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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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in dem bleckn seculo.

ihrer 7. abgesondert und den Athanasium heim-lich ordiniret hatten. Dahero auch so vielvon der Clerisey und dem volck mit ihm keineGemeinschafft pflegen wollen, (g) Ja ande-re vamrm Hiebey also/daß sie jagen/er sey nichteinmal nach Alexandro gleich erwehlet / son-dern Theonas, der erst z. Monat darauffver-storbcn und diesem den sitz verlassen, (r) Die-se und die andern erzehlungen gehen wir vor-bey / und bemercken nur zuförderst / daß dieserberühmte mann dennoch nicht von grossen irr-lhämern und andern gebrechen frey gewesen.Jmmajstn auch die 'lheolo^i insgemein be-kennen / daß er zum exempel dem gefallenenmenschen einen freyen willen in Geistlichen din-gen zugeschrieben, (s) Daß er vor gut ge-achtet die heiligen anzubeten / weil GDtt inihnen wohne, (t) Daß er gememet die fielenAdams und der andern varer waren biß auffCHristum ausser der seligkeit gewesen, (u)I tem: welche menschen auch das natürliche ge-setz gehalten hätten/ die wären gerechtfertigetworden. (x) Nicht weniger/daß er die recht-fertigung also getrennt! habe/und geschrieben:Die sünce werde verdammt auff erden / derfluch werde abgethan am creutz / die erlösungvon der Verwesung geschehe im grabe / der todwerde in der f>6uc von EHristo verurtheilet/u.s.f. (7) Dill welchen und dergleichen sä-hen die orthodoxi nicht wol zu frieden seynkönnen.

(o) Rufinus H. c, 2X. Gregorius Naz orat. ad He-ronetn, ( p^! Idem orat. ds eo. (q,) Sozome-nusll, c.17. (r) Epiphaniuc haei.SS. (s) Atha-

iiaL adGent. ap. Centur. Magdeb. p. I 6 }. L. IV.& orat, de semente ap. Scultetum p. f 4.7. Med,pat, (1) Lib. de Incarnat, Verbi juxta Gentur.Magd. p.iÄs. (u) de salut. adventu Christi, (x)Ibid. (y) Epist. de Incarnat. Chr. ßasilius M.ep 48.

i r.Es lässet sich aber zum wenigsten hierauserkennen/ wie ostt der rühm von der so gar rei-nen lehre / will nicht sagen / von einem reinenund heiligen leben auch in anfihung der belieb-testen Lehrer sehr bedencklich sey. Dieser be-rühmte mann war anfangs auff dem Niceni-

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erinnern/daß er offt Geist-und Weltliche din-ge untereinander gemischet/und seinen Neigun-gen mehr / als sichs gebühret / nachgehangenhabe. (a) Zum wenigsten hatte er allezeit dengrosten anhang im volck/so daß sich auch deß-wegen die Käyser selbst vor ihn fürchteten / wievon Valente gewiß ist/ (h) welches ihm aberan seinemgebührendenlobund dervonihmver-fochtenen fache nicht pr^judiciren könte.Gleichwie solche erzehlungen an sich selbst kei-ne feindschafft wider ihn anzeigen. Constan-tini Unbeständigkeit aber in der gewogenheitgegen Athanasium mag vielleicht weisen / wieer mehr dem ausspruch anderer als seiner eige-nen erkäntnäs oder gewißheit in diesen Hal-tungen gefolget habe. Daß demnach die par-they/ welche bey Hoffe am stärcksten und an-sehnlichsten gewesen / auch allezeit orthodoxund gur / die andern aber böse und katzerischheiffen müssen / und wenn auch 10 Athanasiidrunter gewesen wären. Wovon seine schriff-ten und die Historien insgemein gnugsam zeug-nüß geben.

(z) Basilius M. Joach. Canrerarius Gatal, Epist.

(a) Id. ad Ghron. Niceph. (b) Socrates IV.

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rz. Da ihn aber seine feinde einmal in Un-gnade beym Käyser brachten / gaben sie sol-^.. wlgenve puncte wider ihn ein/ welche uns weisen/^'X,® 1 'was man schon damals von der Clerisey vorgreuliche dinge vermuthet und ausgeben^können. Es war Photinus mit seinen lehr-UM^sätzenso wolvon denArianern als von der an-M?h«.dern parchey verworfen worden. Diesen hat-cino.te Athanasius bößlich/wie ein stltei' Historicusredet ( pravo studioj aus und angenommen/ungeacht ihn der 8ynodus zuAntiochien schonverdammet gehabt (c) Und diese beschuldi-gung widerleget der gedachte man nicht/ gleich-wie er doch sonst die andern anklagen falschenzeugen zuschreibet. ^Nächst diesen wurde ge-Tvrarr«klagt/. thanasius hätte so viel gewaltsame M1, ney.geistliche Händel vorgenommen / indem erIschyram einenAtlresten bey dem Presidentenin Egypten Hygino fälschlich angegeben / als

schen Concilio nur als ein geringer Diaconus, hätte er desKäyfirs bildnüs (ohne zweiffel

wurde aber dmch seinen hurtigen verstand sobeliebt / daß hernach die gantze Christenheitgleichsam über ihn stritte / ob er recht oder un-recht härte. Erstlich hatte er unter Constan-tino schütz und grosses ansehen /bald wurde ervon seiner wiederpart herunter gemachet undvon eben diesem Käyser verjagt. Dieses wech-selte so gar offre bey ihm ab / daß man nichtsals die elendeste unruhe in seinem leben findet.Es bemercken auch die verständigen gar wol/daß es ein scharsssinniger / vernunfftiger/aber dabey hefftiger hitziger mann gewesen/der durch diese unendliche streitigkeiten nochmehr erreget worden / als woraus auch seingantzer Lebenslauff bestehet. (?) JadcrHey-Ammianus Marcellinus bCttttlCfCt selbst

ne zancksucht und einmischung in fremde Hän-del. Und weil nach beschaffenheit selbiger Zei-ten die weltlichen Handel mit in geistlichen ja-chen vermenget wurden/so siehet man/daß eseben mit ihm auch offte seltsam zugegangen/nachdem er am Hoffe Patronen gehabt odernicht / und also vor rechtgläubig oder vor bö-se und irrig gehalten worden. Dahero einige

aus einem religions-eiffer ) mit steinen ge-morsten / der ihn dahero in ketten und bandenfchliessen lassen. Ja daß er selber heimlichdiesen ischyram angefallen/ins gefangnüs ge-schleppet und den soldaten überliefferr; auchsonstscyr schmählich tractrivef hätte. Wobey Gewalt«er auch den altar mit füssen zerstoßen / einen Hang.kelch zerbrochen / die bibel verbrannt / den""-Bischofflichen stuhl umgeschmissen und einekirche verwüstet haben solte. Daß er fernerden Bischoss von Pelusio Callinicum gleich-fals den soldaten übergeben / jämmerlichzerschlagen / und endlich üms leben bringenlassen. Hingegen lvlarcum, einen abgesetztenAeltesten zum Bischoff gemachet. Weiter /daß er viel leute / mit gefängnüs / schlagen/ -und grausamer marter zu seiner lehre gezwun-gen. Und insonderheit / daß er die Bischöf-

fe / Achillem , Hermsonem, Euplum, lsaa-cum, Pachomium, Mit schlägM Übel tracti-

ret / welches sie/elbst angegeben und geklagtgehabt. Es hatten auch andere Bischöffe/RehMo».

als Arhathion, Adamantius, Petrus und An-nutionvon ihm bezeuget/wie er sich verlauten

21. L.H. rarster Theil.

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lassen/