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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th. t. s5.iv. C. v. vsn denen Verricht ungen der Lehrer

^adr ckm () verordnet / als Auffschcr/uteccc. die meisten stücke der andernBischoffe versehenbiß musten. (1) Inzwischen blieben sie diesen

cccc unterworffen/welcheihnenauchnichtleichtlicheinen actumju exerciitn zuliessen/derihnenselbst

auf den Conciliis scharffdahinter her ware/undjenen die flügel auff allen feiten wohl beschnit-ten / damit sie das pr* alleine belasten konten.(m) Von den übrigen umstanden in dieser fa-che halte ich nicht nöthig mehr zu sagen. Essind unnütze und theils ungewisse annoch strei-tige dinge/die von den Gelehrten schon so offtedurchclilputiret worden, (n) Auch kander

^rc!ü-vi-neue titelder^kclii-viacononnn ümdiese zeit

«coni, auff/ welche nicht allein in dem nämen/sondern

auch in dem Pnecedenz- streit mir den AeltestenoderPresb/teris ihre Hoffart verriethen/darüberschon Hieron)'mus so sehr klagtet (o) Von den

AelNstt«. Aeltesten aber war die sache wegen ihrer gleich-heit mit den Bisch offen noch nichtfo gantz ab-gethan / daß nicht Plieron^mus annoch aus-drücklich schreiben dürffte/ es wäre der Bischoffund Aeltester einerley/und einer so gut als derandere.. Derunterscheidwarevondemgreuli-chen gezäncke der Clerisey her kommen / da derteuffel sein spiel unter ihnLwit solchem ausbruchihres hochmuthsgetriebehatte.DeswcgLN mandiespaltungen verhüten/und lieber einen Aelte-sien denen andern allen vorsetzen wollen / wo-durch aber dennoch die Uneinigkeit- nicht auff-gehoben sey. (p) Diesem ansehnlichen undscharffen mann abergieng diese bekantnüß nocheher vor voll aus/als dem^erioDer unter anderndarüber zum katzer gemachet ward / weil er denBischöffen keinen vorzug vor den Aeltesten zu-gestehen wolte. (g) Woraus erhcllet/wieheff-tig man über dergleichen stützen des Clericali-fchen Hochmuths gehalten / damit ja keine ein-fallen möchte. Was imübrigen vor neue sa-tzungen dazumal und weiter hin von dem gewis-sen alter der Presbytern- / Ungleichen von ihrenPromotionen aus dem Diaconat und derglei-chen anzumercken wäre / ist nicht eben nöthig zu-gedencken.

{1 y Concilium NieamußS, Ancyranum ,Neo-Csesa-tiSnse , Antiochenum , ( my Concilium

Ancyranum c. 13. Antiochenum c. 8, io. &ibiBalsamon in Schob Athanasius Apol . (n)Vid. Beveregius ad Conc, Ancyr. l.c. Justel-lüs ad God. Can. Eccl. p. 18r. Larroquanuslib. I. AdverC f. p. a8, seqq. Zimmeritlann.Analect, p, JS7. L. Holstenius difl! de Confir-mat. M. Ant. de Dominis lib. II. de Rep.Eccl. c.9. n.1-7. Petaviuslib.il. Hier. Eccl.c. 11. Salmasras Appar. de Prim. Papst. Blön-dellus Apol. pro Hieron. &c, (0) Hiero-

nymus ep. ad Evagtiuni. Vid, Optatus Mile.Vitanus. Chrysostomus » Concil. Carthagin.& Chalcedon . ( p ) Hieronymus I. c» &Goitim. in ep. ad Tir, (q) Epiphanius hier.

U Nach den Aeltesten folgten so dann dieiMäconb viaconi- welche zurzeit nicht von den kirchen-sachen ausgeschlossen waren. Denn manschriebe noch gemeiniglich in dergleichen ange-legenheiten an die Bischöffe/Aeltesten undD je-ner zugleich. In dem öffentlichen Gottes-dienst pflegten sie bey dem Abendmal zu thunzu haben / die gaben des voleks zu ordnen / miterhabener stimme die leute ab und zuzutre-

ten heissen / ein zeichen zugeben / wenn man stil-le seyn / singen / zuhören/und dergleichensolte. ccc.(r) Und dieses war meistens schon vor der zeit bißauffgekommen/nachdem der freywillige inner- cccc,liche dienst GOttes in einen gezwungenen undgcsetüichen durch ausserlichefatzungen verwan-delt worden war. Ihre unterwerffung undehrerbietung gegen die Aeltesten muste ihnenamh schon harte eingebunden und bey straffeauffcrlegct werden/weil sich auch in diesemgraddie hoffarth äusserte. (0 Sowarauchdernq-mederDiaeoniilarnm oderDicnerinnm noch ü- viaco.brig/ welche meistens durch Handaufflegung"'^.unter den kirchen-orden aufgenommen wurden. n uw -Wiewohl auch einige nur dem Habit nach alsohiessen / doch aber alle entweder betagte jung-frauen oder Wittwen seyn sotten, (t) Die Leser Leser,folgeten gemeiniglich damals nach den Diaco-nis, und wurden auch mit derzeit stlbstDiaeo-ni. (u) Inzwischen waren sie an allerhand äustserlichen jatzungen von jenen unterschieden/daßsie zum epempelkein orarium, wie jene/tragendurfften / und was der Jädentzenden Ceremo-nien mehr waren. (x). Bißweilen verrichtetendiese fache die 8ub-Diaconi, oder auch dielytKi i zumahl in den Lateinischen kirchen /wel- ^''chc sonst nur vor den kirchthüren stehen und auffdie hinein gehenden acht haben /bißwcilmauchbey dem Abendmahl Handreichung thun mu-hxm.sten. (y) Die Exorcisten waren nunmehro von ci| 'wden vorigen gantz unterschieden. Denn sie trie-ben keine teüffel mehr aus durch die wundcr-gl^den / sondern fiengen bey der Tauffe ein gau-ckel-werck an / indem sie den reuffel mit ge-wissen worren und dem anhauchen bannenund beschweren wölken/ (z) welches ein elen-des anzeichen war / auff was vor thorhcircndieCleriscy schon in den ernsthaffcigsten Hand-lungen verfallen war. Und dazumal kamen ant««,auch Die Cantores auff / nachdem man gewis-se gelange und den Psalter Davids verordnetHalter Daß sie also die Gemeine mir demansang erinnern musten / wenn sie schweigenoder singen solle / wenn man lesen oder sonstetwas vornehmen wolte. (O

{i) Cor.stit. Apöstöl. libi HX. Concil. Äncyr. eri4; Optatus Milevitanus lib. I. adv. Pannen»Epiphan. hatr. 8-, Concil. Nicen. c. 14. ( s)

Idem & Laodicenum c, 11. Carthaginens. Hie­ ronymus ep, ad Evagr. (t) Concil, Nicen,Epiphanius hstr.LXXIX. n. 3.4. Basilins M.adAmphiloch, (u) Concil.Sardicenbc.io.'Epiphanius & Basii, 1 . c. Gregorius Naziähz.brat. 3, de Basil. (x) Concil. Laodicen, c.

12. *3. (y) Concil.Carthagin. IV. (z) Con-cil, Antiochen. c. so. Laodic. c. 24, Constan-tinopolitanumc.7.Epiphaniusl.c, fa) La'o-

, . dicen. c. 24, Nicen. c. 4. Socrates V, c. 22.

6. In denengeistlichen handlungen/und soll-,oerlich in regicrung der Gemeine/wurde nun-^bmehro andie andern Christen wenig oder nichtsmehrgedachr. Es gcriclh allesmitdereinreis-^senden hmschafft der Clerisey folgends ins ste-cken/was dieGemeinenoch vorgerechtsiime insolchen fachen übrig haben mochte. DieBi-schoffe machten sich bald unter Constantino beyHofe bekanr/und bemüheten sich auffalleweise/die volle gemalt über dieGemeinc an sich zu brin-gen/dieohnedemuntcrConstantinoausserl.lastgnug bekamen. Siewirckkeneinen beseht undxriviiegiumvorsichnachdemandernaus/undalso gieng das gemeine Chr-istem-echt/Hasgrist--