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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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soudtl'ltch UNket Constantino M.

; 'y mir ihnen zuthun hätte, (u) Gewißlich könte

ccc. von dem ärgsten und geringsten Heyden nichts^ biß ärgers erwartet werden /geschweige von einemf cccc ' Käyscr/und dazu einemChristen/ der so vielruhmö in der welt hat. Andere denckmale'7! übergehe ich der kürtze wegen / zusamt denen

'.i' : häuffigen zeichen desallzugroben aberglaubens

und abgöttischen wcsens/wie auch denunbarm-^ Grausamehertzigen Verordnungen und offc blutigen gese-f straffkll. tzm wider elende/theils unschuldige/theils so^ hohe straffen nicht verdienende leute/ als die

^ Jüden/Heyden/undso genante katzer/davon

im fortgang etwas hin und wieder vorkommen^ wird. Luschiuz gestehet von solchen xroceciu-

^1' Wider die ren selber/daß er dadurch viel Heuchler gemacht/

> >i katzer. die sich aus furcht oder Hoffnung gerne accom-1» modirct hätten. Andere wundern sich billig /

^ warum doch damals diejenigen leute / als die

C : Novatianet / Montanisten / Encratistst u.s.s.

iv:.- sonderlich verkatzert und verfolget worden/ die

«uff ein mäßiges und eingezogenes leben ge-7:- drungen. Jmgleichen daß man durchgehends

- ? - in den -cllüen dieser und folgender zeiten keine

- tüchtige gründe und beweist zu ihren beschuldiggungen gethan /sondern alles mit rhetorischen

-.. stguren ausgedruckt / und die Worte auffschrau-

s: bengesetzet. Und was sonst mehr bey dem ver-

;; fahren Constantini hauffig zu erinnern seyn

möchte.

(r) I. i.Sci. Cod. Theod. de Malesic. (s) 1 . 1.C.Th. de Sacris, (t) Zonaras T. III. p.7. (u)

' " 1.29. C. ad.L. Jul.dc Adult.l.Euseb.III. V.C.M.

c. 61-64.

Ii'-

v, Mfall von 20. Viele unter den orthodoxis beschwer-'den ortho-tm sich hefftig über ihn/daß er ihnen zuletzt nicht^oxen. mehr favorisirm wollen / sondern sie offenbar-lich verfolget/und alsonorhwendigselbstnichtorthodox gestorben Ware. Damit gieng es..... Amni, abcralfo ju. Seine schwesier des Eiciniinach-" Emus. gelassene Wittwe/ Constantia , ward er Arianerss parchey zugethan/und da sie jetzt sterben wolte/

comrnendirtesieConstantino eiMNArianistheN' 7 Aeltesten/des stusebii von Nicomedia clienten /

den sie sehr werth gehalten hatte. Dieser ge-wann dadurch einensreyenzutritt zumKapser/-? und fieng an ihn auff seine feite zu bringen.

' Man suchte ihm zu remonstriren / wie dem

h Ario , der damals im exilio lebte/unrecht ge-

schehen wäre / und brachte es endlich so weit/Verfolg daß er wiedergeholet ward. Dieses liess vorgungwh die andere parthey übel ab / indem ihr Haupt'7 r>cr Lltia- Athanafius dagegen wiederum aus dem lande'' musst / und die übrigen nicht wenig gedruckt

c- wurden. Dahero es diejenigen / so etwas auff-

- »e«. richtiger schreiben/ausdrücklich einegewaltsa-

i ' meverfolgung nennen / und eine grausame-

Lerey wider dieClerisey.sx) Die andern lassens< als eine fache/die sich zu keiner lobrede schicket/

-7 mit steiß auschind Eusebius ,der selbst ein Aria-

; r : rierwar/willmitdersprachenicht heraus. Et-

liche wenige berühren es mit etlichen Worten/

/ daß er Alexandra bey straffe des exilii anbefoh-

-' Len mit Ario in einegemeinschafft zu treten / (>)

daß er Athanaüum deßwegen in Zranckreichi verwiesen/ Arium aber und Euzoium wieder

v. ; eingesetzt u.s. f. G) Gesetzt aber / daß er durch

Dielistige Verstellung dieser mannet wäre hinter-,V gangenworden/ und sie vor ortbodox, jene aber

l vor halsstarrig und eigensinnig gehalten hatte;

<a) so musten doch indessen viele darüber leiden./

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davon sie auch sich sehr beklagten, Aber also 3^mustensieersahren/tvie betrüglich es sey/son- c-cc.derlich vvrLehrer / sich auff menschen verlassen biß

und einen abgott aus einem grossen Heren zu cccc 'machen/ wenn er etwa ein wenig gelinde undgütig ist. Hatten sie zuvor bey dem Niceni -sehen Concil ,0 so viel von seiner liebe zur ortho -doxi e gerühmet/ss meisten sie nun erfahren/ daßer nicht allein auff feine erste Meinung gefallenwar/da er den Hrianifchen streit vor eine gerin-ge unnöthige fache gehalten / sondern daß erauch gar jenen bey-und von den andern abfiel.

(xj Sulpicius Severuslib.I l.Hist. S. p.ioz. LuciferCalaritanusüib. I, ad Conlü p. 16. HieronymusinCluon. Ann. CCCXXHX. Philostorgius Üb,

I.c.i. (y) Socrates I. c.y8, . (z) Ideml. c, zy.

Sc 35. (a ) Idem 1. c. 26,

2 1. Noch betrübter war es vor die orthodo-Wird vonxen/daß Constantinus gar sich am ende feineslebensvon einem ArianischenBischoffLustbio^E,l^icomedienhrauffm ließ/und sich also öffent-^ " 'lich zu der Ariani scheu lehre wendete/wie sie be-kennen; (b) wiewol es Euscbius übermal mitstillschweige übergehet/ohnerachtet er sonst alleumstände der muffe beschreibet. Indessen ge-stehen es andere gern/und getrauen sich nichtvorzuschützcn/alshättederKaysernichrgcwust/ ; /daß Eufebius ein Arianei Ware. Nl assen er sichdurch so viel actiones alslein rechter vorfechterderselbenüberall bekantgemachethätte.(c-Da-hero es auch Constantino nicht unbewusi seyn ' -konre/der so viel in diesen handeln zu thun ge-habt hatte/und nun leicht einen andernB ischoffhatte können holen lassen/wo er gewolt. Undwarum hätte ersein eigentestamenteinem Aria-nischen Aeltesien inverwahrunggegeben/ wenner zu den Arianem kern vertrauen gehabt hatte?(d)Jedoch möchte die tauffe an ihr selbst gesche-hen seyn /wie und von wem sie wolte/ so war esdoch wider die einsetzung derselben / daß er sicherstlich an seinem ende im L z.jahr seinesaltersAafföe«tauffen lassen/worinnen ihm fast alleChristentodbctte.etliche i oo. jähre hernach gefolget sind/in Mei-nung/sie dürssten also desto frener und sichererin den tag hinein leben/und könten alsdenn/wenns noth hatte / aller fünden und straffen auffeinmal loß werden/und also mit einem sprung.in den Himmel kommen. Dervorwandaber/daß er sich gerne in dem Jordan habe wollentauffen lassen/und deßwegenso lange gewartet/ist nicht allein untüchtig / sondern auch höchstabergläubisch und abgöttisch. Dergleichen Semelendes wesen man invielen seinen actionensie-aderglau-her / da er sich zum exempel schon mit den rdi be und ab,

gnienundcörpernderHeiligkngeschleppet/mitSvttcrev.-

dem ereutzCHristiund dennagelnviel gaucke-leyengetrieben/ viel zeit mit prächtigem kirchen-bauen/wd dergleichenzugebracht/ja ihmselbstein zelt wie eine kleine feldkirche zurichten lassenu.s.f. welches alles ihm bey verständigen underleuchtetengemüthernzuschlechttmlobgedeu-tet wird/obes gleich vielevorwasgrossesundrühmliches ausgegeben haben.

/b) Hieronymus inChros, Ann, CCCXL. (tnfe.biuslV. V.C. M. c. 61. ) (c) Socrates I. c. 26.

So7.omenusH.c.3t, TheodoritusI, c.ji» Am-bvofnts Orat* dc Tbcodos. M. Hieronymus.

Gobclinus l.c. Sabellicus Ennead. VII. üb. 8,

Conf. adv. Bavcmum & GOidonum ScultenrsJII.Meduil.Pat.p. tI8. Petaviusüb.VI, Ration»Temn.c.t. fd) Socrates H, c, 2. SozonverutsVI, c. 5.

Erster Theik. % * SL.Di^