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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Jahrmdc. vi-

MDC.

XXClIX-

_ Von denen Arminianer n oder Remonstr-Ntm.

(>) V'ri.-LZ Srraucheiw ftndschrieben undreiscbeschrei-bung von Dantzig nach Hamburg mbenffdenen sup-

plicationeii 167S & alia Conf.Pufendoi'stii Cornna.de rebus gestis Frid. Walth. Lib. XV- HaEnvch

Preuss. kirchcnhist.p-86i.

Übrige or-rcrderRb

io. In dem benachbarten FürstenthumP£ t ' Anbaltrstdie reformirte Religion bereits am

sornuin«' ^ _ _ .1:-L..: - -'s .

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Nieder«

ende des vorigen lecull völlig emgefübretworden ' alio/ daß sich dieLutherische nur in de-nen Zerbstischen und Brandenburgischen thei-len erhalten können. In dem Heßrschen Hau-fe ist Hessen -Darmst.wt bey der unveränder-ten Angspurglschen Consession geblieben/ nach-dem dre Caffesifche lmie zu denen Reforinirtenübergetreten / davon die Historie attbier zuwettlauftigfält. In der Grafschaft Nassauhat auch um den ansang dieses scculi und wei-ter hin diese Religion überhand genommen/wie auch in denen folgenden landein / die ich

D«S VUI. Kapitel. «N»

Von denen Arminianern oder Re- xxcnx.mvnsiranren.

§.

i.

«»i'" W-Slern.»««

le unter solchen lemen selbst nicht erker - ver Re-nen noch annehmen wollen / weil sie nwirstra»lieber unter dem allgemeinen titulder Refor- tmmirien zu stehen verlangten, (a) Wie dannauch die Reformirte« selbst anfänglich öumitnicht zufrieden waren / undder berühmte Jo-seph Hall «uff dem 8/noöozu Dordrechram-

drücksich dawider proceftirtp > da er n s irede erinner te wir sind ja brü dev und col--legen. Vvas haben wirmrr dem berück-rigtentitui derer Remon,tranken / kon-tra R-emonfirancen / Cahrinmm und

werden sr«Mlkbiiliget

nur kürzlich nennen wll. In der Pfalßhat ^ Armmmner 5» chun^ r asscr uns <t Hrr--

5 !»Ä»«El,°»Skmsür»rri!iki» ^ st-« ««» st««°° fo« -

Kv reaierunaan wlcheveranderunagege-jH*>/ somuss-nrvwau bemmbthrgsey»den /wiewoleshernach unterrnäericoV.auch ^ HUdessen nndt och diese namm vmu-d-.a

Schlesien .

Versuch

MecklM'

»urg.

umschlug/ und in denen vereinigten Niederlanden war von ansang selb!gerR.epul,ii^ue die-se partdey dre stärkste. In Schlesien hak siesich auch in den ersten jähren dieses feculi mehrals wüsten hervor gethan / sonderlich da deraus Sächsin verjagte D.Paraus nur allermacht- . ,. daran arbeiten half. Auch sol in Holrsteinund zwar im Gorrorsssschen und Schlesivigi^ ^ scheu rbetl unter Hcrßog Johann Adolphen/die lutherische Religion w weit herunterkomtuen seyn / daß sie fast der andern weichen* müssen / wiewol sie sich nach dessen tod wie-der fest gewtzet bat. (m) Im Mecklenburgi-schen bat eine relormirre Princeßrn von An-b tt denen Lutherischen nach dem tod ihresGemahls / Johann Albmi viel zu thun ge-macht / welche aber durch dessen bruder sichnoch maiuremrken. Ja es wolte auch eineranno 1616. den König von Dennemarck selbstvor einen Calvinisten erklären/ weil er eb-nen Blschoss nicht am leben straffen/sondern nur abseyen wollen / der seineunter« ebene Pfarrer ermähnet hatte / derCalvinisten bücher auch zu lesen- t (n) InEHvcdeir. Schweden war anno 1607. der König Carlden Reformimn auch sehr geneigt / wurdeaber V 0 N denen Bischöfen UNd Professorenangehalten / daß die fache unterdrückt undstille wurde. (0) In Ungarn sind/ wie ausdem vorigen capitel zu sehen / dieses ganßeseculum durch mehr Reformirte als Lutheri-sche gemeinden gewesen/wie sie auch in Sie­ benbürgen durchgehends ihren sitz haben.Don Böhmen und den Kayftrl. erblanden/Sachsen und andern orten / ist oben schonalles untersuchet worden / die particulariavon jedweden solchen lande muß ich hierum der kürtze willen übergehen / zumales hier meines thuns und zwecks nicht rst/mich darinnen aufzuhalten.

Denno

niarck.

UlMil.

<m) Hutterus Calvin. Aulico-Polit. p.139. 232. seqq.(n) Nicolaus Petraeus Superint. Raceburg. Epistturoygxtp» ad B. Mcisnerum Volum.I , n, 223Pufenilorffius Introd.Hist.p.öif

(»)

gemeinen gebrauch e ngefuhret / und werdenauch hier nur aufWorssche art gebrauchet.

Jener/ nemlich der Armimane.'name / wargleich in, ansang dieses streits um das jähri 6 o;.:gebräuchllch / von dem Auctore . der baldweiter solbeschrieben werden. Dreftr /nem-sich der Remonstranten kam auf-nno i 6 io. alsdiese leute ein libell unter dem tiruf Remon-strantia denen Gcneral-Staaden Übergaben/so MderHagtscheN Kollation V 0 Nannoitn.znfinden ist.(c)

(a) Viä.tt<»r»beldusControvetfI.!b.IIX p.jSi. (b)

Vtd. Seflio.XVltaSynod Dordrac. ( c ) Hornbe-kiusl c. Amesius in Coronide CaloviusConsid.Ar-min. de Nat. Arm. q. 4. Ck o.nnino Uyier.i ogartiKcckelyke Histotie van her Jar 1609.101619. Ro-Krd.1644 jnprimis p.?24 745.&C.

Die Veranlassung des streiw selber wirdauch von denen widerkegern selbst nicht gewiß-billiget / sonderlich vor bedencklich crkandt.

Dann Arminius solle einsmals einen Tractat Armini jvon der gnadenwahl / der wider Leram und Evtran«Lalvmuln zu Delfft geschrieben war/ widerlc- lassmig.gen: wurde aber bey dieser arbeit vonder war-heit w überzeigct / daß er die Reflation blei-ben ließ / und nach und nach wlder die gemeinelehre der Reformirte» zeugete/ sonderlich wi-der die allzUharlenLxprellloneZdal vini ltn£Be-2 -e von der gnadenwahl. War alw dieft? seinvornemsterpunct / denerhekandw: GO-rmsvoiid«hätte aus denen geschaffenen m»d xefal- gnaden,lenenmenschen diejenigen erwehir/we'--che seinem bernff im wahren gehorsamdes glaubens folgen würden. Womit erbann Beza: uud dmenandem wlderfpr ch/dienach deraemeinen und bekandwu seht*: statuir-ren dass Gott schlechter dings und unbe-^ Dessen m»dingcer weift etliche zur ft igkeit außerft- te«bett hätte / die er doch wo« noch nichteinmal zu erschaffen beschlossen ( 6 ) Nunhalten zwar bereuv im vorigen s«ulo einigediefemsatzwidersprochen/sonderllch^l wenSMarttNsölM iN eiN' M buch «le pr-äetiinatio-ne Lonäicionara anno >; 51 » bern «P aber lst/

wiewol mit grosser beschelornbeit un^ stille/aufdick'npünct^rormmrmeiAenlhellsfieben