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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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der kirchmin dieser zeit.

t/niMigllch bey dergleichen eyfter zu thun ist)E unö setzte schwere leibcsstraffen drauff. Aberlf ' eben auch hierum erwies er sich ungerecht undeigennützig/indem ereincse<ste der Arianer / dieüexscioniten hiesse/ verschonest/weil die Go-thischen Könige in Italien derselben zugethanwaren/ die er dazumal nicht so sehr beleidigenwolte. (u) Die absicht dieses Orckodoxeneyf-ftrs mtdecket einer in seinen geheimen Historiendeutlich gnug/ wenn er schreibet: >, Es wärentöe Ariani|cben kirchen |o reich gewesen /daßauch alle dinge darin vorrgold/stl-ber und edelsteinen gemacht worden/welche» alles Justinianus weggenommen/ttuddamit unzehlichen armen leutenrh-ren bissen brod gleichsam aus dem mun-de genommen hätte. Ja es waren auchdazumal viel Ananer in den kirchen ermordetWochen, (x) Und diß waren die schönen fruch-te des Orthodoxen eyffcrs/nemlich raub undmord. Wobeyer doch bei-seines gleichen denrühm behalt / daß er den katzergifft von gründaus vertilget habe. Welches aber so wenigwahr ist/ als wenn man sagt / constanti nus ha-be dasHeydemhum ausgerottet. Inzwischenist offenbar/ daß er zu den folgmden blutigenwüttreyen gegen die zeugen derwarheitmirsei-An gemachten rechrensehrviel beygetragen ha-be/ da der Pabst aus selbigen in seine d-cretadergleichen grcuel einführe. Zugeschweigen/daß die leute/durch welche er dieses auffsetzcnließ/Heyden waren/und daher gerne verhalf-fen/daß dieChristcn einander selbst auffrieben ,und frästen. Welches auch biß claro durch sol-;

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flußrgerzergetgehabt/sogar/ daß er auch gleich ^ Dm ansang se.nesKayserthums alle das seinige 5 dJdm kirchen geschencket hatte, (c) Hingegen Schindschwiegen sie zu allen ubrigengreueln/ schand- cbelcy derthaten und aberglaubengemestille/weil esih-Kle"stpnen zugang brachte. Da war esalles wolge-^"than / wenn er den armen Unterthanen uner-trägliche schatzungen aufflegte/und den beam-ten ihren unterhalt entzog/nur daß dergrossetempel zuConstantinopel prächtig und kostbargnugkonteda stehen/und von lautergoldundedelsteinen schimmern, (d) Die Pabste zu Der Pab»Rom liessen ihn auch gern in andern passum/^*wenn sie nur ihrennoch sthr wacklenden stul be-festigen und erhöhen fönten. Es ist bekantgnug/wie sehr sie immerdar «uff Justiniani aus-spruch getrotzet haben/daß die kirche zu Rom das Haupt Verändern allerscy/wie ersiealso meinem brieff am Pabst jostannem genennt hat /

(e) davon bißher viel streitens und critillrensgewesen ist.

(y) P. Diaconus. Egnatius, (z) Matianos ScotusAnn.DXXIV. NicetiusEpstc.Trevir. epist. adJustin, ap. Mersläum Annai. Ttevir. Epiic. (a)

P.Diaconus, (b) Liberatus Bav, P. Diaconus.

Zonaras. VictorTunuunensis» Evagr. Aga-petusäe Vigilius P.P.RjR, (c) Cedrenus Annai.

(d) Zonaras. {e' 1.8, C, Just. de Sum. Trin.

iz. Was es zuletzt mit ihm vor ein ende ge-tM^-».nommen habe/bekennen die alten 8cribentennuswjrdungescheuet/da einer also schwibet: Justinianus cfn a-verfassere ein edict, darinnen er den leib des" P iuhart0 *HErmunverweßlichnennere/undsagst/daß"^^'er der natürlichen und unschuldigen leiden-

Justimaaus »jrb

chevcrmeintejurageschehen ist.

(u) ThcfOpliaiKs. Ix) Procopius Hist, Arcan.

14. Gleichwol hat es mit Justiniani OktstoBkÄtt Nicht lange gedaurer. Denn nach dieser^' Verfolgung wider Dic Arianei' bekäme er sich zuDen Eutychianem/ und begegnete noch dazudem Römischen Pabst Agapeto, der gleichviick Constantmopel kommen war / sehr un-gnädig. Daher ihn dieser auszorn ins^angc-sichleinengrausammOioclerianum hiesse, (y)Andere von der Clerisey schrieben an ihn / er»wäre tu des Verräters Judä gefell---fchasse getreten / mit dem er mt holli-»fchcnfcucr vrcitnenJoltestrmrdemTeuf»fcl und seinen engeln / wenn er ein karger» bleiben würde. (z) Und über diesen han-deln starb Agapetus weg. Sylverium den fol-genden Pabst ließ die Gemahlin Teodorains elendverweisen und darmncn umkommen/weil er denBischoffvon Constantinopel An-tbemium einen Eutyohianer Nicht wolte ausexilio wieder annehmen, (a) Unddie-JJflgW seiner Gemahlin der Iheodsr-e (welcheUhliork'^st auch krocopius als eine ertz-canaille ab-jm». wählet) giebt man hierin und sonst viel schuld/weil sie allen umständen nach keine PatroninvonderLlerisey war/und gleichwol dem Kay-ler m dem meisten nach gefallen stimmte/ zu-gleiö) aber ihren eigenen murhwillen dabeyausübte. Welches ihm auch von den Scriben-tmäum schimpff nachgesagt wird/daß erseinerratzenschen stauen in allem so sehr gefolget habe/weil sie der Eutychianer parthey hielte, (b) Undin diesem stück urtheileten die Orthodoxenlchaiffgnug von ihrer Obrigkert/ und vergas-en aller vorigen wolthaten / die er ihnen über-

schauen nicht strhig gewesen u.s.f. Dieser Mey-nung beyzustimmen hat er alle Pnestergezwun-gen. Ob ihmabcrglcich die meisten/und son-derlich Anastabus Bischoss zu Antiocstm , wi-dersprochen habe/so blieb derKayser doch dabeybiß ansein ende/und weite die Priester deswe-gen ins exilium verjagen. Er ward aber miteiner unsichtbaren wunde geschlagen und starb/wie dieser Historicus darzu setzet. Der auch und vonseinen tod also schrecklich gnug beschreibet/denor-nemlich wie die eyfferer ihre dinge groß zuma-chenwissm: Justinianus. daerausfcinmal"^°Lalles nutunrcchvund Verwirrung ange- "füllek/und den lohn seiner thaten am en-"de seines lebens empfangen gehabe /ist"endlich zu dem untersten richterstul hin-"gewannen / d.i. er ist verdammt wo den."

({) Und dieses ists / was andere alte 8cri beutenvon ihm gedencken / daß er durch die kätzerey der

Aphthartodocerarum oder Severitm (welchevon den Eurycstianem herkamen) sey verder-bet worden/welches sie denn/weil es mehr alszu gewiß gewesen/nur zu entschuldigen suchen:

(g) Zwar hat ihn der synodus sexta hernach von Von an»dieser beschuldigungloß/und dagegen nachderdew ftli»aewöhnlichm schmeicklendm urt ftlig und her- gcspro.lig gesprochen, (st) Wie ihn auch der Pabst $«*'Agatho oder Eonifacius (verein böser mannund dm cb auffruhr zum stul kommen war) alseinen Nachfolger des wahren und Apostolischenglaubens rühmet. 0) Alleine nach der Ortbo-doxen eigenen principien reichen dieseschmeichlerische lobsprüche nicht weithin/son-

dernsehennurauffoievorlgcnmerrtengcgendie

Cleriscv' Denn ob er schon den Chalcedo-nensischen synodum im ansang sehr vertheidi-get gehabt/(k) auch wider die Euryolliuner

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