244 TH.I. B.V. C. V. von den berujfemnkätzereym dieser zeit.
Jahr
cccc.
Wv.
(q) Hericus Antisiodorensis in Vita S. Germani,Orosius. Hieronymus . Augustinus , h. 80. Pro-sper. Conf. Henr. de Noris Histor. Pelag. Joh.de Laüt. Hist. Pelag. & Semi - Pelagianisini. Pe-tavius Dogm . Theol. L. I. To. III. UsteriusAntiqv. Britann. & Hist, Godefchalki. (r) Pe-lagius ap. Augustinum I. de Grat» Christi c. 7.(s) Idem Expos Ep. adRorn. c. 8. (Augustinus L. de Spir. & Lit, c, 2. Lc 41.
IO. Ob aber wohl diese lrute ihren begriffchiermn nicht immer mit einerley Worten aus-druckten/ eben wie die Orthodoxi disfalls ih-re freyheit brauchten / so erklärten sie sich dochimmer deutlich / zumal / wenn sie im streit be-griffen waren. Also da sie den menschen ingeistlichen dingen viel zuzuschreiben schienen/führeten sie doch alles ursprünglich wieder auffGOtt / und liessen ihm seine schuldige ehre.pelagii be»«Wie Pelagius abermal deutlich redete: Derkäntoüs „mettsth hat in seinen gute« werd 2 undvorn frey, „willen em lob ! ja mensch und GOtt/«uvmen. „welcher die möZlichkert des rvittcns/*> und deswerckes selber gegeben hat/und„der selbst der Möglichkeit ferner gnade„durch ferne hülffe allezeit beyffeher-Abcr„dz der menjch das gute wollen und vol l-„ bringen kan / das kommt allein von„GOtt . (t) Wenn sie nun neben diesen an-dere und harte formuln brauchetcn/zum exem-pel / von der liebe (Sattes t ersüllung desgefttzes / Überwindung der anfechrmr-gen/ wie sie von den menschen auch nachder natur geschehen könte / und wie esdurch die gnade nur lerchter werde: sowarmes nicht schwer / alles aus den andern zuerklären. Zumahl da die so geName Ortho-doxen ihrer vorfahren worte/wennsieofftwolnoch härter geredet hatten/cbenauffsolche artDon den zu retten pstegeten. Dahin auch gehörte/ wasgaben der sie von den Lugenden und gaben der HeydenHeydeu, bekanten/denen auch Justinus und andere gros-se dinge zuschrieben / ohne daß sie deswegenwaren verkatzert worden / wie wir im letztenCapit, des II. Buchs gesehen. Vielmehr sie-het man aus Hilarii brieffund andern uhrkun-den/wie sicffdiese lehrer in solchen Puncten auffihre aurorität verlassen/ und andere damit ge-blendet und verbunden / daß sie ihre aussprü-che und beschuldigungen ohne weiteres nach-„ .. dencken glauben müssen. Jmmaffen jener anAugustinum ausdrücklich schriebe/ er wür-onho- ->be mit gründen nichts ausrichten /do-k». „wenn er nicht bey diesem streit sein am»scheu vorwendete. Ja die Orthodoxenselber bekanten von einander / daß sie in gan-zen Conciliis gar zu Hitzig zugefahren / unddiese leute ohne gewisse Untersuchung verdam-met hätten. (u) Welches einige kätzer-machervergebens laugnenoder bemänteln wollen, (x)Zugeschweigen/ daß Pelagius selber Anno 415.von dem Concilio zuDiospoli adsolviret wor-den ist., (y) Wie denn ohne dem dieGriechi-schen katzer-bücher von dieser kätzerey nichts wis-sen wollen / auch derer / so doch üm dieselbigezeit gelebet haben / weil die gantze Griechischekirche bekamcr Massen nicht ferne von ihrerMeinung gewesen.
(t) Pelagius Eid.,. deLib. Art. ap. Augustin. I. deGrat. Thr, cont. Pelag c. 4. (u) Zosimus epist.l.adAfrieau. To.I. tone, Labbai p.i^*. (x) Ba-
ronius A.417. n. 18. (y) Orosius Apoi. deLib,
Arb * cccc.
n. Nach demaber nun dieser streit eine gute bißo.zeit gewähret hatte / wollen etliche ein Mitteltreffen/und gaben diesen leuten etwas zu / da-mit sie desto näher treten/önten. Alleine eben z-m!-?-.darüber trugen sie den kätzer - namen der hal-^-°er.ben Pelagianer zum lohn davon / und mustenbey den Orthodoxen eben so wol leiden. In,sonderheit weil Augustinus mit seiner eigenenMeinung die andern alle als einberühmterLeh-rer überstimmet und eingenommen hatte. ESgieng aber dieser ihre Meinung dahin / daß sienicht eben zu einem jeden wei-cke die hülffeGvttes nöthig achteten. Und diese nennte,,man auch Massilienses, weil sonderlich sohan- ^uihs«.nes Cassianus ,von dem in z.Cap.geredetwor- 'den/diese Meinung zu Marseille inFranckreichunter den Älönchen und sonst ausgebreitetHatte. Nun Hielte zwar Augustinus selber son-derlich diese Meinung vor arger als die Pelagia-nische/daß sie sagtcn/die kleinen kinder wärenzur siraffe oder belohnung bestimmet / nach-demnemlich GOtt zuvor gesehen/ob sie frommoder übel leben würden. Gleichwol aber wol-Le er sie nicht vor katzer erklären / sondern hiel,te sie vorseine brüder und freunde. Denn ober gleich bekante / daß sie es hierinne mit denPeiagianern wider die Orthodoxen Hielten/daßnemlich die gnade GOttes nach des menschenverdienst gegeben werde / so war es ihm dochnur lieb / daß sie wider die Pelagianer zugleichmit den Orthodoxen dixutirten. Angleichenweil er vonHilarioArelatensi und andern durchProsperum versichert ward / daß er ihm in al-len folgte und ehrte. Nichts destoweniger aberbegegneten die andern diesen leuten ziemlichharte/und wenn Augustinus nicht gethan hat-te/würden sie wol andere titcl kriegt haben.
Wie sie denn zum wenigsten bey ihnen heuch-ler/heilige / heimliche wölffe heissen musten/weil sie etwa mehr ernst in derübung des Chri-stenthums brauchten / als die / so sich der rei-nen lehre durchgehcnds rühmeten. (z) Da-hero auch die Römischen Päbste den from-men redlichen Cassianum , haustum Regien-sem und andere nicht unter den approbirteiHund xrivilegirten Kirchen-Scribenten leidenkonten /. weil sie ihrer heucheley ungelegen ka-men. (a) Ja ein Mönch / Maxentius ge,nannt / hat des hausti buch öffentlich vor ka-kaustus.tzerisch zu erklären sich unterstanden / nur weiler es mit des Augustini seinen zusammen ge-halten und also verworffen hatte, (h) Wor-innen aber insgemein die verständigen seinetucke und falschheit bekennen und straffen. Zu-mahl da Cassianus Nichts neues vorzubringengetrachtet / sondern nur Chrysostomi, isidoriund anderer lehren wiederholet habe. (c) Son-sten aber sind mit diesem einig gewesen der ge-dachte Hilarius , der Vincentius Lirinensis ,der sonst sehr eiffrig ist/ und nach etlicher Mei-nung Gennadius UNd Honoratus , wiewol sieandere entschuldigen, (d)
( Augustinus L. dcPracdest.Sanct. c.t*. ) Id»m L H
ad Prosperum fcHilar.c..7. »+ &L.I. cs, 4 . ’(z)
Prosper. L. adr. Coll«. c.J . & }3 . (a) Gc]a ,l u '
in Decreto sb) Maxentius ad Hormisdam E P .
R T< (C) , L,V1 - Hist - Pe) *g. rh. 18 .
p. 646. ( d ) Vid. Natalia adv, Baronium
See, V r ,