Buch 
Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
JPEG-Download
 

Th.i. B.vi. C-1- von dem änsserlichen zustand^

schehcn.

Jahr D.edicte publickct/ tiNM synodum vor dieOr-

W dc . thodoxcn angestellet u. s. f. (deswegen ihnauch die Oreboäoxen lobten/und so gerne bißuns ende vor ihres gleichen ausgeben wollen)so ist doch bekam/daß sie keinen vor gut erken-uen/wennernichrbestandigbißcmsendedabeyAus was geblieben- Nun bekennen von ihn? nicht alleinvor grün. yiemeisien alten/welchenurvonihmetwasLt-dc cv gc^ s^^t'brn / daß er mit dieser katzerey behaffcetworden: (I) sondemdicneucn erkennen die sa-chc auch vor gewiß, (m) Ja viele setzen nochvarzu/wic erzuletzr gantz unsinnig worden/unddadurch eben aliesein lobund verdienst aufs ein-mal zu nichte worden sey. Womit zugleich ei-ne grosse stütze der Orthodoxie über den haustengelegen. Undwillmansagen/dieandemhar-

tena?iedcmLv.ignohieringesolget/soistesdoch

noch nicht bewiesen/da die umstände bey allenso genaueintreffen/undLv3§riuLso wolalsdieandern ihrengewesencnPatronnichtsowürdenAerworffmhaben/wo ihnennicht dieoffenbarewarheit diese bekantnüsse abgedrungcn hatte.

({) EvagriuslV.39.4®.4l.&V.i. (g) NicephorusXVH,c.t<),3i. (Ii) Synodus Quini Sexta prse-fac»&ap. Niccphor.J.c, (i) Agathoibid. Act.IV. (k) Evagvius IV.4. ( 1 ) Post Evagr. & Ni-cephor, EustathiusViraEutychii» CedrenusAnnal.p.318. Zonaras To.III.p.130» Theo-phanes Cluonogr. p, 203. Constantinus Ma-nalfcs Annal . (m) Jo. Forbesius Iustr, Hist.Thcol.III. c.t8. GeorgiusRichtenisOrat.dcJustin. Nie. Alemannus ad Procopii Arcana.Jo.Cuspinianus in Just. Baronius. Spondanus,Jo. Phil. Voburgius Hist. Volum. Centum de-snonstr,p,l7i. Jac.GaulterusTabb. Chronogr.P> 4S9. J> Bapt* Riccioius Chron. Reform.To, 11 , A. £63. Jo. Cabuisutius Notie.Ecd.See.VI. p. 244. Petayius Rar.Temp. L. VII.c.f. ThomasLydiat.Can.CiH'on.A.M.4f68»tl, Reusoerus Isag, Hist. A.sLz. HollangerusH.E.fest. I. See. VI. p. Zoy. J. Jonstonus Po-lyhift. Monareh. Rom , lib. III. c. 13, Chron.Matthise Th.Hist. Per. III, p. 7 62 .. MierailiusH. E. III. Iect.4. Ceilarius Nucl. Hist. See. VI.{qui tarnen rcvocat. Hist. Ant. p. 62.) 1 . 6 .

Layriz.Syn.Hist.Scc.VI. Chr. ClausiusDclin.Hist. p. 8Z. Hist. Ecd. Goth, L.H.c. 3. fest, j,p.H. Ccntur. Magdeb. VI. Oliander p, 224,Spanhcmius H. E. p. 540. I. Lxtus Hist,Univ.p. 149. LautenbergiusHist.Univ. p,5jj.Krcmayerns H. E. p, alt. Dresserus Mist. VI. p.553. Pardus H.E. p.is*. Kortholdus H.E k p,2oi.

t4* Im übrigen wäre von seinen rcchtsbä-ehern auch viel zu gedencken/welches aber ei-lcstu kow-'Nl!ich nicht hieher gehöret. Dieses isinun-nm. "ichro bekant/das juliiniaiw von einigen zu viel

geschehen/die ihm nachstigen/erhabenichtcin-mal lesen und schreiben könnm. (n) Denn siehaben sich von des Suidas Worten bekriegen las-sen/darinne von Justiniano stehet/er sey«v«A-cLu<z3>*<&, ohnewissrnschafft derbuchstaben gewesen / welches aber falsch ge-schrieben / und von Justino seinem vorfahrenvielmehr wahr ist / wie die Gelehrten nunmeh-ro bewiesen haben, (o) Indessen findet mandoch auch schlechten gründ /daß ihn etliche zu ei-nem jo hochgelehrten Regenten machen/ indemer zu allen denen büchern nur st inen namen hcr-Wcr feint gegeben. Das übrige haben einige heydnischercchlkbü- Juristen aus den allen gesttzen der heydnischenimö ^lgenden Regenten zusammen gesucht.N'r.bonia. Äst' vornehmste Urheber war Tribonianus einnus cm bd, Heyde UNV gotrlostr mann/der der Christlichenstrmami. rcligionüber alle masstnfeind war/wie die altenLcribemm deutlich bekennen. Die auch dar-

zusetzen / daß er ein rechter lcutbttrieger und -schmeichlcrgewcstn/der die leute mit guten wor- 1ten abspeisen können. Der geitz habe ihn sobesessen gehabt/daß er seine urtheile und reipon-sa alle ums geld verkaussc l und alles nach gunstund gaben im gerichte eingerichtet/auch die ge-setzt darnachenrweder abgeschaffetoder wiedererneuert/ nachdem es ihm viel geld eingebracht.Daheroauchdasvolckrebellim/undihnnichtmehr im regiment leiden wolte. (x) Wenn mannun die Ungerechtigkeit dieses Triboniani mitder oben erzchltcn greulichen tyranney/geldbc-gierde und.unbilligkeit des Justiniani selbst zu-stimmen halt / so ist handgreifflich / daß die /lu-rores von dem Lorpore Juris, wie mans nochhat /nicht allein pureHeyden und hcuchler/somdem auch gottlose und ungerechte leute/ja garAtheisten gewesen. Welche auch in derlhatselber /vermöge der klaren Historien /ihre eigenegesetzt nicht im geringsten gehalten / und folg-lich verworffcn und vernichtet haben. Ichwill nicht stigen/aus was vor abstchten sie diealren schriffrcn und rechrsbücher alle abgeschaf-fet /und nur die stückedraus behalten/ welcheihnen angestanden. Von dem nächsten nur-hclfserdem Jobanne einemxarriciozeugenauch bdie alcen historici, daß er nicht nur keine ge?*

Ab justi-

lchrjamkcir gehabt / (die (ic Triboniano noch a 'beylegen) sondern daß er ebcnfals ein gottloser/grausamer/geitzsger und meineydigcr mann ge-wesen. (g) Die übrigen Furores dieser rechtenwerden allemanschcn nach/und wegen des all-gemeinen Verderbs selbiger zeiten nicht viel bessergewestnstyn.

(n) Dion.Gothofredus Hist. Ant. Eib. IV, in Justin,Chr» PczeliusContin.Sleid. HenricusGuthber»Jetus Chron.p, 289. Baronius Aun. DLI. Val-la deEleg.VI.c. j5, . Alciatus IV.Dilpunct.c. 7.Anton, paberRational. I. P. Digest, Ofiander I.C.p.94. (0/ PeiraviusVII. Rar.c.i. Nic.Ale-

tnaunus adProcop. Matihist C. S, Schurtzllei-schius diif, dc Justin. Orthodoxo, (p) Suidasin Triboniano . Procopius Bell . Pcrf I. Alcia*tltsl. c, (q) Procopius I. c.

N. Es last aber die kürtze und das vorhaben jrnichtzu/diesehrschwachenundnichtlgcngrün-dbe zu untersuchen/ womit man insgemein dierechte des Justiniani unterstützet/da ihrer vielgantze bücher hievon geschriel.cn/ (r) und ihnzum Muster der vollkommensten Regenten an-gegeben haben. (s) Zum wenigsten ist aus demTorpore Juris essenbar/daß darinnen unzcbli-che abergläubische uieynungen/ unchristliche/ärgerliche/tyrannische/gefährlichesätze stehen/welche im gemeinen wesen unendlichenjammeebißher angerichtet haben. Zum exempcl / daer von seiner eigenen person so lästerlich redet/und habenwill / daß man ferne ervrgkcrt an-beten sötte: item . daß man glauben müsse /cr habe einen Göttlichen nmnk»/Göttli-che rathsthläge / hrmnüische gessye u. s. f.Absonderlich wissen sich des Pabsts liebbabeewol damit zu behclffen/und haben wol eher ingantzen büchern ihre greuelwidcr die Lurheranerund stekormirten aus demselben klar bewiesenund hergeführet, (s) Also beruffen sich die Pa-plstm haufsig auff die zcugnüsseamd einstim-mung Justiniani , zum txempel: Daß ZU"Rom der ehrwürdige fty des Apostels»Petri / imt> der höchsten Apostel few (t' »Röniische kijche hqs Haupt aller "

Gemeü