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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Sf> j.sg. 1 vi. OVv. mu bcn gMstottf* fkcititfeitcn*

VL 4 . Eben zu Alexandria war ein Diaconus"biß VCL. Themistius genant/der gegen seinem BischoffThemisti- Timotheo (welcher es mir den EutychianCitlan£r ' hielr) also schloß: Wenn der leib CHristiver-weßilch ist/ so nu'ijle man auch sagen/ daß eretliche dmge nicht gewust habe. Worausuran stehet/wie dicstblmde leme bey ihren zu-sammenkänffu'n vo» nichts als von lagen undstatui mi / von leeren meynungen und wortkrie-gen zu reden gewust. Da ihm nun derBi-sthoff nicht bcypst.ichten wolre/mnnte er sichvon ihn; / und machte eine eigmehste / die man/tZnoiücn.'i hemsttianer hiesse / imgleichen Avnoctpn.Und dieses von eergedachttn meynung/die sieaus Matth . XXIV. 36. Marc. Xiii. 32. be-haupten wollen. Wiewol noch ungewiß ist /dbsie es von der Göttlichen oder menschlichenNatur gemeinet haben /da sie so undeutlich ge-r'edr / und wo! selbst nicht gewust / wassie sagenoder setzen wollen: (i) Zuvor war auch merck-lich/daß über dem difputircn wider den 8eve-rutn übermal eine neue meynung entstund.

Philoyo- Denn daffohanoes ThiI0p0n1.lL, ein Oramma-ticus und Philosophus zuAlexandria, sich ihmnach der gewöhnlichen zancksöchtigen schulartrntgegensetzte/verfielerauff diesensatz: es mu-sten nothwendig auch zwey hypostases oderselbständige wescn inCHristo seyn/wenn zwoNaturen waren. Und folglich meynteer/eswaren in GOtt selber die?, hypostases auch 3.Naturen / oder suhstantien / die einander gantzTritte- gleich waren. DaHcr man seine anhänger VriiiM° rheiten nennte / als wenn sie gar drey Götterstatuirren/ob sie wol 5. Gottheiten zu nennenbedencken trugen, (kj Und so harte der Saranmit der vernunssc sein wcrck/ daß er die gehei-mnüffe GOttes durch solche schulzancker nurspottete/und indessen ihres wahren suedens unddcyls vergessen machte. Denn wie diese festeneinander ausgescholten/ belogen und verleum-det/ verdammt und verflucht haben/ ist mitgrauen un eckel in ihren schrjffren zu lesen/(1)undnur zu verdrießlich hier zu wiese: holen/ weil esohne dem lauter theoretische meynungen be-trifft. Dieses ist nur noch zu erinnern/ daßman insgemein diesem Johanni auch schuldgiebt/ er habe keine aufferstchung der leiberge-glaubet: da doch seine eigene anklaget' beken-nen/daß er nur gesagt/es wurden an statt derverwesten leiber bessere und unvcrweßliche ge-schaffen/wenn zugleich diese sichtbare wclrver-gchen und eine neue hervor kommen würde. (m)Und so ists mit mehrern kätzern auch Hergängen.

> (i) Leoutius l.c, Niccph.l. c. c.. isidorusHH-

palens.tlX.Eymo). c. j, Bruonius Ami. DXXXVn. 71. (k) Leontins. Photius Bibl, Niceph.

.XHX. c» 47. Eiberattis. ( 1 / Damascenus.Timotheus Presbyter. Cyriilus ScythopoÜtanus&c alii ap. Cotelcr. To. H. Mon. Gr« (m) T>t inoth. I. c. p 4 . 1 *.

oögew^ ^ Es ist oben von denen leuten gedacht/die' ' num O ri ven listn geheissen/ wie sie in dem syno-

do zu Constantinopek verdammet/und aus ih-ren Wohnungen getrieben worden. Diese hiel-ten sich nun hm und wieder in Palästina undsonst cn in der einsamkcit als Anachoreten oderEinsiedler auff/ und weil der Bischoffzu Jeru-salem Lustoehius und andere mit ihnen sichnicht vettragen konten/ so setzte er ihnen sehr harrzu / und verjagte sie aus vielen orten. Nunhatten sie wol bkyfall bryvttschiedentnBischöf-

fM UNdAebbtM/als Theodoro . Domitiano . DCPetro Alexandrino, Leontio, Nonno UNd NN-bjß LL6

dem. Auch hatte dieser Theodorus Ascida .Bischoff zu Cäsaricn bey Justiniano ziemlichgehör. Aber die Mönche aus Palästina be-sorgten/sie möchten endlich gar mit ihrem We-sen nicht mehr fortkommen können/und gabendaher jener meynungen bey dem Kaystr sogefährlich an/alswenn dieManicha:er/Aria-hcr und die andern katzereyen alle von OrionsHerkommen waren/ (») wie man ihnen dennauff dem gedachten synodo diese lehren schuldgab/und sie deswegen verfluchte: Daß die"Lehm.Himmel / die sieme und die waffer über dem "

Himmel bestelle und verständige brasste seyn."

Daß in der aufferstchung die leiber der men-"scheninrunderformwiedcrauffstehcnwerdcn."(Welchesviellcichtsovielalsvollkomcheiffen"soiODnst dre pew aller gottlosen und der <cbösenGeister selbst ein ende habe/und sie"wieder m ihren vorigen stand gesetzt*werden sölten. Daß CHrisius auch vor"dieselbe gelitten. Daß die seelen der men-"schcn gewisse verständigegeister odernaturen"gewesen / die sich von dem anschauen GOt-"res gesättiget/und hernach verfallen und zur"straffe in die leiber gestecket worden. Daß"auch die seeleCHrtsti selber zuvor/und mit dem"

Wort noch vor der Menschwerdung vereint-"get gewesen. Daß auch sein leib zuvor gebil-"dcc/und hernach erst micdem Wort und der"seclevereiniget worden. Daß CHristusal-"len himmlischen heerschaaren gleich worden."(Damit er sie nemlich auch erlösete.) So er-zehlen ihre feinde die meynungen der Origeni-sim / darunter wol Mehr verborgen seyn mag /als diese leure damals haben fassen können, (o)

Im übrigen gedencken öst Historici eines selt-samen menschen/den sie einen falschen Prophe-ten nenncten/und diese umstände erzehlen: Essey inFmnckreich ein holtzhauer gewesen- da "Prophetihn denn die fliegen und Mücken sosehrgesto-'ff"8^chen/ daß er drüber wahnwitzig worden.""^'Darauffhabe er im geistlichen Habit sich vor"em.tt Propheten uni> vorCHnstnm feh ' cberausgegebcn/auch viel kranc?e gestrud "

^ernacht / und sonst wunder gethan."Deswegen in die zooo. Personen / darunter"auch viel Grisiliche/ ihm angehangen wären/"biß er endlich von einem (den sie einen glaubt-"gen nennen) ermordttworden. (?) Ohnzweif-ft! ist dieser mann kluger und besser gewesen alsder gantze übrige Haussen/und hat deswegen/wie die Propheten und zeugen GOttes alle / einrasender heissm müssen/weil er wider die rase-reyender Heuchler undgöttlosengezeuget. Undso seyen wir auch aus allen umstanden/wie indiesem seculo alles so gar im gründ verderbtaussahst

jfi) Evagr. IV. c. 38. Theophanes . Chron, Ale*xandrin. (o) Collatio Concilii CPtani in Actis.

To, Concil (p) Grcgorius Turon. X, Hist. c*xj. Sigebettus Anu. DXCIII.

6. Der streit von dM3.capituiis,wiemanStreiksie nennte / ist sehr weitläujstig und verwirrt, von mDeswegen ichs Nur kürtzlich berührenEs hatten lange zuvor etliche Männer/ so in demNestorianischen und TutyehianischcN streit ver-wickelt gewesen / einige schrifften Hinterlassen/nemlich kbaz J>0nE«Uffa einen bl iest an Marin,

Theodo-