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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Wahrung verer hem» -und lch»uay'nkdtrgm^mdc. bNckofircben ohne zwcrssel hergel'olrrmen . Es

xxciix. sind aber folgende vor «uscru beoencklichund von cüonsir^ueiUL:

Die schrist könne nicht das wortGottes bei'-sin/Cbristusallein siy das wo« Gones.Die«schrist sey ein todter buchlraben/und verdiene.-keinen grosser» glauben als andere rnensch-lichefchnften.

Die schrift könne GOtt nicht offenbaren/sondern Christus sey allein die regel oesgc-horfams.

Die offenbanmg Gottes müsse mm nichtan die schrist allein binden/es sey noch nicht diehelfte von derherrligkeit Gottes weder i» der».lehre noch in der praxi geossenbare / wndernman müsse warten / was er ferner in unsernhergen offenbaren werde.

Dieschristsey eine lautere LIsiZorlesso wolnach dennomtlubus proprüx.,(? nach den per-,,'onen UN) sacken: un' diese AlleZorien oderverblümten gehermddcn reden / leynd die ge-veimnüss' und der geistliche sinn.

D.e lchrlsi des A- ?. gebe nicht die Christenn: dadero dieSsÄtt« sie nicht zum N. ?. al-lezett binden liesst,.

DasN. T. verbinde einen nichtwettcrzumil - uben/als der geist ari/diesi zeit offenbare/)^ß dieser oder jener siru» Gottes wortsiy.

Das sey der Wille Gorres/ das von der zu-kunst seines sohnes an die beydnische/jüdssche/ürckisihe und anti-christisihe reiigion nur al-lein zrrgelassen/ und wrder sie allein mit demWort Gottes bestritten werden muffen / essiy auL die gröste fünde an der odrigkeir/wann sie wider die gewissen ibre gewalt qe-brauchen: Die obrigkeit könne auch nicht ein-maljemandwegenGotteslästerungstrassen/ob auch gleich GOtt und die schrist selbst ge-leugnet wurde.

Niemand werde wegen derlundeverdamt/sondern werles GOrr so haben wolle.

12.. D 'r mensch habe schon zuvor ein lebengehabt/ehe ih-n Gott solches eingehauchet-un-.dasjenige/ was er ihm eingehaucht/ seyeinstück des göttlichen wesins gewesen/und keh--eauck wiederzu GOttzurück.

GOtt liebe die verächtlichste creatur als ei-ne kröre/eben so sehr/als Ane heiligen.

Essiykein anderergeistalsGOtt; und der«fürst der luft / welcher herrschet in den km-dern des Unglaubens/ sey GOtt.

Dessenliebt GOtt habe nicht alle Handlungen desmen-gegenM.schcn beschlossen/ weil die menschen / welchedasjenige-nißrichteten / wasvonGOtt be-schlössen wäre/nicht sündigten.

GOtt st'y niemals zornig/ oder lasse sich«was gereuen; sonst wäre er veränderlich.

Es sey keine sinsirlicheerwehluna/sonderneineallgemeine / unter der bedingung ter be--.ständiakeit / so rede auch die scherstnirgendsvonke-.nerverwerffung.

Die siele verderbe mit dem leibe; und alles

5i7

Aller dingrtliiprungnur demunfichM.

ren.

ausserGOtt/babeeinende.

Eine jedwede creatur siy anfänglich GOttgewesen t und siy es noch» das leben siy dergstst/ welcher wieder zu GOtt kehrer r und«Gort stblucke denselben/wie ein tropften von-ckem grossen meer/ in sich. . .

ij. Es sey nichtgemigzuderheylsamener-

kandrnütz Gottes/ GOtt aus dembuch der«' Jahr.narursder schrist erkennen: sondernermüsse« biß

nicht ohne die barmhertzigkeit und andern sei-" xxciixneu «lgenschaftt» erkandt werden.

Wrr härten zwar grosse dinge von einem" 2W wc-gecreuMen JEsu gchoffet/aber das helffe"

mchtS/Cyristusmüffernuns eine wesentliche»«''Gottheit leyn/diemitunsirermenschheil ver-«einigt. Christus habe nichts anders in der"wett gethan/als daß er zr. jähr gelebrt habe."Derjenige wäre gesegnet/ welcher niemals"aussen gecreutzigtenChristumsiin vertrauen"gesißet hätte/ ( nemlich ausser solcher wahren"geinelnschaft mit lhin.)

Christus sey wahrer mensch gewesin/als er"uns erschaffen/ ja von ullerewigkeit her siy" Werbungers gewesen. Und ob er wol kein fleisch an"

Ucb gehabt / sisiy er dochohnefleisch wahrer"men'ch gewesen. SJJ*

Christus sey vor alle menschenauf gleiche"weUegestorben/sowolgenugsamalskraftig/"

so wol vor Iuda als vor Petro.

Durch Christi tod seyen alle fünden aller" Grmrg-und jeglicher menschen/ welche sie wider das- «uun-w,morassgesißund den ersten bund begangen/" K mr».würcklich vergeben/ und dieses sey dasewige- S*Evangelium.

Christus habe allein für die fünden wider"den ersten bund genug gethan/ nicht aber für"die fünden wider den andern bund/ als den"unglauben.Christus sey nicht voreines eintzi-" UngranKgen menschen Unglauben gestorben. ' Server-,

Christus siy nur vor dievergangene» iün-" «8«.^den gestorben/ ehedasEvangeltumdensür.-" ^den offenbarer sey. Vor die sünde/welche na»"der bekehrung gethan worden/siy er nicht gc-"

^ storven/ sonderndiesilbenwürdendurch sein"lieriges opffer vergeben.

Niemand werde als nur um des unglau-"bens willen verdammt werden.

Die heyden/welche niemals von Christo" CrkandWgehöret hätten/hätten demnach das Evangk- ' CbrW ün-lium/dann jede creatur/lonn mond und stern" ^ vmHev-predigten den menschen das Evangelium ^und in ihnen selbst siy die erkandtnüs des ge-"creutzigren Christi offenbaret; uns die verge-"bunq dersünden/wann sie nur dieselbe sehen."

Die Heyden gtengen nur wegen ihres un-"glaubens verloren; wett sie nicht gl-übten"dem Evangelio/das sie do» härten.

14, Christus habe vor niemanolcben und« CSMvrr.seligkeit erworben/ auchnlcktvordie außer-« sohmuig.-wehlten. Dann das siy nicht der en >zwm«

Gottes gewesen/durch diezukunftChrlsti üe-«be und leben zu erwerben; sondern Christus«Abstsiydurch die liebe erlanget worden/ daß«er uns lieben machce/unö erlösite uns darzu/«daß wir lieben sotten; dann Christus siy nufct"kommen/daß er GOtt mit dem menschen ve' -«söhnte/ sondern den mcnsiben mit GOTT .«Dannobwol Christus leben undttebevorle-"qe- si habe er sie doch nicht erworben/sondem"er 'siv durch dieselbe erworben worden.

Christus siytn diewelrkommen/damrter«uns die liebe Gottes gegen uns zu erkennen«gebe; undnicht/daßer GOtt gnua thun sitte."

Cdriffussiy der Prediger des gesitzesgewc-"sin/und babein verfinstern wclt aelebt.Enk-"

lich siy na» seiner aufferffehung sein Evange--'lium geprediget worden. ^ ^