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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th.i. B.V. C. v. von den beruffenm kätzereyen dieser zeit. 241

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. * ihrer mitgenossen dennoch dem Pelagio ein lie-tJviich Epicunfcl) leben beyzulegen/ und sagenE d. sonderlich / er sey deswegen so osft von einemLlofter zum andern gezogen / damit er sich de-sio besser mästen könre. 0 ) Andere geben rhmMN/ Mn Zunamen/und sagen/ er habe sich vonM«- demSchottlandifchen drey wol ausgestopffet.(y) Und dieses chac der schinahsuchtige Piie-ronymus bey der auslegung der Propheten/da man sehen kan / was von einem solchenschändlichen äffest w schöne glossen und geist-reiche gedancken zu envarten gewesen. So istes auch eine unwarheir / wenn andere neuereerdichten/ Cassianus , den man auch unter dieseClasse gesetzet hat / wäre von Chrysostomoseines bösen Verhaltens wegen aus der siadtverjaget worden/ davon kein wort bey den äl-tern zu finden ist. (z) Zugeschweigen der fal-schen aufflagen/ die in der lehre wider sie er-dacht worden. Als da man ihnen wider ih-ren sinn schuld gegeben / sie glaubten keine er-lösung vor die kleinen kinder/ oder wollen kei-ne tauffr zur Vergebung der funden zulassen. 0 )Da gleichwol Pelagius selber hesstlg über die-se verlcumbdung sich beklagte / (b) und dieOrthodoxi:« selber auffgantzen conciliis dengegensatz von ihnen gestunden. (cj Mindererrxempel zu geschwcigen.

Gcnnadius de Ser. Eccl. (r) Augustinus II«onc.2. Epist. Pclag. c. 3. & L. III. de l'ecc.Mer. & Rem. c. 10. ( 1 ) Gcnnadius & Hono*

xins Augustodunenlis de Scr. EccE (t) Julia­ nus ap. August, i. adv. |ul. c, 27, & 7$. ( u )

Gennadius. (x) llidorus Pclulista Lib. 1 . ep.JI4. (y ' Hieronymus lib. I. in Jerem. pr*I.(z) S.gebertus Cnron. Trithemius. (a) LiberPontilicialis in V113 Innccenm. Uanarus ad Au-gust. de hur. Catal. i, Joleplius Vice-ConiesObscrv. de Bapr. L. II. c. 1. (b) Pelagius ap.

August. L. de Grat. adv. Pelag. & Gastest. c. 30.

Sc de Pecc. Ong. c 17.19 c Libro Pelagii ad In-nere, I. (c) Concil. Carchagin. ep. ad Innoc.Augustinus ep. 89. ad Hilar.

4. Wieunchristlich femcr diese leute von de-nmgeiühmren Rechtgläubigen ( die also auchnothwendig recyr litbietd) härten seyn sollen)... tractivet worden/ ist aus den alten Schriffrenoffenbahr.Derjctzrgedachregrobeblleron) musschmäh» heist Pelagium nach seiner gewöhnlichen grob-Wt heil nicht allein einen narren / der sich von demSchottlandischen drey/oder wie andere exem-plaria lesen/ von huren-speise / dicke gefiessen.(d) Sondern er vergleicht ihn auch mit demhöllen-hund Lerbero, den man mit der geistli-chen kcule todtschlagen müste/damit er mit sei-nem meisier/dem hollen-gott Plutone, ewig-lich^ das nraul halte, (e) Und durch solcheschändliche expressiones und tractamenta solcedieses irrende schaaf von den vermeinten Hir-ten zu recht gebracht werden / welches dochaus einer guten Meinung und absicht gefehlechatte/wie wir bald sehen wollc.Also da ihmkaie-ronymus die breiten schuldem von seinem leibevorwarff/ / f ) ^ meinten die andern/sie dürff-len den armen katzer eben auch schrauben undveri.en/wie sie wollen. Drum lachte ihn ei-ner von den Orthodoxen aus / daß er nur einäuge / breite schuldem und einen starcken halßhatte, (g) Als wenn ncmlich diese beschaf-ftnheit des leibes ihm eme schände gewesenWare bey denen / die verständiger und geschei-ter warenals diese Orthodoxen.

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auch von einem so groffmLehrer/als Hieroay.

mus seyn wolle/ sehr leichtsinnig/ wenn erPe.la§ium also hönisch durchzog : Du hörest " W v.vrettetchk/wre Moses/ töVZZ von an- "gesichr 31» angesiche in wolcken und"dunckekn reden / »nd kömmst mit er-"nem gehörneren kopffhervor« (si) Auswelcher art mit ihm zu handeln man keine ge-ringe Verbitterung und eiffersucht wider dieseleure siehet / da sie bey unpartheyischen ihresguten Wandels wegen beliebt gewesen/wel-ches die andern verdrossen hat. Drum schrit- Verfohten sie auch alsbald zu gewaltsamer verfol-Z""Swi-gung/ und rühmetens nacheinander / wenn |tr cr > e *die Pelagiantr wacker verfolget und aus demlande gejager hatten. (i) Denn als diese auffdem Concilio zu Epheso nicht flugs alle bann-fluche un unchristliches verfahren der Orthodo-xen gut Hcrffen wollen/wurden sie zugleich mitden Nestoriancm verdammt / Mit der ange-hengten schönen Ursache: Es würde sonst sehr«ungereimt heraus kommen / wenn sich ihrer»

30.tinem gantzen synodo von rio.Heiligen"Bischöffen entgegen setzen wollen/zumal da"sie keine autorirar vvnderPriesierlichen wür-»de hätten, (k)

(d. Hieronymus praes, ad Lib. I. in serem, (e) Ibid»

Lib. III. pries. ('s) idem I. adv. Pelagium p.

273. ( g ) Oiolius «pol. de Lib. Arb. p. 716 .

( h) Hieronyui, I. c. (1 ) Cieleltmus ep. ad Ne-stor. in Actis Synodi EphesTo. I. (Ic) ActaConcil. Ephes. Tom. IV.

s. So war es auch ferner der Clerifey sehrangelegen und eine grosse ftcude / daß sie oieObrigkeit wider diese leute auffhetzen konre/die ihnen ihre Vortheile in etwas stören undihr leben bcfthämen wollen. Drum hielten Fctnd,sie nicht nur so viel Oondlia wider sie / sondern schafft deres rühmte auch jener Pabst so sehr / daß die Pabsregt.tödliche raserey der PelaZianischen vcsilleutz^n fie.nicht allein durch die gesetze der Carholischenkirchen/sondern auch der Römischen Regentenwäre verdammt worden/so gar daß ihre Nach-folger keine bleibende stätte auff dem gantzenerdboden finden könten. (1) Wie denn oie^smi»Käyser lffonorius und Ibeodolius in rincm 3 h^edict; einem jedm frey siellettn/dr'e Pelagia-«' V»er (deren lehre sie verflucht und ein sacri.«legiumnennen) vor den rrchterzu schief,-»pen/ und ihre bestrafl'ung ohne Verzug»zu urgirett / daß sie des landes verwre-»fen würden." (m) Ja in einem andern/ sosie das jähr darauffAnno 4' 9 . publicirer ha-ben/werden diejenigen/ welche sie nicht angä-ben/gleicher straffe mit ihnen unterworffen/und welche Bischoffe ihrer Verdammung nichtunterschreiben wolten / denen wird die absetzungvom amte und ewige lands-Verweisung zuer-kant. (n) Lontsimtius hat gleichsglls alle Pe*lagianCl' / und sonderlich Caelestium aus dersiadt vertrieben. (0) AZie denn auch Julianus ^ seines Bisthums entsetzet worden. (p) Da-mit wir aber nur kürtzlich sehen / was man ih-nen vor puncte in der lehre schuld gegeben/Ihreleh»(denn im leben fanden die Ottsiodoxai an ih-rea.nen nichts / wol aber an sich selbst gnug zustraffen) so war die fache also bewandr. Well^Pelagius und die andem sich des wahren Chri-dazu.sienrbums ernstlich beflissen /uno hingegen dieSo klmgts so genannten rechtgläubigen/sonderlich 0-eLeh-H h % rek