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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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i 4 8 Th.l-B.iv. C.iv. von denen Lebrern bey denen Gemeinen

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wehnten begriff vom Orions her. («0 Diesesaber ist deßwegen nicht zu verwundern/ wennman bedenckt / wie die Lehrer offt viel Worteohne sonderbare krafft zumachen pflegten/weilman doch die lehre und auölegungen von ih-nen forderte und sie sich darinne nicht eben un-tüchtig wolten finden lassen. Wobey es auchleicht geschahe / daß sie auff ihren natürlichenklafften beruheten / viel worre machen lerne-ten/ und also mit ihrer arbeit nicht weit rei-cheren.

(a/ De Liberii Arianismo v. Sozom. IV. c. II. 14. A-than. Ap.z & cp. ad.SoÜt. Hieron. deScr. c. 97.Chron. Hilarius adv. Const. Conf. J. Gothofred. Philostorg. IV. c. 3. Paulinus Vita AmbroüAmbrosius Üb, 1 . Oft- c.1. & Üb.II. de Pocnit.c, 8.lib.X, ep.S2. TheodoritusIV. c. 6. 7. SocratesIV. c.;o. Sozomenus VI. c.14. (b) Theodo-ricus Üb. IV. c.7. Sozornenus VII. c. 14, (c)

Hieronymus ep. ad Augustin. & Apol. cont.Rufin.

9. Seine schrifften / deren man noch dieförffffe». meisten hat / bestehen guten theils auserkla-rungen über die Bibel / so wie sie damals ge-bräuchlich waren. Sonst gehen sie doch nocheher auff die praxin , und halren nicht so vielstreit-sachen in sich / als anderer zu diesen undfolgenden zeitcn. Das übrige sind die gehal-tenen reden und sendschreiben bey seiner weit-laufftigen correspondcntz /dic ergcpflogen hat.Wie er denn auch bey den Kaysern selbst einenfreyen zutritt hatte/und die übrigen Ministriihn nicht weniger sehr hoch hielten / oder zumwenigsten es also vorgaben. Er ist aber umdas jähr 998 verstorben / nachdem er wol indie 22 jähre Bischoff gewesen. Der andereKubnur war erst mit Hieronymo wol dran/aber hernach wurden sie über des Origenisseinen schriffcen die ärgsten feinde/so gar/daßsti-ctt mit sie einander als die ärgsten lotterbuben durch-Hkrony- zogen und beschimpfften/zum grossen ärgernüß

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der andern. Davon war der Ursprung dasunglückselige kätzermachen/ wie es insgemeinder zunder aller Zerrüttung ist. Indem jenerdiesen wegen der Meinungen Ori genis anstach/darüber denn Hieronymus überaus entrüstetund zu den grossen anzäglichkeiten hinwieder-um gereitzet wurde. Sonst hat er in Überse-tzung vieler bücher / sonderlich des Origenisviel gethan / aber nicht auch ohne besshuldi-gung/daß er viel verfälschet gehabt/woran ihmzwar in einigen stücken zu viel geschiehet. Die-ses mag seinem guten namen den grösten stoßgegeben haben / daß ihn Hieronymus so garschrecklich herunter gemacht hat / weil dochdieser damals vor allengroß geachtet wurde.Indessen rühmen ihn doch einige als einenrecht heiligen undGottesgelehrren mann/(cl)einen Christlichen liebhaber der weißheit undnicht geringes mitgiied der Lehrer, (e)

(d) Pauümis Nolanus ep. 9. (e) Callianus de In-

carn. c. 27. Tlwodor.lll, c. 4.

Lehrer 4. JnFranckreich weiß man um diese zei-rnFranck^EtN von Proculo , Paciano . und den beydenre, $ Bischöffm zu Trier / Maximino und Paulino.Hilarius . 'Bornemlich aber vonHilario, der in seinem Va-terland zu Poiüiers Auffseherun durch die strei-ligkeiten mit den Arianern umer Constantiobekanr war. Über welchen er auch nebst an-dern von dem Synodo zu Seleucia aus demlande weichen müssen / und dabey sich sehr eif-

ferig und hefftig erwiesen / auch von den Aria-nern als ein unruhiger kopff oerworffen wor- ccc.den. Weswegen er von andern ein bekenner bißgenant wird / wie er sich selbst vor einen Ca- cecc *tholischen Christen immer gerühmet hat. (s)Ungeacht man auch nicht wenige und geringeirrthümcr bey ihm anmercket / zugeschweigenderer seltsamen handcl/da er den Käyssr Con-stantium nach seinem todt erschrecklich aus-schilt / den er doch bey lebzeiten sehr gelooetharte. Sonst will man auch in seinen eckla-rungen über Matth. xum und die Psalmen an-merckcn/ daß er Ongeni zu sehr nachgegan-gen/<a es mir den allegorien noch ärger gema-cher habe/als jener; (§) zum wenigsten gibcsder augenschein/ daß die redens-arren üvcrailsthr aiiectivt und hochtrabend heraus kommen.

Im übrigen aber ward er nach dem L-leuci.schms)-nocIowiederumvomHoffenach^ranck-reich geschicket / allda er den Arianem mir al-len krässcen abbruch zu thun suchte / und unjähr 972. starb, (h)

(f) SulpiciusSevcrusII. H. S. Hieronymus ep. aiMagn.Orat. & in Chron. Rufinns I. c.20. Hilarius deSyn. adv. Arian. & L. conc.Conit. (g) Hiero­ nymus ( h ) Sulpicius Severus 11 . Kosinus I.c. 30. Hieronymus adv. Lucifer. & Chron. An.CCCLXIV, Socrates HI. c. 10. Sozomenus V,c. ij.

s. In Spanien waren nächst Padano von In Sp»,Barcellona die beyden Poeten iuvencus und mcn.Prudentius berühmt. Jener lebte noch ^uJ UVCQCUS *Zeiten Constantini M. und schriebe im jährEhrisii z z2.ein buch/darinen die EvangelischeHistorien inLateinische verse übersetzet waren, (i)

Prudentius aber war von Cadaraugulta bür-prllocirug/ in seinen jungen jähren ein zungendreschcrciui.und böser mann/ welches er hernach selbst ge-stünde und bedauerte. Er lebte zur zeit Va-lentiniani des jÜNgeM/ UNd vomcmlich Theo-dosii, auch noch seiner söhne. Seme schriff-ten aber / die er wegen der gäbe in derPocireDkffmin gebundener rede abfassest / hat er gleichwol Po*,*,meistens zu einem sehr guten emzweckauffgess-tzer. Insonderheit ist die arbeit inbeschrewungder Märtyrer in den buchcrn de Coronis odervon den cronen schrschön/wie auch die Cathe-merina oder tägliche andachren. Worinneirman gewißlich ein Christliches erleuchtetesgemuth anmercken kan/und die feinen expres-siones von guten erbaulichen dingen mit ver-gnügen liesst. So daß Nicht Unbillig die Theo-logi em ynn GDtt gelehrtes und getriebenesherbe daraus erkennen, (k) Endlich ist auchzu Corduba Bischoffgewesen der bekäme Ho-lms, oder/wie ihn andere lieber schreiben/ Osius, osi«.bkr noch unter Diocletiano gelcber haben soll/wenn man anders dem Nicephorount) seinemeiamen zeugnüs glauben will. Er ist aber son-derlich auffdLM dciecnisshen Concilio bekNNtAilffdeMworden/ da er der vornehmste Urheber und an-Mmi'langer gewesen ist / (l) und daher nach einiger >bericht das Kwenische symbolum soll gcmack"°'cl)ct haben. Jenes bleibt an sich selbst ge-wiß gnug / ob er gleich keinen Abgesandtenoder Gevollmachrigren des Römischen Bi-schoffs bylvestn abgegeben har / wie etlicheten/ f welches so wenig zu glau-ben stehet / als da man meiner / er habe die<auffe Constamini zu Rom befördert / in-dem