i68 TH.I.B.IV.C.VI. vondttlkNäusserlichenübungendesGottesdienstks
Jahr
ccc.
biß
cccc.
mehrwar/damitsievondennöthigerenverrich-tungenabgehalten wurden. Daher man vonden allerwenigsten mehr zeugnüsse antrifft vondem fleißigen unterricht dcrzuhörer/wie er öf-fentlich und fonderlich geschehen sollen /von derabthziung der argernüsse/von Warnungen/be-gaffen /bessern im Christenthum. Und wasnoch geschahe/ das war auff vermeinte irrthü-mer des Verstandes / auff beybehaltung odervcrwerfflinggcwisser redensarten in glaubens-sachen/auffgczwungene meimmgenund kor-mu-ln angesehen / dabey sie die leute vor seligund heilig preiseten.
andern Handel ihrer Vorsteher acht hatten.NichtwenigerderObrigkeitselberzuzeigen/wie ccc.,sorgfältig sie gleichwol in der kirchen wären/da bißsie abermal diese und jene neue fache zur erbau- cc cc.ring guter Ordnung erfunden/u.s.f. Ja/esgiengauch nicht ohne privat-nutzen ab /sonderlich dadoch immer neue stifftungen und capitalia zuneuen dingen erfordert wurden / die man denenreichen schon abzuschwatzen wüste.
Was aber hier von dem ansang solcher
2 .
Mengeder satzungen und
Das VI Kapitel.
Von denen äusserlichen Übungen desGottesdienstes im vierten uxuio.
§• x.
Jevornehmstenverrichtungen/welcherDsich die Clerisey noch annahm/ bestun-den meistens ingewissen ceremomenund äusscr-cercmcKi- lichen satzungen/welcher denn in diesem Leuloungleich mehr wurden/alszuvor/nachdem al-les auff den äusserlichen schein verfiel. Dennda man beyder ruhe und weltlicher gläckselig-keit des inwendigen wahren Gottesdienstesvergaß/warendieheuchler zufrieden/wenn siesich nur mit etwas äusserlichen Übungen auff-Ursachm Halten und Lvertikm tonten. Und weil dasdavon, volck ohne dem gerne etwas habenwolte/das
in die äugen und ohren fiele; so erdachten dieLehrer' einen Haussen äußerliche Zeremonien/auffzüge/kleidungen undandereumstände/da-mit es doch etwas gethan hiesse. Das wurdeihnen nicht so sauer / als wenn sie GOtt ihrHertz übergeben / und ihm im geist und in derwarheirhättendienensollen. Dazukam/daßdie verfallene Clerisey nunmehr» Mittel bekam/alles a«ffs köstlichste und prächtigste anzustel-len/solange die Grossen geld und andere Noth-wendigkeiten hergaben. Welches diese destolieber thaten/je mehr sie beredet wurden/es be-stünde darinnen ein groß theil des Gottesdien-stes. Hiezu kam die ehrbegierde/so wol derer/die solchedmgebeforderten/deren meriten undlugenden dabey häuffig herausgestrichen wur-den: als auch der Clerisey selber / die sich auchmit diesen und jenen neu inventirteu kirchenßuchen einen namen machte. Dem auffgeblase-nen und nun sicher gemachten welt-sinn stundediealteeinfaltnichtmehran/und der vorwurffvonven Heydcn/als wenn die Chrisiengar kei-nen Gottesdienst hätten/war ihnenzu verdrieß-lich. Esschienihm alles zu schlecht/ unansehn-lich und verächtlich in cntgegenhaltung derHeydnischenCeremonien. Denenwoltemanin prachtnunnichrs mehr nachgeben /nachdemdas Heydcmhum einmal von seinem flor ziem-lich herunter war. Hiezu aber brauchte manden behelff einer guten absieht/daß nran nem-lich mit solchen scheinbaren dingen die Heyden
örvnungen ein recht zu scgun-uen/ daß sie inkirchensachen eigenmächtig schalten und waltendurfften. Jmgleichen Den Unten etwas zu. thun zu geben/damit sie nicht so genau auff die
dinge gesaget ist / das gilt ebenfals und noch. vielmehr, von den folgenden zeiren durchge-hends/undmußbillich bey allenhaupt-r-volu-tionen nebenst den übrigen amnerckungen indieftmUculo inachtgenommenwerden. Sohat nun gleich um den ausgang dieses seculi^ugullinut sthoNgeklaget/Wie derceremonienKIagkllüberallso vielworden wären/daß auch dasLe-daGer.vitische joch unter demgcsetz bey den JüdenvorZeiten viel leichter gewesen/als nun bey C heiltenderäusserlichcvermeinteGotresdienst. (a) Sogar schrecklich hatte sich alles innerhalb 100 .jähren durch die grosse sicherheit undlwentzbeyden verfallenen Christen geändert / daß nun-mehro bey denen/die noch etwas GOttzudien-stethun wolten/ein pur lauteres Judcmhum/beyden andernaber/die leichtsinnig indenraghinein lebtcn/ein blindes wüstesHeydenrhumentstanden war. Das ärgste war noch / daßdie gewissen durch so viel jatzungenderconcili-en/und die geböte dcrKayser selbst zu derglei-chen dingen verbunden wurden. Imgleichen/daßdieselbeeinkennzeichenderwahrenChristenseyn sollen / und ein unterscheid von Juden/Heydenund andern ungläubigen. Item,daßman zumeynen begunte/dem lieben GOtt ge-schäheder grosse gefalle damit / nun wäre er ver-bundensolche leute stracks selig zu machen/ hin-gegen müsse er die / dir sich nicht dazu bequemenwollen / nothwendig verdammen/ sonderlichdie eigensinnigen kätzer und andere / die die fa-chen wol einsahen. Jmmassen denn gewiß ist/daß diese mcistentheils hicrinne weißlicher ver-fahren haben / und einen schlechteren Gottes-dienst beybehalten/ weil sie auch wenigergcle-genheir / Mittel und vergönstigung von derObrigkeit dazu hatten/ als bey der die orrboso-xi gemeiniglich gehör hatten/undjenen immereine verfolgungnach der andern anrichteten.
(a) Auguftinusep. U9,ad Januar.
5. Demnach war noch aus dem Heyden-Hcyini'thum hergenommen die weise/ in den kircheiMc----undsonst am hellen tage lichter zu brenncn/son-fi^'derlich bey den gräbern derHeiligen/ und bei> an itage.andern leichbegängnüssen. (b) Bey dem Ge- .bet und andern geistlichen Handlungen rauch-/^werckzugcbrauchen. (c) Die bilderdcrHei!l-B>,ch.gen auffzusctzen/ unter der absichr einer gutenerinnerung und dergleichen. (ri) Nicht weniganlaßaber gaben die vielfältige abergläubischedinge/welchejchsn^OnjUmtinur ohne zweiffelauff angeben der Clerisen anfieng. ?!ls da er®#iU'
diekirchebeydemgrabcCDristigtbauet/seinettn-um
und Juden gewinnen wolle. Jnderthataber! Mutter auch dahin gereiset war/ und jährlichsiichtensich dieBischöffevornemlich damitgroß das fest der einweihung begangen wurde. Da-zu machen/und durch dergleichen sLurundan-j hero fiengcn die andern auch dergleichen wali-
sahrtendahin an / und legten ihrenaberalaubendamitso sehr an den tag/daß etliche verständi-ge/ als 6re§orN!5 XvilenuL. dawider zeugenmusten, (e) Item, da man von der crfmdung findiim;.