rLo rh.l.B.Vl-C.11. von dem inwendigen zuftandder kirchtlf.
°^ahr v ihren gnädigen Herrn schrieben / ( 1 ) und diebiß dc. Käyssrliche Ministros ihremitdiener (Gonfa-Päbstll- mulos) nenneten. (m) So war auch der na-chername.^ noch immer andern Bischoffen ge-mein / wie die Pabstler gern zugeben. Ichbrauche ihn auch hier schon in diesen zeiten nurim gemeinen v erstand / und weil man dessen vondiesenleuten am meisten gewöhnet ist/auch derPabst und Antichrist sich an den meisten schon
in ziemlich voller gestalt gezeiget hat/wenn 6re.
gorius M. schon dem Bischoffzu London dasPallium gab / und die Englischen Archen sich 1unterwarffen / weitn er Virgüium von Arlesjutn Vicario in Franckreich setzte u.s.w. (n)
<b) Grcgonvs M. IV. ep. 3;. 34. VI. ep. 4. »4- 30.(ij Justiu.anus ep. ad Epiphan. (k) Libera-tus. l’rocopius. Facundus. Hermianenlis.(I) Gregor. M.H. ep. 6z. ad Maurit. & IV, ep.;8. (m) Lib.HX.cp.*. (n) Id. XII. ep. p.
IV. ep f z.
Parnaß 4. Hieraus ist hoffentlich ein begriff von derchcn in beschaffenhcit der Archen in Occidem zu haben.or<ent. Orient wurden gedachter Massen die Pa-triarchen von Constaminopel von dcmKäysersehr erhoben/darüber es vielzanckens mit demRömischen gab. Und die übrigen z.Patriar-chen daureten dißmal noch so lange / bißsie vonden einbrechenden Saracenen und andern end-jlieh übern Haussengeworffcn wurden. Wobeydenn nicht einmal mehr zu erinnem nöthig seynwird/wie die Clerisey in diesem und allem auffdie blossen chrentitel/einkunffte/ herrschafft u.s.w. gesehen / ihre Gemeinen aber nicht im ge-ringsten mehr in acht genommen. Denn ausdenvorigennachrichtungen ist schon alles klar/Ein neuer wie auch aus ihren eigenen astionen. Wor-von justi- auff war es sonst angesehen / wenn Justinianus ! ” tne ueue Patriarchenstelle in Illyrico in dergefliNt. Justiniana prima stlfftete/als auffseinen ^rühm/damit die leutenach seinem tode etwasvon ihm zu sagen hatten/ und sein name übrigbliebe/weil diese stadt sein Vaterland war? (o)Und dahinwar es ja auch mit den übrigen er-theilten freyheiten und »»theilen der Cleriseyangesehen/ MNN Justinianus ihnen ihre Dioece-tes immererweiterte / die einkünffte vermehrete/und sonst als ein orthodoxe Regente ein lobdavon tragen w olte/ welches doch schlecht gnugWeltliche zuletzt heraus kam. Er ließ ihnen zu / in allenArrichte stichm richter zuagiren/ob esgleichden Namenswbffm / st ^ Z^chähe es eben nicht so directe undüberlassen, völlig/und nur wenn diepartheyen zugleich siezu Achtem erwehleten. (p) Und weil es bey der-gleichen weltlichen Händeln viel zu thun gab / soversaumeten die Bischöffe nicht allein ihr or-dentliches amt gantz / sondern legten sich auchnoch als weltliche Herren einen Haussen bedien-Dersclbm tenzu/daher kamen überdie im vorigenleculoneue be, erwehnte Defensores usi Acivocaten noch
©tmc, j iyoi ^^lVadvocatt/Archivari^Secretariioder Chartophylaces, Referendarii, Visitato-res, Sacellarii, Oeconomi UNd dergleichen /da-
mitsie einen staat machten/und sich völlig in dieLardinäle Welt schickten. Was man aber von Römi-vb sie scheu Cardinalen in diesem feculo vorgeben*?sci^ C# voill / hat keinen gründ. Denn es hiessen da-***' mals Presbyteri Cardinales fb Viel als die vor-nehmsten ersten Priester / ( a cardine ) undzwar nicht nur in Italien /sondern auch in denHranOschen kirchen. Ja Gregor; u s M. nen>n-
te einenBischoffauch Lardinalem Lacerdotem, v.und andere hiessen auch die Diaconos also. (q) biß DC.Wir werden aber der Cardinale Ursprung wei-ter unten sehen.
(o) NovebaJustin.XI. &CXXXI. (p) IdemCod.
& Nov. (<]) Gregor.M. I.ep. 77 * 79 . ü-ep. 6.
& rr. M. Ant. de Dominis IV. Freinshemiusde praeced. Elect. & Cardin. Car. Molinaius deMon. Franc. Buddeusde Cardinal.
s. Der übrige zustand der Clerisey insge-Verderbmein war nun immer elender/ so daß nicht allein ,
Gildas und andere gantze klaglieder davon^schrieben/und die conciliasilberzeugen musten/reit wir im 4. capitel §. 5. sehen werden/
sondern GregoriusM selber hat bey seiner gros-sen partheylichkeit dennoch sehr darüber gekla-get: Der sdnesterordeir wäre mmmechro "von innen gefallen / »nd würde von auf ■ ‘
(ei* auch nrche lange mehr stehen kön-"nen. Es sey an rhnen erfüllet:/ was “Malach. !1.8.9. stehet, (p) Es reden auchdie öffentliche gesetzt Justiniani und anderer/sonderlich der Concilien / von ihren lasiern undgroben excessm / die man schände halben harverbieten müssen. So war auch schon eine sol- Univissn,che Unwissenheit unter ihnencingecissen/ daß sie HM ca-nicht einmal in gemeinen ausse» lichen wissen-mbm.schafften und sprachen fortkomnien komen.
Drum gestünde der gedachte Gregorius aber-mal/daßzuLonstanrinopelkeineintzigerwäre/der Latein verstünde / und er selbst hätte keinGriechisch gclernet. (q) Daran unter andernauch Justinianus sshr schuld harte/wie die Au-toresgestehen/da erden Profestom und Schul-dienern ihren ordentlichen besold wegnahm undauff unnütze gebaude wendete. (0 Es gicng U H ft j t ,auch in der wahlund beruffung der Kirchendie- ruff/ner so verkehrt zu / daß man unersahrne rohewelrleute alsbald zu den grossen Bisthümernzog. Das machte/weildiekirchenamrernuninlauterwelrlichen staat/ pracht und überstußverwandelt warenz so sahen die Grossen / wiesie , ihre verwandten und cliencen dahineinbrachten. Daher liesst man/ daß in Franck- ^reich Clodoaldus, nachdem er vomReich ge- UMerstoffen war/ sich zu einem Priester machen ließ. lrutt.
(S) Clodovreus wüste Chararicum nicht anders
loß zu werden/als daß er ihm neben seinem söhneine platte scheren / und den söhn zum Diacono,ihn aber zum Aeltisten machen ließ. (t) Und somachtens auch Glnlpericus mit lvleroveo, an-dere mit andern. (u) Viele bettelten oder trän-getenstch mit list und gewalt in diekirchenam-ter/ wie abermal Gregorius offte / sonderlichüber die verkauffung derselben klagen musie.
Und hiezu mißbrauchten die Bischöffe derObrigkeit namen und gedult gar sehr/sonder-lich derer Kayser/welche so lange orthodox heis-ssn musten /als sie zu ihren stuckgen durch diefinger sahen und mirholffen. Welches diesedenn auch thaten/so lange sie ihr eigen interest'edabey hatten / weil es doch damals nirgendsmehr redlich und nach GOttes willen zugieng.
/p) Gregor.M. IV, ep.yi.jj. V.ep.7. (q) Idem
■ VI * C ' 29 * (r) Zonaras. (s) Gregor.Turonens.
III. c. 17. (t) Idcin c. 41. fu) Ado Viennen-sis A^t.'.V. ^
! 5 Aus diessrverkchrten art folgten die un-Falscheendlichen mißbrauche und greuel/so sichindie-grimsescmstculo finden. Der gründ des Christen-dckKhruthums wurde sogar übern Haussen gervorffen