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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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insonderheit dem Niccmfcfett«

*77

Jahr

ccc.

biß

cccc.

Consultus treu-, (l) Dahero man ihn hernachvordiegrundfeule dieses 8/nodi gehalten hat.

(Gelasius I. c. to.) (i) Sabinus in Collcct. Can.Concil, ap. Socratem I. c. 8. (k) Socrates,

(!) Sulpicius Severus lib. 11 , Sozom. VH. 8.Theodor. II. ly.

CCC.

biß

cccc.

13 . Daß ferner dieses concilium , wie esaus solchen gliedern bestanden/ nicht in demrechten wahren glauben gegründet/ und alsoZhre or- nicht mit warheir orthodox zunennenscy/ge-hodoxit. 5en viel bekäntnüffe gescheider männer. Ichwillnichtsagm/daß sich die andereparthey/andie neu ausgebrachten terminos und erklärun-gen der Göttlichen geheimnässe hefftig gestof-sen / und nicht glauben noch finden können / daßsie in der schrisst gegründet waren/deßwegen sieauch beständig klagten/ man hätte dieser feitenden 8abclli3nischm irrthum wiederum einge-'Zlrrthü, führet. Sondern ich willnurgedencken/wie:m dieses der schwere irtthum von dem verbot>cbäcr* Der % bey den kirchendienern von allen beysi-iaad der tzemeinmäthig hat eingeführet werden wollen/

Priester.

Wieder,

lauste.

Unbe,

trieglich

keitbefe,

stiget.

woferne nicht der einige Paphnutius dawiderxrotettiret hätte, (m) So lassens auch dietheologi nicht gelten / wenn in dem 19. cano-ne dieses concilii gebothen worden /alle dieje-nigen wieder zu tauffen / welche von der lehredes Pauli 8amosateni überträten. Nicht we-niger/ daß der 12. canon haben will/ es sollekeiner wiederum ein soldat werden / der sich ein-mal davon loß gesaget habe. Ja es möchtewol wenig oder nichrs von dem grossen rühmübrig bleiben/ den man bey vielen von diesemconcilio findet/wofeme man alle seine sätze undMüsse nach der offenbarten Göttlichen war-heit untersuchen solte. Sie selbst die Patresmachten ihre ausfpräche darausavthemicundunbetrieglich/ damit man ihnen alles zu glau-ben verbunden seyn möchte. Sie gäbest sichund ihren Haussen vor die einige wahre kircheaus / auff welcher der H. Geist ruhete unddurchweiche er redete, (n) Constantinus selbstsoll den schluß des concilii wider die Arianciangenommen haben/ als hätte ihn GOtt selberausgesprochen / wenn man Rufino glaubenwill. Und die andern / sonderlich unter denGriechen / geben diesen 8> nodum ungeschcutvor Göttlich/von GOtt eingegeben/und 3 ---7rvrv5--vaus/hieltenihn auch als eine Göttlicheallgemeine und unwidersprechliche richtschnurdes glaubens/vorgantz unbetrieglich. (0) Jaunter den Lateinern selbst setzet ihn GregoriusM. und andere neben die >£). Schriffr in glei-chen werrh und Nachdruck / welches auch derKäyser^uttinianus in seinen gesetzen öffentlichgethan hat. So gar weit war schon die Llc-risey damals von der wahren richrsihmir desglaubens abgewichen/daß sie überihren eige-nen satzungen GOttes gantz vergaffen / undsich selbst auff den thron sitzten. Wie sehr

beneund verfallene Lehrer gewesen/ob sie wolder kern dergantzenkirche heissen solte.

(m) Celatius I. c. Socrat, I. c. S. Sozom. I. c. 22.

(n) Djatyposi Vll.ap. Gelasiuml.c.31. (Rusi-nusl.c.6.) (o) Athanasiusep.adEpict.Episc.

Cor. & ad Episc, Asric. it. de Syn. Arim, & Seleuc,

Gregorius Naz.Or.in Athanas. Ambrosiuslib.l.deFideproleg, Concil. EpheC& Chalcedon ,in Actis Sc Epifi. Synodica. Apollinaris epist. adBasil.M, ap. Cotelerium Tom. II. Mon. Gr. p. 91.

( Gregorius M, lib. - - cp)Justinianus Novell.

14. Sehen wir ferner den Directorem bea Directorconcilii an/so war es damit auch elend gnug desselben,beschaffen. Der Käyser war feiner Person constanti-nach / noch ungetaufft/ kam gleich von der er- nus.mordung seines schwagers Licinii zurück. Er y, c(Tcnließ sich auch von benBffcköffen regieren/wie maageksie wolten/ und that ihnen die unverantwort-lichsten dinge zu gefallen / wie wir bald sehenwerden. Welches auch daher offenbar ist /weil er so bald seinen sinngeanoert/und auff diedeciüon des streits gedrungen hat / den er zuvoralsgantz indifferent ansaht. Sonderlich hatte die Esiriseygut machen / darr ihr nichts ein-reden durffre/ weil er noch nichtgetaussr/ undalsonoch kein Christe hiesse/ auch nichrwolte/weil er sein intereffe dabey fand. Weswegenei« Historicus wo! davon redet/der Käyser ha-be den schluß der Bischöffe schlecht hin ange-nommen. tp) In den geistlichen dingen aberwird nun zwar Ollus von den meisten vordcnPndrdentm ausgegeben/ weil er am meistenin Dieser controvers zu thun/und also die bestewissenschafft davon gehabt, Nun will ichnichtigen / wie die Papisten hierinnen ihrehcrrschafft zu bestätigcnsuchen/und vorgeben /

Ollus habe an statt des Pabsts Silvestri dasdirectoriumgeführet. (q) Denn diese thorheit'fällt von sichselbst hinweg/weil sienichts auchnur zum schein auffzuweisin hat / und nach alleralten bekantnüß 2. Römische Aelresten/ Virusund V incentius dabey gewesen sind. (r) Die-ses aber ist nöthiger zu bemercren/was oben vondiesem Ollo und siiner conduite, sonderlich vonseinem abfallzmn Ananismo crzehstetist/ wofer-ne er ja als Director anzusehen wäre. Da hin-gegen Euscbius ausdrücklich viele 8< oderPrLlldenten des8)-'nodi erwähnet/unddenje-nigen / welcher zu erst den Käyser angeredet/und sonst daswortvor alle geführet/nicht mitnamen nennet. Dahero ihn einige vorstusta-rhium von Antiochia Halten/ (5) andere vorAlexandrum , (t) wiederum einigcvorhusebi-um den Historicum selber / (u) vermuthlichists / und aus der bcschaffenhcit selbiger Bi-schöffeinsgemein zu schliessen/daß keiner demandern gerne weichen wollen / wo nicht derKäysirselbst mir seiner autoritär einen dem an-dern vorgezogen har. Dahero man auch an-mercket/wie stusebius selber aus neid den Pu-stathium nickt nennen wollen/ weil er ibm in

Osius,

dem Bisihum ZU Antiochia vorgezogen wor-über Diese offenbare g'reuel die andern parthcy- den. (x) Der Käyser selbst mochte diea-mula- Lmuiari-en mögen geärgert und zurück gestossen haben / l tion und Mißgunst über derpra-cedentz und an-°» dst bey«ist unschwer zu ermessen. Zumalen diese sick! derc ungelegenheit verhüten wollen/ drum erM"'immerauff dieklarenzeugnüffederSckriffrbe-1 mahneteerdiesieiffrigeund hitzige köpffe so offtrieffen/ und von jenen dergleichen/ wegen der und beweglich zum fricden/und bedingte gleichneu auffgcbrachten Worte forderten /und den- anfänglich / daß ein jeder sein frey votum silrenoch nicht überzeuget werben komcn. Daß haben/welchesabergar schlechtmachtgenom-demnach aus allen umständen unlaugbar ist/ menworden/wiees derausgangbezeuget. (>)kssiynauffdiesimconciiiorccht elenoeverdor- Denn das gezancke gieng bald über allemasse