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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th.l. B.v. C.v. M dmberusseAtt kätzereyen dieser 'zeit. 2 Z 9

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(d)Actal.c. (e) lbid. & Evagrius. (fjEva-grius U. c. 4- Liberatus e. 13. Zonaras in Mar-tiano

to. Zuletzt gab es doch noch ein scharff ge-fechte mit dcnlRömischen Abgesandten / welchewider die satzung von dem xrimat des Gon-ÜLNtinovoll»nischen Bischoffs xrotectirten/welcherstreithernach immer gewähret hat/weildamahls die Römischen mit dem lchluß desivnock nicht zu frieden waren, (g) Und eben>°°- L unglücklich war der ausgang und die folgedieses fynodi in den andern dingen. DieBi-schöjfe hatten sich zwar wider den Lurychensonderlich mit diesen vier wörrgen verwahrenwollen: Daß die natmen mCHristo mit ein-ander vereiniget waren »svyxßw » ,

Mu ,# , *w{k»(, unvermischt / unverwan-dt / unzertrennlich und ohne absonderung.Sowusteauchnebst andern Orthodoxen LeoM. den synodnm hemach nicht gnug zu erhe-ben/ weil er ihn am meisten angestiffrct hatte.Und muste es heissen / der H. Geist hatte ihnangestellet / er sey eine reget / die aus Göttli-chem eingeben vorgelegt sey / und da man nichtsweder zu noch abrhun könne / so gar vollkom-mene schlusse habe er gemacht, (h) Gleichwieihm auch andere dem Evangelio gleich achte-ten/und ihnnebenst den übrigen so genanntenallgemeinen concilien recht lästerlich erhuben/und also die schriffr nicht vor gnugsam achte-ten / dabey aber doch orthodox blieben. (-)Dennoch aber/so zeigen durchgehends die Hi-storien/ daß er / wie die andem alle / lauter Un-glück und zenucrung angerichtet habe. ZuAlyandna entstund deswegen bald darauff.ein abscheulicher tumult / nachdem DioscorusIMCfyGangris ttlPaphlagonien verwiesen war.Diejenigen/welche man darinnen verdammethalte / beschwctten sich hefftig über gewalt undunrecht / so ihnen hier geschehen wäre. Dieparthey der Egypter/die mansonst vorortho-clox muste pailivcn lassen / trennten sich ebendieses synodi wegen von den andern / und be-schuldigten ihn fast unzehlicherschnitzer und un-rechten Handel. ( k ) Andere gaben öffentlichvor / der Kectorianismus Ware darauffvölligeingeführet worden / und verflucheten daherodiesen lynodum auff einem andem synodo zuLidon öffentlich als katzerischund irrig. Gleich-wie ihn der KäyserLaüliscur als eine Neuerungverdamm / und die schriffren mit Leonis sei-nen verbrmnen ließ/und nur den Xicenischenundhxhesmischensynodi; zu folgen befahl. (1)Daß also von diesem ebenfalls/ wie von den an-dem eiNtraff/wie die concilia £>ev Orthodoxenso wenig gewiß glaubwürdig und nützlich ge-wesen / als die andern / und daß immer eineparchey der andem ihre actiones und versuchtemittet zu vernichten gesuchet habe.

(g) Liberatus l.c. Conf.Baronius A. CDLI. n. 1)4seqq. Petronius . Allatius. (h) LcoM.ep. adLeonem. A. Damascenus haer. üj. Vita Euthy-mii c.iij. ( i) Justinianus Norell. GregoriusM. Ep. (k) Damascenus I.c, (!) Theodo­ sius in Apophth. Pat. ad Gclasium ap. Coteleri-um To. I. Mon. Gr. p. 4Ij. Gyrillus Scythopo-litanus Vita Saba: c 50, Basiliscus Epist. ad Ti-moth. ap. Evagr. 111. c. 4.

u. Hier wird sich nun freylich ein verstän-diger Leserwundern/ wie unverschämt und frechdiese Kirchen-diener/und sonderlich der soge-

nannte allerheiligste vater PabstL-o, gewesen/daß sie diesen synodum und seine geschmiedetetormuien odersymboium (st> nennensdie Ge-lehrten) (m) voreinSt-^kv^'UNd von GOtteingegebenes werck ausgeben dürffen / wennman nemlich damit zusammen halt die heim-liche practicken/wodurch siedensynodum beymKäyser ausgebracht / die offenbahre parthey-ligkeit / gewaltsamkeit und angemaßte unbe-trieglichkeit der beysitzer/den Hochmuth und da-her entstandenenkruecedenr-streit dervomehm-sten Bischöffe üm die narren-kappe / nemlichdes zu Rom und Constantinopel / das greßli-che rebellische geschrey der Bischöffe Wider ih-re gegenparr / und die übrigen groben exces-se derselben / welche nicht des Heil. Geistes/wol aber eines andern bösen Geistes regierungausweisen. Deßwegen man auch sich davorwachafftig entsetzten und nicht gnug bedaurenmuß / daß die so genannte gantze Christen-heit sich von diesen und dergleichen boßhaffri-gen leuten / sonderlich den Römischen Tyran-nen so lange beherrschen und blenden lassen/ daßsie ihre vorgeschriebene aussprüche und formelnals Göttliche regeln angenommen / und an-dern gewissen auffgedrungen hat. Da dochdiejenigen/welche sonst desPabstthumsgreuelkennen und meiden wollen/schon an diesem Le-one dem offenbahren ^mi-Christ bemercken/und gleichwol nicht sehen wollen / daß er beydiesen dingen der vornehmste im spiel gewe-sen / auch dahero sich murhwillig unter dasjoch der erbärmlichen sclaverey in glaubens-sachen begeben haben. Wiewol / wenn mandiesen synodum dem scenischen allerdings andie feite setzen will / es eben nicht unrecht ist/woseme man denjenigen begriffdavon hat/alser im vorigen buche nach der warheit entworf-fen ist. Erleuchtete gemüther werden hinfü-ro sehen/ob im geringsten noch aust solche din-ge mehr zu reüectiren sey/wozu die uhrkundender Historien ein grosses licht geben können.Hier sollen zum wenigsten diese erzehlungenmich einer mühe überheben / daß ich die fol-genden greuel des /).nti-Christs desto kürtzerberühren darff/weil der in diesen ersten secuü*gezeigte Verderb versichert/auch jedermann be-kennend machet / daß es hernach nicht besser/sondern tausendmal schlimmer worden.

Eccl. p.

(m) Spanhemius See. V. Hist.

494 *

Das V Capitel.

Von den beruffenen katzereyen dieserzeit.

§.

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1 .

eJrhabenschonobenvemommen/daß_ J^Die meisten so genannten orthodoxidieje'özcit meistens mehr verdienet gehabt un-ter die kätzer-rolle zu kommen/als die andern/welche von ihnen sind verdammet worden.

Jedoch wollen wir der angefangenen metho-de zu folge auch Hier die bekantesten kätzer nichtübergehen. Unter denen stehen nun wol for-ne an die PeJagianer/ die im ansang dieses se-peiagr*-culi bekant worden/ und sonderlich inöritan- ver.nien/Italien und Palästina. Diesen namenaber gab man ihnen von Pelagio . welcher zum Peiag««.

A.L-H- Erster Theil.

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unter-