Buch 
Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
JPEG-Download
 

Th.l.B.V. vondm bekamefien 8ynscl!8 dieses secui;.

2Z7

«... willen richten muste. Daß man also Mit den mal sem schreiben Wolke lesen lassen: nahmenc ? . synodis recht spie ere/ und nach gefallen ba d diese einen abtritt/und machten Leonem nach cgcc.Hv. diesen billigte/ bald wiederum venvarff/ bald ihrer zurückkunfft so böse / daß dieser synodus dißv.

einenandernwieder rechtsprach. Als hernachdie Handel mit dem Eutyche angiengen / äusser-te sich abermal die Ungerechtigkeit der Concilien^wwffenbarlich. Es harten die Kayser^Keodo-jttEuty s[ U s und Valentinianus zu Constantinopelctra- Meymal synodos halten lassen / darinnen manjngegenwart einiger Kayserlichen commissari-rn denEutycEen verworssen hatte / ungeachteter in dem letztem nicht zugegen gewesen, (k)Dieses warEutychi sehr verdrießlich / deswe-D.oscmi gen machte er sich anvioscorum.Bischoff zu"" Alexandrim. Nun hatte dieser einen PatronstnChrysaphio, der bey der herrschafftvielzusprechen hatte/und brachte da einen andern syn-odum aus zu Epheso, der unter der auffsichtzweyer Kayserlichen commitlarien Elpidü undEulogii Anno 449. solte versammlet werden.Synodus Diesen nennen die Orthodoxen nur Kis-L".«",oder den mörderischen synodum . weil die geist-lichen dinge allda mit lauter gewalt murrn ab-gehandelt worden. Es befahl aber derKayserdem Lioscoro, daß er aus seiner Oicrces. 10.andcreBischöffe mit sich bringen/und noch io.andere Bischöffe crwehlcn solte/dcn iheodo.ritumabe.'hmweg lassen/weil er wider Cyril-lumgeschrieben harte. ( 1 ) DabeysolteBarsu-mas einAbt ausSyrirn seyn/der dem Käyserwarrecommendiret worden, (m) Jedoch wur-de gleichwol auch Leo V0N RvM invitiret/deraber nicht selber kommen wolte. Inzwischenredeten des Eutychis freunde überall von denOttliodoxen/ siewaren d^eslorianer/UNd Fla-vianus der Bischoff zu Constantinopel wardbeymKayser angegeben / als wäre er an allerUnruhe schuld.

eii) Gregorius M. epist. Acta Concil. Chalcedon ,art. i. ). f. ActaSynodiEphcs II. Coelesti-nus Ep.Rom. ep. ad Syn.Ephes. (i) Socrat.II« c, 34, (k) Evagriusl.c. 19» Liberatas c.>>. Acta Concil, Chalcedon. act.I. (1) Epist.Theodof, ad Diosc. in Concil. Chalced.p, 34..(m) Epist. ejusd.ad Barfümam,

6. Auffbem synodo selber wurdeEutyches

vorgeforderr/ welcher seine bekantnüß einrich-ttte/undsich erklärte/er hielte es mit den Ni-

cenischeNUNdEpkeiinischeN conciliis , UNd Mit

Lyrillo, begehrte dabey/man solte etwaswe-derdavon noch dazu thun. Dadurch schob erallekatzereyvon sich/und auff die Orthodoxen/die er vor Xekorianer schölte/ und sich hingegenüber Flavianum beschwerte / daß er ihn so sehrgeschimpffet hatte, (n) Nun lautete das Käy-ßrliche ediü .daß / weil manjetzo über dem aus-ffruch dervorigenrichter erkennen wolte / so sol-len dieselben zwar dabey seyn/ aber nicht alsrichtet/sondern diegemeine sententz aller Bey-sitzer erwarten. Im übrigen solte man nachdem dücenischen glauben alles einrichten, (o)Weil nun dieses alles seine richtigkeit zu habenschiene/ so fielen die stimmen desto eher vorEu.tyche, und die sonst orthodoxen BischöffeDomnus Döst Antiochia, Juvenalis V0N Jei'U-filkstt/Stephanus V0N Epheso UNd andere lies-ßnsichauffallerhand art zurunterschrifftbewe-gen. (p) WeilaberEutyches wider des PabstEeonis Abgeordnete protetlirte / als die beyrlavianozugasiegewesen/und deren Principalrs Mit diesen seinen feinden Hielt /auch nicht ein

Ictychis

Hernach in so üblen beruff kam. (g) Inzwi-schen und obgleich sich diese absenti ret hatten/so fuhr doch der synodus fort/die aÄen des Lon-ttantinopolitanischtN concilii zu lesen/ dM Eu-tychen wi/der einzusetzen/und ihnvorortho.dox zu erklären. Wobeyjauch 300. Vlönche ein Dessenklagschreiben wider Flavianum eingaben/daß vercheidi«tt Eutychen/ihren vorgesetzten/ Übel traüiretSlmg.hätte/daher diesernebst Eusehiovoryl-eo desEutychis anklägerverdammt /und hernach dieacta des ersten Epheilnischen synodi gelesenwurden. So weit erzehlen einige diese Histo-rie. Andere übersetzen nochverschiedeneheßli--che aÄiones der Bischöffe hinzu. Zum exem-vel: als Euscbius von Eutyche gefordert ge-habt/ daß er in CHrisio nach seinermenschwer-dung r.naturen bekennen solte/ härten die an-dern geschrien: lVeg mit Eusebio, ver-"Gewalk-brennt ihn/hauetihn in r. stücke/theilt "samkeitchnvon einander/wie er tte trennet hat i-.drsh-iodi-(r) Jmgleichenals etlicheBischöffewider den

synodum protetkiret hätten / als F lavianus ,

Hilarius . Onesiphorus , hätte Dioscorus dieCommissarien hmeingeruffcn/welche mit ihrensoldaten jenen ketten anlegen wollen. Daherdie orthodoxen Lehrer aus furcht vor dem exi-lio sich gerne bequamen müssen / und die katze-reyen unterschrieben hatten/ob sie gleich hernachmeist wiederruffen gehabt. Bariumas wäre(Uiff Flavianum loß gefallen/hatte ihn hinausgestossen und mit fässen getreten/ daß er balddavon gestorben / welches aber andere dem Di-oscoro schuldgeben.

sn) Acta Concil. Chalced. p.jtf. (o) Evagriusl.c.

9. Acta Concil. 1. c. (p) Liberatus. ActaConcil, (q) Leo M. ep. ad ThcodoL & Pul-cher. (r) ActaChalccd.

7. Zu allem Unglück der Orthodoxen kamKayserli-noch dieses/daß derKayscrein eigen ediLpu-ches-dict.bliciren ließ / krafft dessen Eutyches vor ortho-dox und diests concilium , und des Flavianiausstossungvorrechtmaßig erkantwurde. Jaob gleich Eeo und andcreBischöffe/ denen dieseproceduren ungelegen waren/der EudoxiL desKaysers tochter sehr in ohren lagen / wie auchValentiniano selber/ste solten ihndoch wiederdenen Orthodoxen zum Patron machen / soHalff doch alles nichts, ss) Vielmehr schriebderKayser zurück /Flavianus wäre nach GOt-tes gerechtem gcrichte weggerissen worden / da-mit des gezancks ein ende würde, (t) Biß end-lich doch die Clerisey am Hofe wiederum freyeHand bekam/und Eheodosms, Ohrysaphiurnabschaffcte. DaHero die Orthodoxen nichtsäumig waren nach seinem tode/ gleich durchdes Kaysers Martiani Vorschub einen synodum Chaleeds.M Halten zu Ohaicedon, damit ihrer fache wle-«e»l!fcherderum auffgeholffenwürde. Dazuhatteson-^^^'»derlich Pabst Eeo den Kayftr und die kulchc-riam. Hinter die er sich langezuvor gestecketge-labt/ Hefftig angetrieben/weil ihmund seinemstaat am meisten dran gelegen war / daß derschimpff/ der seinem Abgeordneten vorhcrwie-derfayren war/ abgethan würde: welches auchdie übrigen Bischöffe ihres schimpffs wegenurgirten. (u) Und also gieng der synodus An-no 4 s I. vor sich/ dazu-wol 6zo. Bischöffe ka-

Erster Theil.

Hh

me»/