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Th. h. B. xvi. C. xii. Äonde r Tauffe/und dem Abendmahl/
Mangel
derKlr-
chcu.
iUcht.
Iahr.viv. Confessio». Ungeacht doch ist ötV Apologie iMgMDc.fctvjtlben außdrücklich gnug hinzugesetzet wor-den/ daß man nicht entgegen seyn wolle/ wennman das dritte siück dcr bu sse hinzu setzen wolle/nemlich die wahre fl üchte derselben oder die Ver-änderung des gantzmlebens. (s)
(cj) Tom. VII. Altenb, pag, 4<°» (0 Tob.demetchLcipziger iLbronick ad Annum >57--p.I69. (5) Apud D.CliyustumEpist.p.969.
17. Wie wir nun bereits in dieseneaplteinaus bekürrtnis derer Theologen erwehnet / daßder rechte gebrauch der beichte ein vorneh-mes stück der Kirchen-zucht sey : also fieusthieraus von selbsten / daß / da jene so ver-kchrtgehandelt worden / auch diesebe» denenLutheranern in schlechtem stand gewesen seynmüsse. Ein gewisser Theologus stellte denunbeschreiblichenschadenhievonalsovor: Eskarr nicht fehlen / wo eine öffentlicheChristliche zuche nicht ist / da sind alleOrdnungen lauter umsonst und verge-bens. Und werd die predige des wortsGGttes wenig nu tzen schassen / wkeley-der die tägliche erfahrung bezeuget- Da-hin weistet uns GDtteswore / damanauch von besierung solcher Unordnunganfängt nach dem reinen wortGGttesund unstrer Christlichen AugspurgischenC onfeffion zu reden/ die billich vorlangstund gleich mit abschaffmg derabgökte-rey sollte allerorten angestellet und nichtdas kind mit dem bade aufgeschüttet
Vttwerf.MHrhen seyn : so muß man Mrtderwelkselben"' verrussen werden / als wolreman gern' wiederum sdäbstisch werden. So garsind ihrer vielder warhafftigenGottes-furcht und Christlichen Zucht und erbar-keit stind worden/ welche doch auch den»amen haben/als wenn sie Evangelisch/die ehre GGktes und stin Reich zu för-dern geneigt wäre». (O Hier wird nichtallein ubcrdengantzlichen mangeider fohöchst-nörhigen Kirchen-zucht gcklaget/ sondern auchnoch dazu / daß maninsgeme'.nkcmegutean-stalt mehr leiden könne. Jener PäostischcrScribente gedcncket derbekantnis D. Joh. Wi-gandi. darinnen er unter die Übel der Ler-chen rechnetdie nachlassung derLirchen-zucht. Lieber/ein jeglicher/ spricht er /ent-halte sich doch des lachens / Wiganduswill nun gantz päbstrjch werden/er sagt/die weltlichen wollen nicht leiden / daßman die öffentliche »nbußfertigefünderderLirchen Christi anzeige/ und fürHey-den und kublicanen halte / biß sie lernenbuffethun. Siehe da den Wigandum, ei-nen prädrcantenblasxhemiren/ diedienerdes worts Gottes schändlich lästern/ dieRirchischeguter plündern/ hurereytrei-ben/ vollsauffen/ rauben/wuchern/todt-sthlagen und dergleichen unzehlich vielandere fünden nehmendeßwegenalleva-gezu/ weil siefreyheit haben auffzuwach-sen. (u)
(0 jac. Andrea; Hundertjähriges bedeacken durch
erneu Obadiam. p. 14. ^u) Laur. Surius Chron.
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18. Dieses istdas urtheil eines Papisten vondem zustand der Lutherischen Kirchen/ aus demeigenen bekanlms eines Theologi : welchemviel andere ohne Htncheley beystimmen. M*-
lanchthon muste selber schon im ansang beken-Mkdö.NM/ es wäre noch nicht einmal em schac-^ren von einer Rirchen-Zucht eingeführet/geschweige denneineernsthaffreeiurich-^,rung des gantzen lebens oder der wahrenÜbung derChristlichen mäsilgkeit.(x) Undein anderer Thcologu« that dergleichen bekänt-nisAn.i 569. vondenfolgenden Zeiten : Dasliederliche leben verunreiniget alle suchein den Luchen- Alles andencken auch ei-ner guten ordnung und erbarkeirrst oderwird verworffen / wie man erfahret/ unddie zancksücht kan nicht einmal verweh-ret werden. Ja es rst noch die gröste ge-fahr dazufürhanden von denen / welchevor grosiemgrimm zornig sind / daß diegottlostgkeit des aberglaubens hin undwieder offvnbahr wird. (y) Wir werden Von F°.bald bey dem zustand der Obrigkeit erkennen/ ^* 8 «..wie sich die GrossenundGewaltigenwiderallc"""'zuchtfoheffliggewehret. Nurrinepempelzu-" 'gedencken/fokam An.i sz 8 . AmhroihiLLlau-'-rerur nach Augfpurg/undfieng daselbst an den"
Pr acht und andere öffentliche lasterzu bestraf"fcn/drunge auch darauf/daß man denKirchcw"bann wieder einführen sollte. Allein der Bür-"germeister Wolffgang Rehlinger wiese ihn"nicht allcinab / sondern hieß ihn auch wieder"seinen wegziehen." (z) Dieses aberwarnochVonii-.kläglicher/daß wol die Theologi selber mitaller°^?macht dahin zu arbeiten begunren/daß der ernstin derKirchen-zucht auffgehobenwurde. Wie"^ ^deNN Timotheur XircheruL V0N D. Jac. An-“drex ausdrücklich schnebe.'dass erimBraun-"schweigischen die öffentliche Lüchen-"busse und Zucht abgeschaffet/ auch sogar"deßwegen unter demvolckübel beruchrigetge,"wesen. Wie den dieserman solche abschaffung"selber sehr mißbilligte / weil sie zugroffrmär,«gernis gercichte/un die gottlosen in ihrer sicher-"heit nicht wenig bestarckete. Ja er beklagt noch"dazu / daß er diese gottlose anstaltmdre"reformation der SächsischenLirchen ein-"geführethätte / welchedcrChurfüisiauch"pubUciren lassen, (a)
(x) Ex Volum.I.Epist. p.44». (y)ApudFcchtiumE-pist, Theo), P. III, p.igjr. (2) Crusius Annal, SvcvP. II. Lib.Xl. p.640. (a) Apud Fechtium P. V. £.p1st.TheoLp.638.
19. Dieses war hernach bey dem erfolgten Vorn«,äussersten verfall nicht so sehr zu verwundkm/als ubth>gg«rim ansang der reformation,da die meisten Lehrerdie recht ernstliche Kirchen-zucht und den bannvor unnöthig oder unnütze hielten.Wie denn deralte AlarrheiluLaußdräcklichgeschrieben / daßman des Kirchen-banns in den EvangelischenKirchen wol entrathen könte/ wenn er u nter an-dern dieses setzet: Wenn goktsfürchtige/fromme undChristl-Obrigkeiten öffentli-che käntliche Übelthäter und buben nichtleidet/ die Gotteslästerer an den Prangerstellet / vn sie also in ihrem ampk fortfah-ren u. unsaumig sind/ so thue es so viel alsder bann. u s.f. (b) Eben also wüste auch Me-lanchthon die fache zu beschöne/u» meynete gar/es wäre an dem löse-schlüssel gnug/wen er schrie-be : So jemand sprichk/unsere Lüche hat- Binte-ten ein gestümelt Evangelium/ weil von Wsselden Rirchen-dienern der bann nichrgeö-^"^bek würde/der beschuldiget unsereRirchen
mrk
ü''