unter denen Rcformirtm/ sonderlich in Engelland. _719
stcyhcit.
Gacra-
nieiitoi.
Tauffe.
ZustandDer Predi-ger.
mm 5 fitß »cken/solche leute die mit einem ausseroroent-mdc' "lichen gM und uubetrüglrckm gaben außge-xxciix. „rüstet waren-, uns dieses werde vor dem fallundder „Roms hergehen.
Äß. Indenglaubms-articulnsiy nichtsgewißZm le-ttr«;» glauben und zu setzen / sondern es müstenGlaubens« „allediefreyheit deß gewissens und derprophe-„zeihung haben.
Die schrift melde nirgends was von dem sa-„crament / uno weder von dem namen / noch^von der fache.
Die muffe sey kein zeichen oder siege! der„gnade deß bundes.
Die ktnder-tauffe sey unrechtmäßig und an-».tichristisch/und sey eben so wol vergönnet eine„katze oder Hund zutauffen/ alS em kindder„gläubigen.
Auch die ungetauften und xrivar-personen„könren tauften und lehren.
Die wunder seyen ein wesentlich stück der„taufhandlung/^l-ttl,.xxvm.iA.
& sey in der schrrft ulchc verdötten/einen„öfters zu tauften / uns sey eben so wol zugelas-sen/ als das abendmahl oft gebrauchen,abentmahl Die worr: Das ist mern leib: seyen nach dem„buchstabenzuverstehen.
Es sey eben so nöthig/ein gtted der kirchen„alsChristi zu seyn / und niemand könne selig„werden / er sey dann ein glied der kir-„chen.
Die kirche in Cngelland sey ankichristisch„und teuflisch/ und sey schlechter dinges verbot-„ren ihre diener zu hören.
Dieberuffung und ordinirung derkirchen-,.diener sey nickt im göttlichen recht gegründet;„sondern sie würden wie einkaufmann/ buch-„führer/schneiderundanderehandwercköleute»darzu gemacht.
Die besold ung vor die diener deß Evangel«/„und sonderlich die zehenden seyen unzulaßig/„jüdisch und antichristisch.
Diekirchenoienersolten arbeiten / und eine„pofeföon vornehmen / damit sie der kirchen„nicht beschwerlich wären.
Beruffund 19. Es solle kein unterschiedener orden Mi-men. „ter den kirchendlenernseyn / sondern alle / die
„gaben dazu hättmssotten aufder andern wähl„ordentlich predigen/ beten/ tauften/ und als-..dann ftn ein jedweder in seiner stelle ein die-„ner/ und an statt eines dieners.
Die Christen hielten alle tage gleich; und„waren eben so wenig an den sonntag als an„andere gebunden.
Die Christen dürften nicht alle Wochen zu-«sammen kommen / und eine gewisse zeit be-„ten und predigen nach der heyden gewon-
^Ewem jedweden sey vergönnet das Evange-„lium zu predigen.
Prchne». Es sey auch den weibern zugelassen zu pre-
»digen/ wannfie/ wie die manner gaben hat-
" Es sey ein stück der freyheit/nicht einem eig-nen gewissen Prediger zu zuhoren/sondern wo„man belieben/ undwo man mehrnutzenda-
Jhrebe-
Wung.
Zck des
goites»
tsensts.
Ort.
„von hoffe.
Es sey unrecht/ GOtt rn einen sogenand-„ten heiligen ort zu verehren/ und wo die av-„götterey sey qeübet worden/als in denen papi-„ffischen kirchen.
Manmusseyhnevorhergehendesstudiren" Jahrund überlegen/predigen und feine gaben anst-" biß
üben/ und sey mcht zuvor ehe man rede zu be-" xxcnxdencken / was man reden wolle / weil es" Predig^der geist demselben augenblick offenbaren"wurde.
Es sey kernemenschliche gelehrsamkeit und" Gelehrsamlesung dersuLdorumvonnothen. Allebücher« tkit?und gelehrsamkeit muffe außgerouet werden «
Und daß man so grosse bücher schreibe/«und die gelehrsamkeit so hoch erhebe/ das"komme von der dürssrigkeit deß qeistes«her.
Etl. weiberhreltenvor unrecht/ einen pre« imwbntdlger öffentlich oder besonders zu hören/« frucht,weil sie nicht gleich seyn sollen den Werbern/«welche immer lerneren/ und nimmer zur«erkandtnüß der warheit kämen. -.Dm-iii.«
6. 7.
ro. Es sey gäntzlich unrecht predigen / als« Glaubens-in der kirche; sonde'rnsofern sey esvergönnek/« lrevhe«.wann man predige als ein wartender Wüler;«das ist.Christen sey nicht also zu predigen ver"«gönnet/daß sie etwas gewisses als einer!"schluß sitzten und bejaheten / sondern daß sie"der andern meynung auch darüber hörten/"und Mit ihnen darvoncliscurrirten.
Es sey unrecht das abendmahl zu geniesi" Reinigkeitsin / wo ein einiger gottloser darbey« ^raemei-
wäre» Absende-
Also sey es auch unrecht in gegenwarteines« ruug dergottlosin zu beten. bösen.
Alw sey es auch unrecht allein mit denen"zu beten/welche keine glieder der wahren/son-«dern der englischen wären.
Ob es wol vergönnet seyn möchte / mit al-«len Unterredung zu pflegen / so sey es doch uu-" gemein,recht mit denen zu reden/welche nicht einerley« schafft dermeynung haben/ ob sie wol sonst fromm/ und« heiligen,glieder einer kirchen seyn/oder auch mit ihnen"vor rffch zu beten.
Es siy unrechtmit andern/ob sie wol siom«seyn / und einerley meynung haben möchten/"öffentlich oder allein zu beten / wann solche"
Personen nit eben auch den unfehlbaren geist«wie die Apostel haben.
■ Die Christen dürften nicht alle tage zu be-« Geist desffimmter zeir/morgends und abends beten;« gebers.sondern wann sie der geist treibt/und wann«ein Christ in vielen Wochen den trieb oeß«geistesnichtenipfinde/ sodürffeer doch nickt«beten.
Dre gottlosen sotten gar nicht deren.
Die heiligen gelangeundpsalmenDavids« Ast.sotten nicht gesungen werden.
Die lieder / welcher sich dre Christen bedie-nen sotten/müsten solche siyn/welche sie selbst«auß eigenem trieb desgeiftesaemachr/ und"dieselben sotten sie nach dem besondern anlast"undgelegenhert darzu/in derkirche singen/da«dieandernstilleschwiegen.
11. Die liebes-mahle mit welchen das« Liebes-abendmahl zu ftyern siy / sollen allezeit« »radle,in acht genommen werden/ und durffren«alleindiegliederderkirchenbevdenselben zu-"gegen seyn.
Das regiment der kirchen siy bloß civil und"
Sechs oder sieben / welche sich als glieder«ineinenkirchen-bundvemnigerhätten/ die"
freye