L94 TH. 1 .35. nx. C.n. von dem inwendigen zustand derkirchcu.
>dr
DCC.
biß
DCCC.UrsachenLcrPab߻lichca tyranncy.
ÄN/kiügeMlldig.keir dcrRcgclllell.
Äerfüb.
rung derLIcrisiy.
Äbergläu-de der Re<gcntcn.
Päbßeschreibenim nnmcnder Hcili.zrubrieffe.
ronitts Ann. DCCXXXIX. Spöndanus, Ann.
DCCXL1V
4. Dieses mögen uns denckmahle gnugseyn/wenn und wie die ciffchreckliche tyranney derPäbße gegen die -Obrigkeit recht ausgebro-chen. Dabey denn sonderlich zu sehen ist/wie die indulgens und verkehrte ehrerbietunggegen die Clerifty die Regenten um ihre aurori-rdt / diese hingegen zu der kühnheit gebracht/daß sie ihnen endlich gantz auff die Hälse gestie-gen. Was Pbocas i Pipinus, Carolus M.und andere hierinnen versehen hatten'/das mu-steir ih.e nachfolgrrmit unersetzlichem schadenbuffcn. Und da jene auch gerneinet einigenVortheil darbey zu haben/verlohren sie und ih-re nachkommen durch die boßheit der rebelü-fcycn Clcrifty offt land und leure / ja leib undleben. Die erste stuffe war hiezu der Mangelder erränrrtus GOttes / und die grosse blind-heit der Pute bey den nachlässigen Lehrern.Hieraus entstund ein abscheuliches Wesen bei-den Regenten/weil sie doch theils selbst einigenGottes- dienst haben wollen / theils von denPfaffen zu leeren ceremonien angeführet wur-den. Da sich nun jene einmal hirmir beredenliessen / hatte diese schon gewonnen spiel / undmachten der; gutcnHerren alsdenn weiß/wasnur in ihrem kram dienete. Wer nicht pari-ern wolle/den schreckten sie mit bedroyungenGöttlicher räche / Und wer sich nicht fürchtenwolte/dcr hatte denbann/und damit den abfallseiner uMrthanen/gewiß gnug aüff dem halse.Daß demnach auch dißfalls / wie Mallen an-dern / der gründ der wahren wolfahrt dierechte erkantnüs und liebe GOttes / und dieUrsache alles elends die blindheit und Verach-tung desselben war. Und dieses traffauch in' diesem seculo richtig ein /da die grossen Poten-taten auff die thorheit geriethen / daß sie ihrecievotion in unterwerffung unter das loch derClerisey bezeigen woltM. Darum ihar Ri-charde der König in Engelland eine wallfahrtaus seinem Reich über die Alpgebirge b.ß nach
RoM k>cl limina 8anüorum, und vergaß
drüber feine regierung. (x) Wovor er auchhernach canvnigret worden ist. Rachis derLombarder König ließ sich neben seiner Ge-mahlin und rechter vomPabst^achatia über- ^reden / daß sie ins Closiergiengen /undAittu!-'gbo das Reich überliessen. (y) Ebenso mach-;
le es Carolomannus.Caroli Martelü sohn/Pb
pini ältester bruder / den der beschriene land-betrieger LoMkaLius dazu brachte, (z) Damittonten fein die Päbste mit man, er aus demwc-ge räumen / wer ihnen in der regierung nicht an-stund / und welche nicht mit guten Worten dranwollen / die steckten sie wider willen ins Clo-ster / wie dem Gbilperico wiederfuhr/ davonschon gedacht ist. Und dieses war übermahlkeine geringe stuffe zu dem Wachsthum ihrer ty-ranney.
(x] Surius & ex eo Baronius. (y) Auaftaf in Za-ihar.LeoOstienfis.Chron.Cassm.I.c.?* (z)Eginar<-dus. Anastas Regino. Chron. A- DCCLVI. Leo I. c. c. 7 . Walaftidus Strabo in Vita Carolemanniap. Surium d.i 6 .Nov.
s. Von den übrigen kennzeichen derselbennoch etlichejtigeben/so ^atStephane 1 11. keinbedencken getragen im namen des ApostelsPetri md der Mutter GOttes und aller Heili-
gen einem brieff an Pipinum und dessen söhne Jahr ^zuschreiben : damit er desto eher hülffe wider vcc>die Lombarder heraus praüicirte. (a) Und biß^ .gleichwol rühmen doch dieschmeichler diese lä- DCCC - ..sterungen als eine treffliche fache. (b) Ebenwie sie ihn loben / daß er ihm den König Pi-pinum treue und gehorsam schwören/ (0 und Lassenbeym auffsteigen des pferdes den zäum hat hab neu Adm' ^ten lassen, (d) Nicht wmigcr brachte dieser sE.dieweiseauff/daßderPabstsichwieelnenGö-^^tzen auffdcu schuldern von andern tragen lassen. Sich auf i.(c) Und AdüLnusl. soll zu erst Anno 772. auff den ach-gebracht haben/daß sie ihre bullen mit bicy be- lein tra. '•siegeln, (f) Anderer solcher rhorheircn zugr-Sk».schweigen. Es hatte aber mehr auff sich / wenn : :;sie schon damals mit raub und Mord / wie diewilden besiien graffirten / da nicht nur Con-{lantinus i elicem, wie erwähnet/sograusiNM TyMNNl, - 'sich hinrichten litß/sondem auch 8ttpbaiu.lL IV. suen araa ,~einen andern Ccnstantinum, der auch Pabst'Ech.seyn wolle / järumerlich zerpeitschen / ihm dieäugen ausreisten/ in ketten und banden werf-fenund endlich gar hinrichten ließ. (g) Adria-nus I. beschuldigte seinen bedienten Paulum ei -nerconipiracion lmtdenLombardrrn/undweiler ihm nicht öffentlich bcykommm kome/stiff-rere er den Bljchoss von Ravenna an / daß er 'ihn heimlich ermorden ließ. Mit solchen und durchdergleichen Mitteln pflantzten sie ihr Reich fort/ scfcfaMi.dazu noch kamen die vielfältigen synodi und^ w'ktci.darüuff geschnuedete tyrannische deciera undbullen/ darinn tL. Peter seinen namen hintenund körnen mit hcrleihen musie; femer dieangcyenckten grausannn balmfiäche / uNge-gründete anklagen und beschuldigungen ihrergegeNpart / unverschämte schmäh-worte gegenandere Bischöffe / eingrisse in andere Dia«-scn/übsetzung/ Vertreibung und Veränderung/der Kirchen-diener / gezwMgene Verbindungderselben an ihren siucl / beeidigung und Ver-pflichtung. Jngleichen daß sie die amrer ümgeld nach gunsr und eigenen-nrcreLvetgaben/land rind leure unter ihrjoeh zwnngen/hier unddar V icario5 undLegatm einsttztemdmen die ih-nen zu mächtig waren/mirschmeicheleyen/oderandern schwachcrn mit gewalk und schreckenzusetzten ; andere sich durch ertbeilung aller-hand freyheiren und Privilegien verbunden/die streitige parrheyen an ihren stul appeUircttliessen / ihre eigene aussprüche erhuben / vorGöttlich und uNwiedersprechlich ausgaben/der andern / jonderlich der Obrigkeit urtheile -tadelten/verkatzerten und verworffen. Wennsie endlich auch die gottloseste buben in schütznahmen / wider der Obrigkeit straffe hegten/denselben die besten prabentcn und Vortheile zu-steckten/ sich in alle weltliche Handel mit stoch--ten/ ihre Giiemen/ Mönche und Pfaffen al-lenthalben groß machten / die andern nieder-schlugen/ öffentliche inftnamema , gesetzt undOrdnungen/ Urkunden und relationes verfälsch-ten / oder gar unterdrückten / und ihre dingenur groß machten u.s.f. und wrrwolte alle ar-ten erzehlen/dadurch dieClerisey mit demPabstzum höchsten gipffel auffgestiegen. Welchesschon längst zwar von vielen gründlich und ingantzen büchern geschehen ist. (h) 1 ■
(a) Stephanus III. ep. f. ad Franeos. /b) Baro-oiHs A. DCGLIJ.2. (e't A»st*s. Baron.
(d) PU-