Buch 
Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
JPEG-Download
 

m diesem Jahrhundert.

i!

ilritz ^ staat abzufassen. Da entstunden bald anfangsD ccc. um das Nicenische concilium unter den Bi-biß schössen die metropolitani , welche IN der Pro-ccc p- vinz oderKreisses sich setzten und über die an-, ^Ncue am- &em kleinen Bischöfe ausbreiteten. Und da

^Äcl bcr

'die ersten Lehrer gerne als Aelcesten denen an

von den vorigen ab / daß numehro die Obrigkeitauss die äußerlichen angelcgcnheiten mit acht ccc.hatte / und sich dervornehmsten dinge annahm/ biß 'die zumahl eine umuhe oder andere schaden in cccc.der Repubüc mit nach sich zogen. Da zuvor £ 0R ® cr

Imscp. dem gleich biiebm und keinen vorzug/viel wcni- len der

n.kclt

^'iaekropo- gereine Herrschaft über die andern xr-erencHr-kiD-r-m. tcn; so war diesen numehro der BischöflicheK vorzugnochvielzuschlecht. Sondern sie mu-primäres. sien ODCl' Primates die Ober-Bi-

schöfe und vornehmsten hcissen/ dabey sie vorden andern den Vorsitz / das recht zu orcUMren/die fachen derer / die an sie appelürten/zu ent-scheiden und dergleichen brauchten, (a)

(a) Cunciiinm Nicen. c. 6.

!«5

i:::

ict-Bw

rOaupt.

"aßc.

,5'ixarchi.

wurde/was in kirchen-fachen vorfiel/ etliche we-nige falle ausgenommen. Drum nahm sichConftantinus dergleichen bald an / nachdemihn die Clcrlsc.) dazu gerne antrieb / und seineau torirät/geld und andere Mittel meisterlich zugebrauchen wüste. Daß also dennoch alles un- coaiha-ter seinem nanren vorgieng / ob ihn gleich dieum v-r»Clerisey darinnen als ein uhrwerck trieb und die richtungpoltzen aufflegte/ die er nur verschieffen muste.

2. Diesem nach waren nun an solchen Haupt -1 Er selbst ließ sich dle ehre wolgefallen/die ihmörtern dergleichen Kirchen-Regenrcn/als der die sclnneichlenden Bischöfe dabcu erwiesen/erste zu Rom / der andere zu Constantinopel/dcrdrille zu Alexanciria, der vierdte zu Antiochia .

Und diese nennte man als Aufseher

überviel Provinzen / die unter eine Oicrces ge-brachr waren.(b) Man neuere sie auch hernachPatriarchen, wiewol auch andere/als der zuP-

wenn sie ihn einen gemeinen Bischof' nenneten/welchen titel er auch gerne von sich selber brauch-te. (a) Hatte dieses ein geringer gethan/dieClerisey würde ihm den titelnnd rühm seines bsisthums schlecht gnug belohnet haben. Soaber liesse sie dem Kapser ziemlich freye Hand/

;l£ü:

r-Äfry

sen weil ossr in einer Provinz mehr als eine me.tropoüs oder Haupt-stadt war / .so,wolle manauch da dem pra-cecienz- streit derHerrenBi-schöffe/die nunmehr schon denwelrlichenssaats-manrel üinzunehmen anfiengen / vorbeugen.Und also wurde einem nur der ehren-titel ei-nesmetropolitanibeygeleget/demandernaberdie würckliche regierMg und zugleich der Vorsitz.

le-JenbnenecendieGriechenRrchi-episcopum> w .. odttErtz-Bischoff.Nachdemalsonachconttan-Dh^ino dasReichindas Orientalische undOccisich clentalische gebiet eingetheilet wurde/und dabey

soviclneue eimheilungenderkreisse/vioecesen/^:Wcltlü A'rovjncim und Vrcariatett erdacht wurden /cher staat aferen die geistlichem Regenten in allen fleißig)c>- §ic- «ach/ und wolten den weltlichen in keinem dingett>cy. okwas voraus geben. Der verwand solcherunseligen kiierarcbiemuste immer die gute ord-nung/dcrgchörigegchvrsam und relsseLgegenDie Obern uno dergleichen seyn / wodurch diemachrigerenallmählich/sonderlich zu Rom/den Porentacen zum Häupten wuchsen/biß kein steu-ren mehr half. Was insonderheit dieRömi-schen Bischöfe dififals vorstarcke schritte zu ih-rer Monarchie gethan / und was vor gelegen-heit/mitrel und auch hindernüsse sie noch zur zeitDabey gehabc/ist von so vielen zum Überfluß dar-geleget worden/ deßwegen ich hier nichts berüh-re. In Rkricawarzwarauch in jeder Provinzein gewisser Primas, oder Metropolitanus, aberes waren daneben auch gewisse sitze derAelrestenBischöfe/ welche wegen ihrer orsii natio» die er-sten und vornehmsten hiessen. Wiewohl in-zwischen der von cartha^o durchgehends denMrzugvor allen andern behielte, ( t)

,ut

rf.'.

rr~.

fei

Jfb

ä!? :

av

ft

!f.*-

rS

(b_) Concilium Conctantinopol. c. 2. ( c) Conc.

- Nie. c.7- (d) Gregorius Naz. & Nyfls. Cenf.Saimalius de Primatu Papx, BlondeJJus A-pol. Hieron. de lresh. Sp3nhcmius. diil. adc. 7.Niccn. (e) Concil. Nicen. c. 7. ('s)

Codex Cauomim EcdefiK Afncanx\

K

Kirchen»

chen seine erklarung von dem streit mit den Aria-nem war/den er nur für ein schlechtes wort-ge-zancke hielte/ womit dieortsionoxi gar nicht zufrieden seyn konten. So stellete er ferner nachgefallen conc,lia an/als das zu Dlica-a, zu ca-lari en/Tyro, Jerusalem/Rrles u.sif. Er gabbefehle und ausschreiben an diese und jene Bi-schöfe inkirchen-süchm. Er forderte die strei-tigen partheyen auch wohl geistlicher dinge hal-ben vor sein weltliches geeichte. Er nahm dieappellationes der Partheyen an / setzte gewissecommiilarim in religions-sachm/schickte der-gleichen leuce in die Provincien aus / das kir-chen-wesen zu untersuchen. Ja er straffte auchwohldje beschuldigten kirchendiener nach gele-genheir/ odersetztesiegarvomampteab. Undwiewohl es damit nicht allezeit so richtig zu-gieng/so war es doch gnug/daß er dieses alleswüreklich praÄicirte. Gleichwie er auch vondem religions-weftn viel gesetzt gab/ ob schonabermal mehr nach dem sinn Derer Bischöffe/die etwa ihm nach gefallen einregelt durfften.Jadenenkirchm-satzungen selbst legteer durchseinen befthl den Nachdruck rechter gesetzt undordnungcn bey.' Ohne was er sonst bey refor.mationdesHeydnischen wesens soll gethan ha-ben. (b) Welches alles Die geschehene wirkli-che verwalmng solcher dinge an den tag leget/dabey die frage ausgesetzt bleibct/ob erundsei-ne Nachfolgerin allem recht gethan habm ? .Dest^diese Habens dmchgehends also gemacht / wiedie Scrikenren klar bezeugen/ (i) ja osste mchrals zu sehr heraus zu streichen pflegen. ( k)

(g) Eusebinsüb. I. Vic. C. M. c 37. (h) Idem &

Socrates. Sozomenus. Theodontus. Athanasi-11s Sic.- (i) Socrates lib.V. procem, sk) Dc-Constantino Euscbius in Vita de Theodosio. Am-*brosius. orat. fun. & Theodoritusl.c.p.

4. Betreffend die übrigen stuffen der Cleri-sey /so kamin diesem iect! i o abernmletwas neu-es auss mit den Chorepiscopis, und zwar zu erst ch °K~nur in den Morgenlandischen Gemeinen. Sie stopfe

5. In dem Kirchen-Regimmt an sich selber'

!P ttäimmt - aiengmoiese und folgmdezeiten auch darinnen wurden aber in den kleinerenchadtaen und fle-

^ A.R.H. Erster Thefl. Z) ckm

r