402 TH.I. B.XV. C.l von dem auswendigen zustand der kirchen.
drrGrik»
Jchr umgekehretund vcrunehrcn lassen/um den fol-mcccc. gendenzu zeigen/wie er nichts weniger alsden-iMv. Mischen und unvernünffrigen Gottes-dienstleiden könne. Es machen etliche eine grosseklage drüber/daß die Türcken damals die cru-cifixe in dem koth herum geschlepper/ da dochdie Christen mir CHristo selber / seiner ehreund geboten viel greulicher umgangen sind /als jene mit dem holt; und bildern. InSumma/ diese Geschichten stehen noch un-sern Heuchet- Christen zum spiegcl vor / da-mit sie bey ihrer Übermächten boßheit undheuchelet) jenen nicht gleich werden möch-ten.
(g) Christoph. Richerius. LeUnclaviUs, Anual.Tiirc. ab Ami. 145a. ad Ann. if8i. & in Fan-dest. Turc. n. 153. Nauclerus. Genebrardus.LaonicusChalcondylasbib. IIX. & Mich. Du-cas c. 39 Cufpiubnus in Constantino IIX.Cranzius Vaudal, XU.
Schlechte f. Daß aber dieses volck nach solcher schreck-blssemng liehen züchtigirng nicht besser worden / habenwirschon aus dem beginnen der folgenden Pa-triarchen gesehen. Dabey noch dieses erzeh-lec wird/ daß der TÜrckische Käyscr / als erdem ersten neuen Patriarchen Gennadio mitden andern Griechen allda zu wohnen wieder-um vergönnet gehabt/ habe er diesem einen kost-baren Bischosts-stab in die Hand gegeben/und ihn zrl fuß m sein hauß begleitet. Kurtz zu-vor -Anno 14s n schrieb die Clerisey von Con-stantinopel einen brieff an die Calixtinef zuPrag (die doch eben solche Heuchler und des„Rokizana: anhänger waren ) und rühmece„ sich noch zu seyn dre allerheiliMe krrche-,und die mukker und meifierin aller or-„ thodoxen/ begehrte von den Hußiten/ sie sol-»-ten sich mit ihr vereinigen/und in den schooß».derwahren mutterwiederkommen/erbote sich„ auch ihnen wahre seelen-hirten zuschicken / da-mites dieserH. mutter zu ehren gereichte u.s.f.(b) Worausmandie elende einbildungdieserleute sehen konte / wie sie bey ihrem augenschein-lichen Verderb dennoch sich vor heilig /gerecht/ortbodox und also selig gepriesen. Nachdemaber GOtt selbst durch den Untergang aller ih-rervermeinten schutz-götter (der bilder/ kirchen/reli^uien und dergleichen) das gegentheil ge-wiesen hatte/ blieben sie doch an ihren abgör-tern völlig hangen / und schämten sich nicht sel-bige den Türcken anzutragen/und mit erdich-teten fabelhaffren wunder-n kecken anzupreisenund zu beweisen, (0 Einer von den verjagtenGriechen im isdenseculoAntoniur Eparchusschriebe hernach klaglieder über die ZerstörungConstanrinopels / die gar anders als des Iere-mia seine klungcn. Dennerrufftdaeinn gleichanfangs die Heydnischen götzen an / daß dieMusen und Grati m selten denüntergang Grie chenlands beweinL. Er bittetauch/derGott Ju-piter möchte doch ein einsehen haben / und waser vorDeydnischegrcuel mehrausschaumet/dar-aus man ihn vor nichts anders als einen Hey-den halten kan. (k) Es sind aber dergleichenärgerliche Historien zwischen den Türcken undChristen dißmals mehr Vorgängen, Nur nochemezugedencken/soließsichderjungeKöniginlins er Ungarn Eadislaur Anno 1444. von demPabst
Sslna in Eu S eni °unö demGriechischenKayser bereden/Ungar«, den frieden mit dem Türcken steventlich zu bre-
chen/welchen er doch bey dem Evangclio/wie IHrdieserbey dem Alcoran beschworen hatte. Da-Mcccc.her der Turckische Sultan Amurarb die ftie-biß Mo.dens - artickel untern freyen Himmel ausbreitete gf •*
und sprach:Drsitst der frrede/ O PESU" ^LHrrste / welchem die mit nur Fema-"chet haben / die steh deines namens"rühmen / und bey deinem namen be-"ichworen / nun aber fö wider alle rreue"gebrochen haben. Bist» nun|ö räche diesen meineyd und unrecht/"das sie dir und mir anthun. Worauff"auch der König selbst und dessen Verführer/Cardinal Julianus, nebcnst 9000. Ungern beybeyVarnageblieben sind. (l) Solchefrüchtefolgen aus der Verführung falscher und gottlo-ser s'ehrer.
( h ) Epistola ap. Steph. le Moyne Var. S. p. rS 4 -inCacal.T.V. p.gjg & alibi. (■■) Petrus Biza-rus Lib. IX.Rer Fers ap. Boxhornium Hist. univ.p. 975» & Hist. Turco - Grate, i 1 . Bzovius A.14X1,11.19, ( k) Ap.Thepdos 2 ygomalam ep.
adCrusium inTurco-Gr. ( 1 ) AEn. SylviusEu-top. dcscr. c, f. Si cp. fO. Ll. Boniii.ius & re-liqui.
6. Durch diese beyde^erschrcckliche niederla-gen der falschen Christen ist denen Türcken vol- h d»lends der weg erössnet worden/ immer weirer« --u'o.auch in Europam einzubrechen und alles weitund breic zu verheeren. Wie sie auch in diesemseculound noch mehr in den beyden letzten zuei-nem grossen zeugnäs an die sichern he uchler undgottlosen gethan haben. Sie haben auch diß-mal in die 12. grosse Königreiche den Christenabgenommen/ wie es viel Scribenten ausrech-nen. Daß also der äußerliche zustand der Chri-sten nicht leicht elender und desperater hättestyn können. Zwar machen einige viel ruh-Erfindungmens von oergrossenausbreitung derChristendermumin America oder der neuen weit / da nemlich weit.schon Anno 1487. diePortugiesenunter KönigJobanne ll. ansengen über das vorgebirge A-sricL nach.Ost-Indien zu schissen/auch dassel-be Anno 1498. unter dem Anführer Vasco Ga-ma erreicheten. Ferner als Lbrittopboru«Lolonus oder Golumbus ein Genueser/Anno14.92. und nach ihm Alpbonsur bbger, Vin-centius Pinzon , letzlich Americus VesputiusUNd Ferdinandus Cortesius nacheinander die
neue welt erfunden haben / wie die fache ohnedem welt- bekant ist. Allein es ist vorlängstvon so vielen gezeiget worden/ wie dieses allesnichts weniger gewesen / als eine ausbreitungdes Christenthums. Da vielmehr die Spa-unmensch-nier und andere vermeinte Christen sich dortar-l-chegmu«gcr als wissende besticn/ ja e mge stci setz re T c u f sa m keittmfelgegendasarmevolckerwiescnhaben. Und^hrisicn.was noch etwa mit Worten daselbst von CHrbsio gedacht worden/ das ist in anstellung derPapistischen abgöttewy bestanden / und mitgeld-geitz und anderer boßheit vermischt gewe-sen. Zugeschweigen/daß sich der Pabst über-all mitdreingemenget/ und aus einem thörich-ten unterfangen das land als eigenthümlichdem SpanischenKönig verschrieben. (m)Imübrigen setzen auch einige in dieses seculumdiebekehrung der wilden Samogiten / welcheBekch,durch den Polnischen König ttttadislaum soll rung dergeschehen seyn. Es wird sie aber noch heuri-^m°§i.ges tages kein wahrer Christ vor bekehrte leu-^"'
te be»