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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Tl).i-B.vn. C. n. von demLmveMgm Wand der kirchen. 279

man also gezwungen /Hat man wiederum mitden erst',mlichsten straffen gemartert/damit sie* nicht wieder abfielen, (b) Ja da man sie amende destecull einer conspiration wider die Re-gierung beschuldigte/straffte mansienicht alleinauffs grausamste/sondern machte sie auch allemit einander zu ewigen sclaven mit samt ihrenkindern/mit denen man den greulichsten gewis-senszwang verübte. (0 Ja die Cleriscy zwangdie Könige / daß sie bey antritt der regierungschweren musten /keinen menschen in Spanien zuleiden/der nicht Catholisch wäre. (6) Daßich andere Urkunden übergeht.

(i) Eutychius Batricidcs Annal. To. II. p. 145.Elmacinus p. 278. & Achmed Ibn Edris p. 17s.(a) Gregor.Turon. Xl.c.öy. Lex Hcracliiinju-icOricntali. (b) Concil. Toletanum IX.c. ult.& IV. c. 57. f 8. VI. c.j. X VI. e. 1.XVI 1 . c. 8. (c)

Concil. Toiet. XVII. c. 8. (d) Tolec.VI.

Das II- Capitel.

Von dem imvendigcn zustand -erkrrchtn.

§. r.

A sichnunmchro diePabste eigenmach-L tig zu Häuptern der kirchen gemachtge-habt : fangen wir nun billich von ihnen an /wiewol mit sehr wenigen umstanden/ nachdemdiescsallesvon andern schon so offc und gründ-DeiM-lich gewiesen worden. Es äusserte sich aberst« das schreckliche verderben bey allen durchge-^'^E.hcnds/und haue kaum Gregorius das hauvtge-leger/der noch einwemg erbar und scheinheiligwar/sofolgten hernaehsolche/die ihre greuelösifemlich darlegten. Der erste Fabinianus warein recht ungeheuer / und böses thier/ der auchNichts von Gregoril fachen leiden wolre / undalles anihm tadelte. Ja er konce so gar seineschriffcen nicht leiden/die doch eben nicht ohnefehler waren/daß er siegar verbrennen wolre/vorgebend / es ständen kätzereyen drinnen, (a)Er hat auch ein so schändlich leben geführet/daßihm endlich ein gespensi in gestalt Gregoril er-schienen/worüber er vor grauen und schreckengestorben/wie die Ulistorici fast alle bekennen.äoBisaciu*(b) Der folgende Lonilacius III. wird nun zudem offenbaren Antichrist gerechnet / weil ertot Wfic Anno 6o6.sich vomKäyser Phoca zum Hauptübn «tu aller Gemeinen erklären lassen / wie oben ge-rrn. dacht ist. (c) Dieses harte den vorigen langenicht gelingen wollen / da die andern Käystrnoch immer ihren eigenen Patriarchen beyge-legt/und Mauritius sonderlich Gregorium ei-nen narren genennet harte/daß er sich um Wör-ter langezustritte. (ch Welches aber die heuch-

lersosehrverdroß/daßsiemeyneten/Mauritius wmedeswegen so gestrafft worden /um andemein beyspiel zu seyn/ wie grosse Herren so de- wüthig gegen die Priester seyn foltert.(«) Nachdem nun der tyranne und bluthundkbocas diesen ausspruch gethan/ so setzte ihndieser Lonilacius selber in einem Römischen<ynoG!o fest/und brauchteauch hernach mit denkochenden diese forme! gegen alle Bischöffe:wir wollen und befehlen dieses und jenes. (0Womit denn vollends allesdenen menschen un-terworffcnwurde / was CHristo allein gehörte/wie Gregorius zuvor gesagt harte. Es siengen«ach die Päbste an / nach und nach ihre Herr.

Sabinia.

aus.

sthnfft m andern landem auszubreiten/und in-^r vc«-ceutschland/Niederland und Engelland einzw biß occ«nisten/auch sich derselben in Orient selber anzu-maßen. Wodurch denn die spaltung dißmalzwischen den Griechischen und Lateinischen kir-chen auffs neueangieng/und erst in den beyder,folgenden leculis in das greulichste gezänckeausbrach.

Onuphrius p. 17. (b) Idem & Anastasius . P.

Diaconus. Sigebertus, (c) Anastas. P.Diac«

Platina. Sigebertus. Regino. PrumienG

Ado. Aimoinus- ( d) Gregorius M, IV. ep.

31. (e) Baronius Ann. DXCV. n. 2;. (f)

Platina. Sigcbertus.

2 . Was aber nunmehro die Päbste vormulhwillen/hochmuth/tyranney/gcitz/Simo-nie und andere schände getrieben/nachdem siealso Herren vor sich worden; ist fast auffallenblättern der alten und neuen Scribentm zu fin-Streikden.(ß)Und weil der Überfluß und die schwelge- über demrey in höchsten grad bey ihnen stiege/sogab esauch bey der wähl offr so grausame streitigkei-^^ten/alsda geschahe bey der wahlLononis.all-wo ein anderer von der Clerisey/und auch einervon der Armee erwehlet wurden/sogar verwirrtgieng es alles zu/ daß die Scribemenesvoreinegantz gewöhnliche fache hielten, (h) NachConoms todeward noch ein ärgergezäncke/in-demiheoclorus undPaschalis zugleich darnachtrachteten/und ein jeder einen gewissen platz inder stadt einnahm / dieser auch gar den Gouver-neur mit geld bestach. Es blieben auch beydeparcheyen so hartnackicht/daß endlich die mei-sten einen dritten/ mit namen äerglum.auff-wurffen. Weil aber Paschalis nicht weichenwolle/und man ihm dazu zauberey und andereböse dingeschuldgab/sosperrete manihnineinC loster/ und zwar auff das urtheil des ApostelsPerri/wie es hiesse, (i) Solche Handel gab eSnun bey demRömisthen stul/ da derSatan nunöffentlich wohnete. Diejenigen / so die zeug-Wachs,nässe der warheit hievon beygebracht haben /Hum de?haben auch vorlängst erwiesen/ mit was vorränckmund Mitteln diePäbstesich immer fester^g^gesetzet und kormidablergemacht haben. Ei-ne von den kräfftigsten inventionen war dasMönchwesen/welches dem Pabst mehr als diestärckste Armee dienete / alles auszurichten.

Da liessen die Mönche in allen landem herumArch dexunter dem vorwand dieleutezu bekehren/ und fjpreiseten jederma den Pabst alsGottes Statt- ° *Halter an/ der alles in Händen hätte. Sie bun-den die gewissen an seine neue alberne einfalleund cercmonien/nahmen sich des regiments in,geistlichen/un meistens im weltliche vermessent-lich an/richteten sich dabey überall uach derleu-tehumeur.und verblendeten das armevolck mitunzehlichem gauckelwerck. Damit kriegte«die Päbste immer neuen anhang/ daß sie alleswagten/ und die grösten Potentaten Kravirten.Lenedistus I I. brachte Constantinum Uogo-Pabstü,natum dM Käystr itt Orient dahin/daß sich^^llalles rechts in bestätigung derPäbstlichen wahlA^durch ein öffentliches erlist an den Rath zuauffgege-Rom begab. (K) Und hierüber kamen hernachben.so unendliche drsputm und blutige kriege her/als die Teutschen Käystr dieses recht pneten-dirtett. Zuvor aber wahrste das unwesenbeyjeder wähl unaussetzlich/die competenten ipen-dirten denen Lxarchis und andern /was sie kon-ten/undrichtetensonst lauter unruHe und Gsti-

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