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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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blieben: Woftrnnichtallzubekandtware/daßdjxwelt das ihre lieb hat/und die/ so derglei-chen dinge pstichtmäßig verhüten sotten / ent-weder selbst mit intereslntt oder durch aller-hand lügen und verlaumdungen verblendet/!oder auch durch die Meinung/ GOtt durch dieVerfolgung solcher Personen/die sich durch kei-ne schmeichelcyen uud andere verbotene mitte!*ecömmt;ndntn komm / einen dienst zu thun/verführet gewesen waren»

Menolog um Gracor. d.iz. Maj. (tt) 5o-erat. VI. e* 1 ©, scgq. Sozomcnus I1X. c.

14. 15.

8i. Ob nun wol hierauszur gnüge erhellet/was von diesem mann vornachrichtungen undurtheile in fachen die katzereyen betreffend zufepiptahü erwarten stehen: so gibtdoch sein groß kätzer-kiitzcrbuch. buch einem unparkheyischen und verständigenleser selbst Ursachen gnug an die Hand / warumman ihm so wenig zutrauen dürffte. Zwar hatman sich von seiner zeit her auff dasselbe alsauffemett vesten gründ wider die katzer gesteu-ert / und gemeiner / wenns nur Epiphaniussage / so müsse es jedermann glauben. Erselbst hat auch von dieser seiner arbeit so vielrühmens gemachet / daß der eitele ehrgeitzund lauter falsche absichten sich überall ver-rathen/ob gleich die ehre Gottes und die reinelehre zum behelft dienen muß. Weswegenauch die Theologi selbst warnen / daß manihm nicht in allen trauen müsse / indem er nichtallein in so vielen berichten von fremden irr-thümern fehle / sondern auch selber von unter-schiedenen katzereyen nicht könne loß gespro-chen werden, (u) Von diesen wollen wir un-ten bey den errungen dieses scculi etwas gc-dencken. Betreffend aber dasbuch selbst/swmachet er der katzereyen 80* in seinem buche/und nimmt alle Seelen ausZüden undHey-Den dazu/ nur damit die zahl voll werde / under den sprach darauf ziehen möge / aus demHohenlied VI, 7. da die Kebswciber dieseSecten/und die einige braut die orthodoxenUngewisse seyn müssen. In den erzehlungen aber sagenerzchirm» die gelehrten ausdrücklich/ (x) ja seine bestengen» freunde unter den alten gestehens/daß er dem

liederlichstengewasche ohne bedrucken geglau-bet / und es also den nachkommen als wasgründliches verkauffet habe. (y) Er selbst laug-ner nicht / daß er viel von blossen hörensagen erzchle / welches in so wichtigen facheneinem verständigen nothwendig sehr bwcnck-lich fallen muß. Wofern man auch alle fal-sche /partheyifch ungereimte /ja osst thörichteoder auch mit fleiß verkehrte erzehlungen her-aus suchen solte / so würde wenig glaubwür-diges an dem güntzen buche bleiben/das dochimmer als authsntic angezogen wird. Diesonderbareuntersuchung von diesen und jenenkatzem wird hievon vieles an den tag legen/so daß es auch ein vernünffkigernit wird laug-nen könen. Ich willnicht sagen/wie die erfah-rensten (iritici seine verwirrte art im vertragder fachen und denoblcurxn ckylum bedauren/welches abermal viel rdatmnss sehr zwciffel-hasscig machet. )

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ccc.

biß

Cccc.

Introd, See. IV. p.ti8. (y) Hieronymus Apol.

I.&II. in Ruf (Epiphatiius lib. I.Tom, I. n.2.&

hfer.XXXVI n. 18.) (z) Petaviusl.c. IeMoyne

Var. S. p. f88. I.cydeckerus H.E. p. 34 '-

82. Mit den Widerlegungen der katzereyenMachet er offt selber viel auffhebens und ver-AMspricht/wiegewaltigersieeintreibenundherun- 3

rer machen wolle. Bald stellet er sie ihm selberalseinendrachm vor/demer/weiß nir wie vielköpffe abhauenwolle. Bald will er dieserundjener bestieoderungeheuer (sonenneterdiekä-tzer) diezähneausbrechen/ hald sie allein mitstarckerhand verjagen und vertreiben/ und wasdergleichen ruhmreoigeExpreülonez mehr sindHingegen wo es zur fache selbst kömmt / und Schwach,der leser eine gründliche ausfährung der ver-hucin»sprochenen Materien erwartet/so lauffet es ge-dcckgca.meiniglich auf ein leeres gewasche/orarorischessguren und redens-arten / ungegründete be-schuldigungen sonderlich viele ungereimtegleichnüsse/ exempelund Hisiorigen / übel an-gebrachre spräche der schrisst und dergleichenhinaus. Und dieses sage ich nicht nach ausmeinem eigenen gedancken/sondern die gelehr-ten so wol alteals neue bekennen e s offcnhcrtzig/daß er allzuschwach und ohnmächtig in Widerle-gungen ist/ja daß sie osste sehr elend und nich-rig seyn. (2) Sonderlich da er niemals festesetzet/oderzunr wrnigstenseine eigene Meinungdeutlich anzeiget/ was denn eigentlich ein ka-tzer sey. Nur damit er ihrer desto mehr unterdieserolle brmgen dakff/ welches sonst mehr wolmöglich wäre. c Über die grossen Irrthümer /die wir unten hören wollen/bemcrcken die ge-lehrten auch unter andern folgende fehler MFaWden relationm / dazu ihn meistens der btindernchweiffer und das verlangen die vermeinten katzerM»rcchtschwartzundheßlichabzumahlen/gebrachrhar. Er erzehlet/ der kätzer.viarc-vn habe alsein Mönch gelebet/und er seblst gestehet gleich-wolanderweit/ daß das Alönchlleben erstvonLabNo sey gestiffrer worden. Er dichtet die-sem ferneran/ daß er wegen begangener unzuchtvon seinem eigenen vaterseyverstoffenworden:welches doch die/ so Hantze bücher wider ihngeschrieben / nicht erwähnen. iBafüidem undSaturninum setzet er in die zeiten der Apostel/von Trio will er behaubten / daß er Noch vordemNicenischen 'onciiio gestorben sey/itemdaß die hleienianer sich noch vor dem tode A-lexandri BisthossszU Alexandria tllif dtN Ariü-nern v'mrniger hätte / und daß diesem Achil-ls im Bistchum gefolget sey. Jmgleichendaß gleich bey dem ersten exili« des AthanastiGeorgius ihm subftituij'et worden. DieQuintilliafief waren mit den CataphrygibuSso eins gewesen/daß sie eben dergleichen pro-

zu finden sind

lraniusbier. 47 i) { a ) Pliotius r Coä,'122 . 'C a-vjeus'Hist. Eiter. p. I8j. Kortholt de Vita Christ,c. IX. n. iS.ChemnmusOsiander.EpipHanius haer.XLU rv.i, & epist. ad Eustath. (d/ Epiphanius

Ofr

3 3. In andern stücken der Historie ist ihm(U/ Ofander. Gbernnirius. eenmr. Nagdeb. 8cu!- so wmigzntrauen /da es ihm bald am ju-retus. Petavius&c, ( x ) CjsauLomis Exerc. XV. j diOlO i bald an sichei en nachrichtungen / -Mei- nchtktt«n.lr.Petaviur ptLf. Lpipbariium.Gapeilus rib.j stensauch garan aussrichkigkeit undeinemun-madic. DmSm hb. IV. Obs c,*i. Spanlieroius > psihomrten Vorsatz gesehlet hat. Er giebt offt

Denen/