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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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sonderlich bey den Lutheranern im vorigen tecMo.

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(,) (ie0rg.kabriciusEib.VIl.Orig.8axon.pag.7y7.LhyriausEib.V,8ax.p, ir8, Andreas Sennertus inAthenis Witteb, & Svevus in Acad. Witteb. Scri-pta Jubilaei &c. (k) ChytrsusLib, VI, p. 148,

(I) Iidem & Acta Inaugurationum singular.MiddendorpiusdeAcadem.&c. (m) ChytrsusEpist.p. J44.

o(fsln5 11. Weilen aber nun die Wittenbergischetrrfflbf»» Acaciemie die vornehmste und gleichsam dieMutter der übrigen Lutherischen gewesen seynsoll/ und man aus ihrem zustand die andern ambesten erkennen kan/ so wil ich nur etliche anmer-cku'.'gcnvon derselben hersetzen/ jedochdaß dieandern nicht gäntzlich Übergängen werden. Zu-förderst ist bekant gnug/daß Lutherus diese sowol als andm/so fern sie nicht recht rekormiretund vom Pabstlichen Heydnischen Wesen be-sagter mästen geremiget worden / verworffenuad verdammt habe. Denn so schriebe er unterandern: schachte/ daßkeinpabstli-chcroderRäystrlicher werck möchte ge-schehen ; denn gute resormation derUniversitäten / wie denn kern teussli-siher tvefett / bettn tmreformirte Universitaten. (n) Ferner: Ich habe große jor-ge/dast hoheSchulensrnd grosse Pfortender höllen/fo sie nicht emsiglich die heili-ge Schriffr üben und treiben ins junge

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(EM teyvolc?. (o) Wie diese aber getrieben wor-«ttdemie. dm/icigt ryeils der bericht von den Heydnischenautoribus, theils der folgende von der Philo-sophis/ darauß der schluß richtig zu machen ist.Anderswo wird seine Meinung also crzehlet/undzwar von denen Lutherischen hohcn^Schulenselbst : Es fangen die Universitäten undSchulen auch an wieder zu fallen / undwird aussdie reine Lehre des glaubensnicht mehr acbtung gegeben/ sondern dieScholastica Theologia gehet Mit gewaltim sthwange/vnd werden viele neue Phra-se-und arten zu reden wieder in die Rir--che geführet.u.f w- (p) Wie dieses in allenstücken an Wittcnberg und andern orten wahrworden/ har die traurige crfabrung nach einan-der außgerviesen. Es waren die ersten Teut-schen Universitäten unter dem Pabstthum nachder gottlosen art derer Italiänischen vomPabst und seinen creaturen angerichtet, (g)Diese greuel waren nun so ticff cingewurtzelt/daß sich die Reformatores im ansang nichtgenaueren so viel zu andern. Nachgehendsliessen sichs viele selber wiederum wolgefallen/und hegten das Heydnische und PapistischeWesen auffalle scheinbahre weise / weil der alteAdam seine deckmantel vor seine vernunfft undeigen-willen drinnen fand. Und also ists bißauff diesen tag fortgepflantzet und daraus inalle lander/amter und lebens-artenlautcr greuelder Verwüstung ausgebreitet worden. WieNun meistentheils die lehr-art darauff nichtsEsttlo, taugre/sofolgte auch nochem viel gottloser le-k £n braust/worvon nur einige zeugnisse vorzule-gen sind. Erstlich findet sichs/ daß keineoderdoch nicht zulängliche ckiiciplin gehalten wor-den/und also die Obern selber schuld anvielemgewesen. DrumgestundengantzeLollegiazuWittcnberg öffmklich : Es wäre zu wun-der Mt 1 ^st man über die zueht mit großw serm ernst hielte, weil aber die welk NUNalt und schwach wäre/sö thäte man wasMan köttke. ( r ) Item;%an müsse Zwar

aber es wäre nun der Welt / die gantz altVoaxe/ laussalso / daß es überall fehlereund mangelte. (-) Jnglcichem wurde an-NO 1562. daselbst dieses geschrieben: wir ha-ben brßhero mit grossem öffentlichen ar-germß und nnstrm betrübniß viel scha-den gehabt von unterlassrngder disoipl in.welche auch täglich zunehmen/imd demstudiren und guten sitten den Untergang/wie auch eine imerwährende verwirr»,mdrohen/auch eine Lyclopijche Barbare ^an statt der humanitqteinführen.(t)Ja einanderer sagte es rund Heraus: es wäre nunalle disciplin vollends auff Universitätenverloschen, (u)

(u) To, I, Air. p.yof, (o) Ibid. pag. 6 fy. (p)

Anrikaber M Tlsch-redkNLUtH. (q) Conringiusde Antiq. Acad.c. 31. (r) To. III. script. publ.

Witteb. p. nj. (s) To. V. praf, (t) lbid,pag.

»41. Add.Tom. I. p, 203. Tom, II,p, ijj. (11)

Chymeus Epist. p. 241,

13. Die Ursache solches elcnds war meist ubck ver.das üble verhaltm derer / welche die jugend .an- halten derführen sollen. Es gierigen nicht nur viel arger- Pwfesso.niste unter denen Professors vor / sondern auch runuvoriremlich grosse Uneinigkeiten / Emulation,verlaumdungen/mißgunst undgezancke/ davonunten bey diescrmaterie ausführlich. Da nei- Neid.dcte einer den andern / wenn er mehr auditoreshatte/wie jener an seinen Fürsten klagte/daß sei-ne Collegm sich beschweret hatten/die Theolo-gischen TeÄions-würden allein besuchet / ihreaber verlassen, (x) Zu geschwtigen des gross unsteiff.sen unfleiffes und der schlafferigm Trastarionderer UeLhoncn/daß auch in den geringsten din-gen wenig oder nichts gethan wurde / und dieLandes-Herrn so viel iooo. thaler umbsonsi ge-ben musten. Wen zum cxempel einer anmei ckte/daß des Homeri Odyssea (welche damals dochnoch flüssiger als sonst was getrieben wurde)auff keiner eintzigen Universität gantz wäredurch mctircf worden, (y) Dahcro freylichdie Studenten gleichfalls faul und dadurchliederlich und böse wurden. Zu geschweige» derandern abiurdi taten / die bißweilen verliessen/darunter man vielleicht mitrechnm möchte/ daman manchmal von Stands-personen kleinekiNderzu Restoridus machte / UNd jener Baron Rectora5ävonSonneck in solchem fallbey der oration wolsagte: Ich wundere mich / wenn ich meinschwaches alter in unwisiercheit betrach-te / warum ihr einem Knaben unb tinbeben das amt eines Ressorls vertrauenwollt/ ihr werdet stlbstbedencken / wiewo! oder nützlich dieses gethan sey. (r)

Denn daß man darin nur einen splendear undandere dingegesiicht/wmn man solchemasizus-raden gespielct/ist leicht zu sehen/ und daß wenigodernichtsausgeiichtetworden / wenn insol-cher kinder namen etwas verordnet / kan manwol nicht laugnen. Drum bliebe nun das wil-de wüste leben so wol zu Wittenberg als anders-wo meist ungehindert / gesetzt / daß auch dortmanchmal Lutherus mit seiner Autorität undnachdrücklichen ermahmmgendurchbrach undeine scheu machte. Denn die folgenden schnfs^tm gebens/ daß es immer zu bund Übergängenund mit programmatibus und andern unzu- Ggttlssslänglichen Mitteln dem squffcn/ huren/ schlagen StudtK»