei'sihmet wird / eben aucha<m umgebracht / nachdem er einmal durch denglücklichenfortgangseinerfachen sich sehr geän-dert gehabt, (g) Und was noch mehr zu verAn seinem wundern ist /hat er feines eigenen sohns Crispieigenen eines sehr löblichen jungen Herrn / welchen ersöhn Cri- auch schon zum Cassar erkläret hatte/ nicht ver-schonet / sondern ihn jämmerlicher und zwargantz unschuldiger weise ums leben gebracht.Die gelegenheit war diese: Constantinus hat-te zwey Weiber/ die Minervinam und die lkan-kam .davon zwar jene bey etlichen eine concu-bine heisset. Diese war des Maximiani toch-ter /und ward von ihrem Gemahl mehr als jenegeliebet. Nun geschah es/daß am Hofe einefliegenderedegieng/alslebteCrissiusmitseinerstieffmutter derLausta .heimlich sehr übel/undwurde er daherquffdesvaters anordnungmitgisst / und also heimlich zu Lola, einem ort inistrien /hingerichtet.. Dieses verdroßdiealtegroßmutter Llelena überaus hefftig/ und weilsie aus angeregten Ursachen als die schwieger-mutter ihrerschnur/derb austa-, ohnedemfeindwar/schalt und trieb sie es mit heulen und schrey-en nach art der alten bösen weiber so lange / bißsie Constantinum zu noch einer greulichern thatbewegte. Denn er erkantedenerwürgtenCri-sxum vor unschuldig / wolle die Gemahlin deß-
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wegen abstraffen /und ließ eine badstube auffs ^heisseste einheitzen / darein steckte er die arme ccc„Laustam , und ließ sie auffs erbärmlichste darin- bißnen verderben und sterben. Diese Historie ver- CC 9 C *schweigen zwaretliche/sonderlichLustbius und - rfeines gleichen/ mir fleiß/damit ihnen der ge-?^7 ^machte ruhmConstantini nicht auff einmalver-derbet werden möchte. Andere machen dieumstände noch schrecklicher; wiederum einigewollen es lieber garläugnenuno voreinecalu-mnie derHeydM ausgebeN/die sie den Constan-tinum zu beschimpffen erdacht hatten. (L) Al-lein sie werden von gar zu vielen / so wol Christ lichen als andern8cribenten überstimmet. (i)Sozomenusuni) Nicephorussluö ihnen getrau-en sich Wider die fache selbst nichts auffzubrin-gen. Evagrius prostituiref nur die fache / die x>agriier behauptemwill/mehr/als daß er sie gut ma- irrihum.'chet/wenn er den mord daherläugnet/weisEu-scbius den Crispum so sehrgerühmet hätte/darum würde ihn ja sein vater nicht umbrachthaben. Da dochEustbius seine Historie nochbeylebzeitenCrispi geendiget/und alsofreylichnichts mehr als ihn loben können. Zuge-schweigen/daß er hemach das vorige lob wieder-ruffen müssen/wo ihmnicht derKayservordiemühe übel hatte lohnen sollen / wenn er nachdiesemdie that beschrieben hätte.
(g) Eutropius üb. X. c. 4. (ü) Nicephorus VII. c«
35. &XVI.C.42. Evagrius HI. c.41. (i) Hie ronymus
in Chron. & Catal. Scr. in Lactant.
Suidas inK/xirsraV. ZonarasTom. HI. Orosi-us II. c. 28. Sidonius Apollinaris lib. V. ep. 8.Gregorius Turonens. üb. V. Hist. c.3 6. Acta ap.
Surium &Metaphrasten d. 20 ,Octobr. GobeÜnusPersona Ait. VI. Cosmodrom. c. ij. Aurelius Victor , Zosimus . Eutropius . Conf. Baroni-us Ann. CCGXX 1 V. n.13. Leunclavius Apol.proZosimo. OsianderCent. IV. Lib. IJ. c. zi. Cal-visius Cüronol, Ann. CCCXXV. Ez. Spanhemi»usl. c. p. 351. Sozomenus. Idacius. Conra-dus Utlpcrgcnsis. Herodotus & Hippolytus,Cnronographi teste auctore T^ocpus-xcsuf ffiovtKoirap.Combefisium. Spondanus, Magdeburgici.si) Zofimuslib.il. c. 39.
16. Über diß gedencket auch.^oEmus nocheinerandernGemahlin/welcheer des ehebruchssoll beschuldiget und gleichfals umgebracht ha-ben/ welches aber an seinem ort gestellet blei-bet. Inzwischen berichten andere / daß er sehr .
viele/ ja unzehliehe von seinen besten freunden ^ con-ebmfals auffgeopffert hat. (L) Daß er auch stantini.einsmals einen Trabanten/der ohngefehr ihmausweichen wollen/davon er zu allerhand ver-dacht anlaß genommen / auff der stelle nieder-machen lassen. (1) Inbetrachtungdiesergrau-samen thaten konte. es einem vornehmen n on- Tyrau-sul Ablavio niemand verargen/ wenn er dieseney.zeiten des Neronis seinen gleich schätzte, (m)
Wie den auch die Gelehrtenmeistens gerne ge-Klageastehen/ daß man ihn wegen solcher grausamen über ihn.tramspiele/dteerangerichtethat/vonder blut-därstigkeit und tyrannrynichtloßsprechen kön-ne. (n) Weswegen auch niemand auff dieHeydnischen Scribenten unwillig seyn kan /wenn sie sagen/er sey viel schlimmer worden/nachdem er dievöllige herrschafft erhalten habe.
(0) item, er habe sein böses gemäth damalserst geäussert / und alles nach seinem sinn gema-cher/nachdem erniemand mehr zu fürchten ge-habt. (p) Wie denn auch die folgende Historienicht mit gründ kan in zweiffel gezogen werden/welche nicht allein Coiimus, sondern auch die
A-LAHErsterLhell.
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