Buch 
Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
JPEG-Download
 

544

Th. u. B. XVU. E. XI.

^ J-hr Widerlege«/ oder schelten zu üben / 0-"vc ^ der auch andere darzu auffzurernon.XXLIIX. (!c) Ich bin eben so wie andere auffge-zogen worden / nemlich daß ich eurerparthey ihren Vortheil suchte: abernachdem mich GOTT beruffen hak /daß ich mik allen gemein von ihrer Ver-söhnung handeln solte / hak nrich meingewissen verbunden / daß ich gany un-partheyisch würde / und solchen regelnfolgte / die unkadelich und dem evan-gelio förderlich sind/ die ich dann auchandern gern vorkrage. (I)

(>) In Apograpbo £pisto!as Circularis A/agistratniUrbium Im per, misi*, pag, 2. (k) In ProdromoIren. p.196. ( 1 ) Epist.ad Forstnerum Gallice feri-ta inimc.

39. Aus diesen seinen Worten und denenübrigen activen selbst ist des mannes sinnund lycstn von erleuchteten gemüthern ge-nugsam zu erkennen / daran man keineChristliche bescheldenheit / gottesfurcht/ undWeisheit leichtlich vermessen wird. Wie sichaber die andern gegen ihn verhalten / ist ausihren weitläuffrigen schrifften auch handgreis-AomrtSci- sich zu befinden. Das aröste vorurtheil,qc'Kgegm gen tut war / welches Lutherus Hauptfach.

sich an den Papisten verworssen hak / nem-Don al. lich das alterthum / dahero man bald an-tmhum. sangs gegen ihn auSbrach : vora-us wolreden alten heiligen klaren / möglichenbesten / und leichtesten weg in Zweifi-Ansthm fei ziehen, (m) Es hies ferner: Doraeusder Person, wäre nur ein feld - Prediger gewesen /hätte keine auctoritat / wäre auch vonder kirchen/ (das ist/ nach dem gemeinenstylo von der Clerifiy /) zu einem solchengrossen werck nicht instmiret / es wöl-ken auch die vornemsten LalvimstenVoccius 8 panhemius Gardinerius mit ihm

Dessen kla« nicht zustieden seyn/ u.s. w. l») dahero erselbst beklagte: Die Doctores wölkenroafleun« liefet« deliberative thun / sondern nachbetrüglich- ihrer a« k ihre notiones dictatorie andernr«t. vorschreiben / selbige widerlegen/ ehesie noch von hem statu Controversias undder art des enrscheids gewis worden.Sie legten sich nur darauss / wie sieandere verdammen möchten/ damit esnicht scheine / als hätten sie geirret.Drum suchten sie nicht die Offenbarungder warheir oder die erbauung der see-!len zum einfältigen glaub, n / liebe und jeinfältigen gehorsam / sondern nur dieoberhand in den Meynungen ihrer par--khey. Die liebhaber der zänckereyenhätten sich wider alle friedens-rractarenverschworen/damit die 8uperintendentenihre Prediger zu forrsttzung der flreitig-keiten geschickt machten. Und weil siesehen/ daß die Consilia einer Christlichen Moderation den meisten anstünden / sowölken sie gar durch neue religions--eydewider die sogenandken 8yncretisten allenheilsamen vorsätz unterdrücken, (o) Sie-heobmnum.ir. tu diesem Cap.)

(m) vannbauerus I. c. p 2 . () lob. Edamus OilanderF.piüoli, AIS» ad Forstaemm Tubingä 1679, d. 32,

aepr.^o; tpm.aaroritnerum xvriyfd^a A.73.d.2z, IMFebruar. MDC, M

MDC.

40. Was vor spott-reden wider ihn in die-^f^ser fache ergangen / ist auch in selbigen schrif-2^ten nicht selten zusehen. Man hiesse ihnimch»einen engel des friedens / und dollmet-scher der vom Himmel gefallen wäre.

(p) Einen Apostolafttum oder Aftrer--Apostel des friidens / ein vegel ohnesiügel / der auff eine seltsame an mCeurschland geflogen wäre / (q) manv.rgliche ihn dem gehörnten lamm daswre der drache redete/ Apoc.Xlii.n. demgeisi von welchem sich Duncus cjitriebe«bekennete / nennte man einen werrer-han/ einen in frembde Händel sich men-genden ge/st / vergliche ihn dem mnn-tzer/ und derglelchen mehr. (0 Er wurdesehr vielen kegercycn beichr.:''igtt / ubd soN-gunz r,sderlich des Dönatisini, weswegen er offk mit oonrliimivonato in eine Claile gesttzel / zu finden ist(s) Ja/ man har ihn öffentlich beschuldiget/^als wäre er mit m Engelland unter deueruM«gewesen/ die den KönigCaroium i. um? [c-nwtt?.beu gebracht. Daher man auch ausgespren-gt / als wäre er an einem rrr dieier lachewegen enthauptet worden, (c) lind darumhar man ihn mit denen köuigs Mördern undmit derrcn Independenwu / Puritanern / lindPresbyteria, UT verglichen/ ungeachl er sehrosst erwiesen und ausgeführet gehabt / daßer dazumal des Koni es tod vor unrecht-lnäßtg erkläret / auch sich vor Caroh n. te-stitution äusserst bemühet gehabt / deswegenman ihn auch bald entschuldiget / bald »#d rum berichtiget, (u) Anderer solcher m-ctamentcr gegen ihn nicht zu gedenckm/ wieauch die liederlichen antworten auff seinenernsten und redlichen vorrrag / wann manihn z. e. m-t diesen Versen abwies / und die AK -Frantzöfischen und Niederländischen f-'ircfccn/ d< ut(.die um die Teutschen gleichsam freyeten/ demxiopso vergliche:

Xlopsa bsifa datur, quid non speremus aman-tes!

It. Jungentur jam Gryphes equis, Redeunt satur-nia regna!

Oder wann es hiesse: Die Weisheit /auf-richtigkeit und einigkeit hätte«/ sich inSeeland wohl gebadet / und kämen nundaher geflogen, k. (xj

(p) Joh. Meisnerus difl. de Distensu fundam. Anno1S75. habita §. i. & in Irenico Surre, pixf.pag.2.

(tj) Dannh&'ierut 1. c. pag. 2.3. fcqq. (r) Idemib d. (s) Hulsemannus Calovii Irrcc ncil. pag.303.

309 .313. 315 .324.345. Jcc. (t)Epist.ap. MciinerumI.c. pag.28. (u) Ibid & pag.70,32. &c. (x/Jo-docus Slasius in Bulla Synodica Dura:o data & Exa-mini (ubjecta p. ult.

41. Wie er sich aber bey diesem unchrilil. Dumtractament Verhalten / geben so wol seine w»actiones selbst / als die vielfältigen erklärun-^^"'gen / wann er unter andern von v. Hülse-man schrieb : Er hätte Zwar in einerschnffc wider Calixtnm auch seine persöugescholten / damit er ihn in seinem vor-haben infam n/acher» mochte / wie auchDr Dannhauer gethan: Aber er hättesich dardurch nicht bewegen lassen/

h

ji>

I

I

i

M.

: 11

I J

! 5

!

f-

n

x

it

«

, dc

i ni

! Ph

KI

bt

b

ÜU

di

M;

1 k

XI,

1 k

%

soi

ben

>»«

ben

Scli

Um