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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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y 4l Td. II> B- XVII. E. XI.

Jahr nett selb)! ale unter den ©cbul^Docton-mdc. bis bus > weiche die jugent» ausser der heilr-gen schrissc in ihren 8/kcmarischcn b- 7 -- ehern nur zum d.spmiren und wider»pre-bus imv «Den anführet:. Dattn dre G hui^Leh-<jispulLt>o-xer suchten ihr lob ttur darinn / daß sienrn« einen jeden ZU den verwirrtesien ditficul-tätett und Controvcriien Materie gebet?tonte». («}

(d) Difs Epistolica ad Hiillcmamuim 5c Rhchebinderump.zij, annexa illius Calvmiscm incconc. (c)Epist. MSta citata Sc aha ad Hier. Sivertum in ActisCollationi* Amicae. p.+i.

;z. Solchen lenken wurde von der D-brrgkeit die religiott überlast n die dannnach dem uncreik; ihrer parrhey die fache nFalschen handchrecten / etliche parcicular - mey-

nuW-n-tt>ffb,.bnKnbr.>ch«n/undd,-

satzmMi, einfaltlgen oder sorglosin beredeten daßdaraussdie warheic der religiongegrun-det sey. Damit sie auch bey ehrett blie-ben / häusscen sie eine Lomrovers überdie andere / und liessen feinen entscheidoder wahre gründ »regeln zu / da dochdie warheit des Christenthums in sol-chen schul - betrugereyen oder sophis ma-tibus nicht bestünde / sondern ein wah-rer Christe ohne Lonrrovcrsieu und zancküben müsse/ und sich schlechter dmgesso halten / als ein k nd Gottes mittenunter dem verkehrten gefthlecht/ ph'UI.Lhnr i*, ijs.bie Christliche religion bestündePraxi s in Übung der gotsiligkeit / dardurchftüchiLdcr m4n «* geist und in det warheitnaher komme / hingegen wären dieSchul-Oilpurariones aussdie principia derheydnischen Philosophie gebauet / wen-

serechchlkeil.

bald aus ehrgeitz einen streit a,»fangen/ Ich:dardurch die gemuther von aller liebe "vc. ^entfernet werden. Dann nachdem sie vAndie meyttung von einer specularivcnreli-c°^gion eingesögen / und alle warheit in v-rkmihre nocioncs oder tenninos Zesitzet ' auch Um.einen hadicurn in der kunst zu widersme- vclf, tslKti.chen erlangt haben / Jo erfahrt manwol / wie sie unmöglich auffnne war-heit gefuhret werden / die nach deingewissen in der Praxi behalten / und derfeelen allein heilsam wärde. Dann obwol die gantze heilige schrisst nichtsanders treibet / als die warheit mit dergottsiligkert. i.Tim.J. 5. So findet sichdoch unter den jenigen OoLoren > diedie ComroveL-sien getrieben haben/nichtsdas zur erbauung und gottleligkeitdienet« / sondern vielmehr haben siea les auss feindsiligkeiten untereinan-der / und vorwürfse al e Hand irrchmmer durch folgereyen gerichtet.

3$. Da sie nun einmal von dem ge-bort Gottes abgewichen / haben siestch in ihren diipmarionen / die sie auffÄerch^philosophische art zu lauter Widerspruch wWiußeingerichtet/ durch anderer leute ver-^Ezrkleinerung auss leere werte gelegct/wie der Apostel gesaget hat. Iim 1.6.welches auch noch in denen difpuu-ttc-nen / darinnen man steh an Wider-legung der andern belustiget / täglichgesthiehet / und zwar ist dieses alles soarg / daß man sie mit keinem gründdarzu bringen kan daß sie eine beschei-dene und ernstliche Conserenz über diepflichten eines Christen / welche nach

deren die K-rtz-n D»n der «ff-nbare» ened des gew.spns .»

<ü>. An Rate der <Ct>ri|llicbm timerv 1 «*' » u ' , . ct! ,, . CT / amre.bm m«b.

den / die die jn-iend ,n den schulen I-e- ^ s°" D,°l« bdmme daher / «e>, die m

ne» feite herrschete gerad das gegen-theil aussden Universitäten /daher auchalle Vernichtung der evangelischen leh-re komme / und was man in der ju-xend lerne/ das praÄicirs man *m alter.(0

(f) Epist. manu Durxtl Gallice scripta ad W* Fotstnc-rum°

54* Er hak auch den ursspruni de6 schul-gezänckö und die falschberümte runst weiteralso entdecket: Alle difficultate» sind vondenen vorurtheilen entstanden / weilman erstlich die ganyo warheit desChristenthums in der blossen Theoria no-tionum oder speculation über die terminos

gesetzet und nicht in praxi oder Pietät/* u atl0nes- 2) weil junge leute in der Philosophie undTheologie nur zur kunst des dispucirensund Widersprechens g wehnet wordenr icht aber z>, einer wahren Unterschei-dung aller dinge' nur damit sie ihreparthey die sie einmal angenommen ha-ben / äusserst desendiren. Drum siehtman / daß die / welche nach gewon-

Urspnmgdes schul-gejäiickS.

Blosse

rheorieUNd lpe-

führer solcher Partheyen nicht so wo!auss den gemeinen zweck des Christen-thums und des gemeinen bestens sehen/als auss ihr eigen imereile und ehre wieauch der tactson , welcher sie zugethansind. Und ob sie gleich in ihren gewl<- ,>;t(en auch meinen vor schlag nicht tadeln »»»-können / sondern wol gar deutlich so- S",ben: Gleichwol wollen sie lieber daß s< y {ich nichts ausrichte / damit sie nicht lnfaiiibiii-hülssiiche Hand leisten konten / weil siekÄ.nemlich schon so viel streite schrisstenheraiks gegeben / oder vie'mehr / weil ^ frir«sie sich an solche bücher gewöhnet/und Ms.lieber einem concinui,lichen Widerspruchund zanck forthelsscn wollen / damites nicht das ansehen habe / als hättensie denen / die sie vor feinde einmal er-kläret/ gewichen: deswegen sie allenweg zum gütlichen vergleich von sichschieben. Aber / aus diesen fachonensind eben die össentlichen ärgemüsseausAebrochen / dardurch die parthcyenauss einander erhitzet / und von allerfreundlichen Conserenz , auch mit bösenafsocten angefüllet worden / sich unter-einander gebissen / und das gemeine

heit Doctor« werden wollen / Niemandneben sich leiden können / der etwa ei- !westn derer evangelischen silbst^zerrnt-wer andern meynung wäre / sondern ;tet haben / also / daß auch das miß-

' trauen